Allgemeine Berichte | 03.06.2025

20 Jahre Engagement: Lions Club Meckenheim-Wachtberg feiert mit Herz und Tatkraft

Ehrungen, Einblicke, Emotionen

Clubbegründer Gerhard Bigalke mit Gründungspräsidentin Dr. Heike Schiffler. Foto: privat

Meckenheim/Wachtberg. Einerseits bot sie wie bei üblichen Vereinsjubiläen die Möglichkeit, auf die eigene Geschichte zurückzublicken, andererseits aber auch um Einblick in die aktuelle Vereinsarbeit und Zukunftsplanung zu geben und gleichzeitig eine besondere Ehrung vorzunehmen.

Der Clubbegründer Gerhard Bigalke wurde feierlich zum Ehrenvorsitzenden des Lions Fördervereins Meckenheim-Wachtberg e.V. ernannt. In Anerkennung seiner Leistungen erhielt er eine Urkunde. Ihm wurde vom Schatzmeister des Fördervereins Dr. Dieter Buhl ein „Löwenkopf-Türklopfer“ aus Messing als Symbol dafür überreicht, dass er vor der Clubgründung mit Sicherheit an vieln Türen klopfen musste, um die erforderliche Anzahl an Gründungsmitgliedern zu gewinnen. Seine Ehefrau Erika erhielt einen Blumenstrauß als Dank, dass sie ihn bis heute bei seinen lionistischen Tätigkeiten sehr unterstützt.

Die Mission den neu gegründeten Clubs war und ist es, zusammen in Gemeinschaft einen positiven Beitrag zur Gesellschaft zu leisten, indem er sich aktiv für das Gemeinwohl einsetzt oder soziale Verantwortung egal in welcher Form übernimmt.

Von Anfang an unterstützt der Club Inklusionsprojekte z.B. Ferienfreizeiten der Evangelischen und Katholischen Kirchengemeinden für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sowie auch Projekte des Vereins „Wir für Inklusion“ e.V.. Der Club hat sich auch stets für integrative Maßnahmen eingesetzt, damit das Zusammenleben mit Menschen anderer Nationen besser gelingen kann. Weil Sprache, Lesen und Bildung die Schlüssel zur Welt bedeuten, gibt es in diesem Bereich insbesondere für Kinder und Jugendliche einen weiteren Förderschwerpunkt. Und die seit 2007 groß angelegte Weihnachtsgeschenkaktion für Kinder geringverdienender Eltern und in Armut lebender Senioren kann ihres Gleichen suchen.

All dies spiegelte die Jubiläumsfeier voller Ideen, Spaß, Freude und gleichzeitig doch dem Ziel, dass Lions „Gutes tun“ darzustellen, wider.

Die Zusammenarbeit der Lions-Spender mit denen, die die Spenden erhalten und die sich auf diese Weise bedanken wollen - das war sicher etwas ungewöhnlich, hat aber Förderer und Geförderte näher zusammenrücken lassen.

Nach dem Auftritt der „Chorkids vom Ländchen“ mit einem Mitmachlied, der „Ode an die Freude“, des Schulliedes und natürlich des Klasse 2000-Songs (Leitung Daniela Bügler) pries die Rektorin des Grundschulverbunds Villip-Pech, Elke Weyers, die Vorzüge des Lions Präventionsprogramms „Klasse 2000“, dass von dem Lions Club Meckenheim-Wachtberg seit Jahren für alle Klassen durchgängig finanziert wird. Die Schülerschaft hatte sich zum Dank sehr ins Zeug gelegt und gemeinsam die komplette Jubiläumsdekoration gebastelt. Zur großen Freude der Lions hatte der Förderverein der Schulen angeboten, ein Kaffee- und Kuchenbuffet komplett zu organisieren, zu betreuen und selbstgebackene Torten und Kuchen zu spenden. Es gab großen Beifall aller Anwesenden und auch den der Lions-Präsidentin Renate Diefenbach, die gleichzeitig die Gäste begrüßte.

Lydia Niewerth richtete als Vertreterin des Distrikts launige Worte bezüglich ehrenamtlicher Tätigkeit besonders an die Clubmitglieder und Hans-Georg Lauer repräsentierte als Zonenchairperson.

