Allgemeine Berichte | 10.01.2017

Gerhard Hausen lud verdiente Unkeler zum traditionellen Neujahrsempfang in den Ratssaal

Ehrennadelträgerin Dani Niemeyer stand im Mittelpunkt der Veranstaltung

Stolz präsentierte Gerhard Hausen mit Dani Niemeyer die neue Träger der städtischen Ehrennadel.DL

Unkel. Mit Fats Dominos schwungvollem Hit „I’m walking“ eröffnete der Chor „R(h)eingehört“ unter der Leitung der Sopranistin Beate Eggenstein am späten Samstagvormittag den traditionellen Ratshausempfang der Stadt Unkel. Zu diesem konnte Stadtbürgermeister Gerhard Hausen zahlreichen Gäste im Ratssaal begrüßen. „Mit Ihrer Anwesenheit zeigen Sie Ihre Verbundenheit mit der Stadt und bekunden Ihr Interesse an deren Wohlergehen und deren Weiterentwicklung. Sie sind Teil dieser Stadt und haben das Leben in Unkel mitgeprägt“, dankte er den Anwesenden. Namentlich willkommen hieß er an erster Stelle seinen Vorgänger im Amt, den Ehrenbürger und früheren VG-Chef Werner Zimmermann. Anwesend war auch dessen Nachfolger Karsten Fehr samt Büroleiter Jörg Harperath.

„Das gibt mir die Gelegenheit, Ihnen und der ganzen Verwaltung für die gute Zusammenarbeit zu danken, vor allem bei dem anspruchsvollen Zukunftsprojekt ‚Historische Stadtbereiche‘, bei den wir auf Ihre professionelle Unterstützung angewiesen sind“, so Gerhard Hausen, bevor er sich seinem Rheinbreitbacher Kollegen, Wolfgang Gisevius, dem früheren Hauptgeschäftsführer des deutschen Bauernverbandes, Helmut Born, und dem Festredner, Stadtarchivar Wilfried Meitzner zuwandte. Außerdem erinnerte er an Monsignore Franz Lurz, der am selben Tag seinen 80. Geburtstag mit Pfarrer Andreas Arend und Prälat Hermann Weber feierte,

Begrüßen konnte Gerhard Hausen stattdessen die Leiterin des städtischen integrativen Kindergartens Sankt Marien, Silvia Hummerich-Holderer, und die Rektorin der Unkeler Grundschule, Ingrid Hekatombe. Neben Vertretern der Banken hieß er auch den neuen Wehrführer des städtischen Löschzugs, Akin Karga, willkommen sowie Wehrleiter Ulrich Rechmann, nicht zu vergessen Vertreter der Entwicklungsagentur „Kulturstadt Unkel“, der Vereine und Institutionen, der Gewerbetreibenden und der Kunstschaffenden, unter Letzteren auch die diesjährige Trägerin der Ehrennadel der Stadt, Dani Niemeyer.

Bevor Gerhard Hausen jedoch näher auf diese einging, blickte er auf das vergangene Jahr zurück, indem er zunächst des jüngsten Terroranschlags in Berlin gedachte. „Solche Täter sind brutale Verbrecher, die unsere Weltordnung zerstören wollen. Terrorismus darf aber unserer Gesellschaft nicht spalten, nicht zum Zulauf zu radikalen Gruppen und Bewegungen führen“, mahnte der Stadtchef. Vielmehr müsse man trotz der Trauer, Wut und Widerwärtigkeit denjenigen Flüchtlingen helfen, die hier Zuflucht gefunden hätten und in Zukunft noch suchen würden.

Schließlich erinnerte Gerhard Hausen an erwähnenswerten Ereignissen in der Kulturstadt am Rhein. So habe der Stadtrat Nägel mit Köpfen gemacht und das Grundstück des Güterbahnhofs ersteigert, sodass dieser „Altlasten-Schandfleck“ bald der Vergangenheit angehören werde. „Auch der Ascheplatz an unserer Sportstätte wird in einen hochwertigen Hybrid-Fußballplatz mit einer Kunststoff-Laufbahn grundlegend erneuert“, hob er hervor. Außerdem werde neben dem Feuerwehrgerätehaus eine moderne DRK-Rettungsstelle errichtet, die in der Graf-Blumenthalstraße alle Rettungseinheiten der VG konzentriert zusammenfassen würde und über die VG hinaus 24 Stunden in Bereitschaft sein werde. „Außerdem ist Barrierefreiheit für uns eine Pflichtaufgabe“, ergänzte er. So würden sukzessiv alle Hochborde an den Bürgersteigen abgesenkt und neben der behindertengerechten Toilettenanlage der Sporthalle werden in den kommenden Wochen an der Verabschiedungshalle des Friedhofs eine zweite Anlage errichtet. Gearbeitet würde zudem an der barrierefreien Umgestaltung des Anleger der Bonner Personen-Schifffahrt.

