Kriegsgräberfürsorge in Niederdrees
Ehrenmale wieder hergestellt
Niederdrees. Angehörige gab es nicht mehr. Bei der Stadt, die zuständig gewesen wäre, waren die beiden Grabstätten in Vergessenheit geraten. So verfielen die Gedenkstätten für Hans und Jakob Lützenkirchen, sowie Hubert Fassbender auf dem Niederdreeser Friedhof. Die beiden Gedenkstätten waren mit den nach dem Krieg üblichen einfachen Holzkreuzen versehen und von den Familien gepflegt. Als von der Familie Lützenkirchen niemand mehr im Dorf lebte, wurde das Holzkreuz entfernt und die Grabstelle verwilderte. Ähnliches geschah auch mit dem Grab Fassbender. Auch hier wurde das Kreuz entfernt, aber vom Ortsausschuss sichergestellt, restauriert und an der Friedhofmauer abseits der Gräber aufgestellt. Anders als reguläre Grabstätten sind Kriegsgräber jedoch mit ewigem Ruherecht versehen. Nach kurzer Abstimmung waren sich Hartmut Neumann, Vorsteher des Ortsausschusses und Friedhelm Schurz, der Ortsvorsteher einig, hier muss was geschehen. Diese Gräber sollten auch für kommende Generationen eine aussagekräftige Gedenk- und Mahnstätte bleiben. Der Ortsausschuss beschloss, die Gräber wieder herzurichten, das Kreuz Fassbender zu restaurieren und für das Grab Lützenkirchen ein entsprechendes Kreuz anfertigen zu lassen. Die Kreuze wurden auf den beiden Gräbern wieder aufgestellt und an der Friedhofsmauer zwischen beiden Gräbern eine Informationstafel angebracht. Und so erinnern heute wieder zwei gepflegte Grabstellen und eine Gedenktafel an die drei Niederdreeser Kinder, die in den letzten Kriegswirren am 7. März 1945, beim Spielen durch explodierende Munition in den Tod gerissen wurden. Hans und Jakob Lützenkirchen und Hubert Fassbender. WP
