Wachtberg-Villiprott
Ehrenplatz für ein altes Fußfallkreuz in Villiprott
Wachtberg-Villiprott. Bei einer kleinen Gedenkfeier freuten sich am 11. Juni etwa 60 Villiprotter und Gäste über ein altes Fußfallkreuz, dem einige Villiprotter Männer freiwillig einen neuen Ehrenplatz gestaltet haben.
150 Jahre war das ehemalige Grabkreuz aus dem Jahr 1739 eine Station bei den Fußfallprozessionen, wenn in Villiprott jemand gestorben war. Beim Ausbau der Burgstraße 1967 wurde es schwer beschädigt und von den Bauarbeitern auf eine Müllkippe geschafft. Theo Hamacher, an dessen Grundstück das Kreuz früher stand, konnte den oberen Teil des Kreuzes wieder zurückholen und stellte es in seinen Garten. In Erinnerung an ihren Vater und ihre Teilnahme an einer der letzten Fußfallprozessionen in Villiprott war seine Tochter Helga Volbach, der jetzt der Garten gehört, sehr darauf bedacht, dass das alte Kreuz wieder an einer öffentlichen Stelle einen guten Platz bekommt.
Hans-Werner Kühlwetter mobilisierte in Villiprott viele Spender und tatkräftige Helfer. Sie legten Hand an und gestalteten dem Kreuz nach fast 50 Jahren gegenüber dem alten Standort an der Burgstraße einen würdigen Platz. Viele kamen, um das gelungene Gemeinschaftswerk zu bewundern und zu feiern.
Die Wachtberger Bürgermeisterin Renate Offergeld lobte das ehrenamtliche Engagement und spendete als Beitrag der Gemeinde eine neue Sitzbank. Dechant Hermann Josef Zeyen erinnerte in einer Andacht an die Bedeutung des Kreuzes und segnete das Kreuz als Zeichen der Verheißung des christlichen Glaubens.