„Wir sind in das Programm ‚Historische Stadtbereiche‘ aufgenommen worden und haben damit die Chance, in den nächsten zehn Jahren mit Fördermitteln in Höhe von 5,5, Millionen Euro, von denen auch private Investitions- und Modernisierungsmaßnahmen profitieren können, Unkel weiter zu entwickeln“, so Gerhard Hausen. Einiges sei in diesem Bereich schon in Angriff genommen worden und 2017 werde sogar eine Entscheidung hinsichtlich des „Dauerproblems Löwenburg“ fallen, sagte Gerhard Hausen voraus, auch wenn diese Prophezeiung den Gästen nicht sehr glaubhaft vorkam. Weitestgehend zustimmen konnten sie ihm jedoch, dass Veränderungen und Neuerungen die Bilder dieser Tage bestimmen, „Vertraute Strukturen wandeln ihr Gesicht, neue Wege werden begangen, alte Zöpfe werden abgeschnitten. Unkel befindet sich entsprechend dem allgemeinen wirtschaftlichen Trend auf einem richtigen Weg“, resümierte der Stadtchef, der allen dankte, die sich engagiert für das Gemeinwohl eingesetzt hatten und die in der Stadt Verantwortung tragen, weil ihnen Unkel und die Bürger am Herzen liegen.

Mit dem alten schlesischen Volkslied das „Und in dem Schneegebirge da fließt ein Brünnlein kalt“ leitete der Chor dann über zu der Verleihung der Ehrennadel. „Unsere diesjährige Preisträgerin, Dani Niemeyer, ist für Unkels Kreativ-Szene ein ausgesprochener Glücksfall, so Gerhard Hausen.

Sie vereine in ihrer Person Begabungen in ganz unterschiedlichen Bereichen, die der schon seit vielen Jahren bestehenden Kunstinitiative Ansporn und Kontinuität verleihe, hob der Laudator hervor. Die neue Trägerion der Ehrennadel spiele in dieser Vereinigung kreativer Bürger, die Unkel um eine weitere kulturelle Facette bereichere und Freizeitkünstlern eine Bühne biete, sich einem größeren Publikum zu präsentieren, unterschiedliche Rollen. „Zum einen ist sie ein Naturtalent, was ihre eigenen künstlerischen Aktivitäten über viele Jahre hinweg belegt. Zum anderen ist die mittlerweile überregional angesehene Fotografin aufgrund ihrer umsichtigen, liebenswürdigen und gleichzeitig resoluten Art hervorragend geeignet, die 30-40 köpfige Künstlergruppe zusammenzuhalten“, hob Gerhard Hausen hervor. Jedes Jahr ziehe die Ausstellungswoche mehr Interessenten an, auch aus der weiteren Umgebung.

„Schon im Alter von 20 Jahren hat sich bei der 1964 in Dortmund Geborenen ihr künstlerisches Interesse geregt“, wusste der Laudator zu berichten. In den 90-er Jahr habe Dani Niemeyer die Seidenmalerei entdeckt, dann habe ich die der Aquarellmalerei gewidmet, bevor sie durch den Besuch der Hennefer Kunstschule „Atelier 94“ zu Kenntnissen in der Öl- und Acryltechnik gekommen sei. „1993 zog Dani Niemeyer nach Bruchhausen, seit 1997 stellte sie bei ‚Unkeler Kreativ‘ aus“, erinnerte der Stadtchef. Zunehmend habe dann das Fotografieren für sie an Bedeutung gewonnen, sodass sie schließlich an der Fotoakademie die für sie richtige Ausbildung gefunden habe. „Über zwei Jahre vertiefte sie sich in die Foto-Bildgestaltung, bevor sie von 2014-16 an den Naturfoto-Wettbewerben des Museums König in Bonn teilnahm.

Dort wurde jeweils Arbeiten von ihr ausgewählt und in Ausstellungen präsentierte“, so der Stadtchef. Ab 1999 habe Dani Niemeyer dann Ewald Thelen bei der Organisation der jährlichen Oktober-Ausstellung unterstützt, nachdem dieser sich aus gesundheitlichen Gründen habe zurückziehen müssen, habe die 2007 beherzt seine Funktion als Moderatorin und Chef-Organisatorin übernommen, schloss Gerhard Hausen seine Laudatio, um dann Dani Niemeyer unter dem Beifall der Gäste zum Zeichen des Dankes und der Anerkennung die Ehrennadel der Stadt zu überreichen.

„Die kreative Ader soll mir mein Onkel in die Wiege gelegt haben. Jedenfalls hat er bei jedem gelungenen Bild von mir gesagt, dass ich diese Begabung von ihm geerbt hätte“, erinnerte die Preisträgerin. Wenn sie kreativ tätig sei, würden sie alle Sorgen vergessen, sodass sie anschließend völlig entspannt sei. „Diese Entspannung hat mich auch zu der Ausstellung Unkeler kreativ geführt“, erklärte Dani Niemeyer, bevor sie sich in das Goldene Buch der Stadt eintrug, während der Chor noch vor dem Vortrag „Geschichtsbewusstsein in Zeiten der Globalisierung“ von Wilfried Meitzner den Song „For the longest time“ von Billy Joel intonierte, um danach mit dem im englischsprachigen Raum traditionsgemäß zum Jahreswechsel gesungenen „Auld lang syne“ den Einzug der Heiligen Drei Könige anzukündigen, die beim Neujahrsempfang den Gästen der Stadt die Frohe Botschaft von der Geburt des Herrn überbrachten. DL

Stolz präsentierte Gerhard Hausen mit Dani Niemeyer die neue Träger der städtischen Ehrennadel. Foto: DL

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  • Rita Butz: Sehr schön verfasster Bericht , sehr zutreffend und diese beiden " Helden " üben eine Vorbildfunktion für unsere Gemeinde aus !! L. G. verbunden mit meiner höchsten Wertschätzung!!

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