Allgemeine Berichte | 05.05.2020

Wachtberger Ehrenamtskarte im Fokus

Ehrenamtsbörse Wachtberg will mehr für Ehrenamtskarte gewinnen

An freiwilliger Zertifizierungsplattform für die Wachtberger Ehrenamtskarte wird gearbeitet

Gemeinde Wachtberg. Dass es für ehrenamtliches Engagement eine besondere Förderung des Landes in Form einer Ehrenamtskarte gibt, ist in Wachtberg möglicherweise in den Hintergrund geraten. Jetzt macht sich die Ehrenamtsbörse Wachtberg e.V. dafür stark, eine „positive Offensive zugunsten ehrenamtlich tätiger Bürgerinnen und Bürger zu starten“ heißt es in einer Pressemitteilung des Vorstands. Die Inhaber einer solchen Ehrenamtskarte genießen bei mitmachenden Geschäften und Unternehmen interessante Vorteile, wie Rabatte und andere Vergünstigungen. Nicht nur in Wachtberg, sondern auch im ganzen Land Nordrhein-Westfalen gibt es attraktive Vorteile für Inhaber von Ehrenamtskarten. Wer eine bestimmte Anzahl ehrenamtlicher Stunden für die Gemeinschaft aufbringt, kann auf Antrag von der Gemeindeverwaltung eine solche Karte erhalten und hat damit Zugang zu allen angebotenen Vergünstigungen. So arbeitet man derzeit an einer freiwilligen Zertifizierungsplattform für die Wachtberger Ehrenamtskarte, um sie aktiv in das Bewusstsein der Wachtberger Bürgerinnen und Bürger einzubringen. „Es ist ähnlich wie bei der Steuererklärung: Das Finanzamt stellt die leeren Formulare zur Verfügung und Steuerberater helfen den Bürgern, zu ihrem Recht zu kommen“ vergleicht der Vorstand den Hintergrund einer solchen Zertifizierungsplattform zugunsten der Bürgerinnen und Bürger. Man wolle einfach, dass solche Richtlinien mit Leben und Sinn erfüllt werden.

Man werde zum einen mit Geschäften und mit dem Gewerbeverein Wachtberg in Kontakt treten, damit von dort aus anerkennende Impulse für Vergünstigungen für das Ehrenamt in Wachtberg gegeben werden. Zum anderen werde man in einem Bürgerantrag die Verwaltung bitten, die veraltete Richtlinie im Sinne einer Win-Win-Situation anzupassen und hoffe dabei auf die Zustimmung und Unterstützung aller Ratsfraktionen. „Wahrscheinlich werden wir dabei offenen Türen einlaufen“ vermutet Turley, auf dessen Initiative im Jahr 2015 erst die Ehrenamtskarte in Wachtberg eingeführt wurde (die Presse berichtete seinerzeit darüber).

250 Stunden müssen jährlich ehrenamtlich nachgewiesen werden, damit man eine Ehrenamtskarte erhalten kann. Nach Auffassung der Ehrenamtsbörse Wachtberg kommt bei vielen Ehrenamtlichen diese Stundenzahl schnell zusammen. So denkt man dabei beispielsweise an die freiwillige Feuerwehr, deren Mitglieder einen Großteil ihrer Freizeit dem Ehrenamt widmen. Alleine für Ausbildung, Übungen, Einsätze, Fortbildungen, Ausscheiden, Leistungsvergleichen mit anderen Feuerwehreinheiten, Dienstfahrten, Exkursionen, Material- , Geräte und Fahrzeugpflege sowie anteilig administrative Arbeiten ist diese Stundenzahl schnell erreicht. Als ein weiteres Beispiel werden von der Ehrenamtsbörse die Vorsitzenden von Wachtberger gemeinnützigen Vereinen genannt, die sich jahrelang mit immensem Zeitaufwand gemeinnützig engagieren. „Hier sollte man überlegen, aufgrund der Erfahrungswerte pauschal und grundsätzlich auf Wunsch eine Ehrenamtskarte anzubieten“ schlägt die Ehrenamtsbörse vor.

Auch die Gemeinde könnte beim Ehrenamt nachlegen

Doch auch die Gemeinde könnte beim Ehrenamt nachlegen. „Wer das Ehrenamt anerkennen möchte, könnte mit Kreativität vielleicht mehr erreichen.“, regt der Vorstand an. So können gemeindliche Vergünstigungen bei der Schwimmbadnutzung oder bei gemeindlichen Veranstaltungen mit Eintrittsgeldern ermöglicht werden und bei den Seminargebühren der VHS würde man sicher schnell mit den Nachbargemeinden ein entsprechendes Vergünstigungsabkommen erreichen können.

„Damit dankt man nicht nur dem Engagement der vielen Bürgerinnen und Bürger, sondern ermöglicht auch dem einen oder anderen vielleicht erst, die VHS-Kurse überhaupt zu besuchen oder zu Veranstaltungen zu gehen“ heißt es in der Pressemitteilung weiter. „Im Zeichen der derzeitigen Coronapandemie ist es ein anerkennendes Zeichen für eine enge Solidarität der Wachtberger Bürgerinnen und Bürger, der Geschäfte und der Ehrenamtlichen, die uns sicher durch diese schweren Zeiten bringen“, bedankt sich die Ehrenamtsbörse Wachtberg e.V. noch einmal besonders bei denen, die „tagtäglich alles am Laufen halten.“

Pressemitteilung

Ehrenamtsbörse Wachtberg

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