Danach fanden das Triumvirat Jörg Schmidt (Bürgermeister Wachtberg), Swen Christian (1. Beigeordneter der Gemeinde Wachtberg) und Holger Jung (Bürgermeister Meckenheim) lobende Worte für die konstante Unterstützung caritativ-sozialer Projekte in der Region.

Alina Ahrens, als Geschäftsführerin der enewa GmbH relativ neu im Drachenfelser Ländchen hatte die Aktivitäten des Clubs wahrgenommen und sagte weiterhin die Unterstützung des Unternehmens zu.

Als große Überraschung trat die Schauspielerin Alina Rohde aus Köln, die die Symbolfigur „Käpt’n Book“ des Rheinischen Lesefests verkörpert, als Hommage für den Organisator der Lesewoche in Wachtberg, Dieter Dresen auf. Sie erzählte, wie wichtig für Kinder und Jugendliche diese Veranstaltungsreihe ist, was durch ein Laienvideo - bearbeitet von Jochen Röder vom Fotoclub Wachtberg - eindrucksvoll untermauert wurde.

Die Gründungspräsidentin Dr. Heike Schiffler erinnerte an die Entwicklung des Lions Clubs Meckenheim-Wachtberg als erstem „gemischten Club“ (Frauen und Männer) Im Raum Bonn seit der ersten Stunde 2005 und verwies auf die von ihr verfasste Festschrift „Menschen für Menschen“. Diese zeigt im Beitrag des Vizepräsidenten Karl Böttcher auf, dass die Vision des Clubs ist, in den kommenden Jahren dazu beizutragen, dass in der Region Meckenheim-Wachtberg für viele Menschen „die Welt humaner, friedvoller und toleranter“ sein soll.

Aber keine Feier ohne Benefizgedanke! Annegret Kastorp, Fachberaterin der Gemeindecaritas Meckenheim, berichtete von einem an vier Samstagen stattfindenden integrativen Workshop „Freude mit Farben“, bei dem ausländische (Flüchtlinge) und einheimische Künstler bewusst alle gleich mit minimalen Mitteln ausgestattet, unter der Leitung der ecuadorianischen Künstlerin Consuelo Mendez wahre Kunstwerke „zauberten“. Das besondere daran sei aber gewesen, dass die Lions nicht nur bei den Finanzen eingesprungen seien, sondern auch zweimal das Mittagessen zubereitet und mit den Kunstschaffenden gemeinsam gegessen und Zeit verbracht hätten.

Einige Bilder aus der Kunstwerkstatt wurden für den guten Zweck zur Verfügung gestellt und bei der Jubiläumsveranstaltung vom Clubmitglied Rula Strehl nahezu professionell mit sehr gutem Erfolg jeweils gegen Höchstspende versteigert.

Natürlich war auch der Verein „Wir für Inklusion“ am Programm beteiligt. Klaus Brouwers verdeutlichte mit der Präsentation „Auf Augenhöhe“, die der Meckenheimer Fotograf Erik Spilles erstellt hatte, durch Porträts, dass Inklusion viele Gesichter hat. Vom Hintergrund und Stil her wirkten die Fotos gleich: Die Augen der Fotografierten rückten in den Vordergrund. Für alle Anwesenden war es eine sehr beeindruckende Realisierung des Inklusionsgedankens.

Ein Nikolaus mitten im Mai – Lions machen es möglich! Mit Gewand, Mitra, Hirtenstab, Glöckchen und seinem dicken Goldenen Buch erschien er bedächtig Saal. Er berichtete, dass er im Himmel schon lange beobachtet habe, wie die Mitglieder des Lions Clubs Meckenheim-Wachtberg bereits am Anfang eines jeden Jahres aktiv werden, um die erforderliche Anzahl an Gläsern mit köstlichen Konfitüren für die Benefizstände und den Zintemaat zusammen zu bekommen. Auch dass Richtung Adventszeit jede Menge Plätzchen gebacken und auch Strümpfe gestrickt sowie weihnachtliche Dekoration gebastelt wird.

Ebenso fand die gemeinsame Packaktion der Geschenke für Kinder und das Paket leckeren Inhalts für Senioren sein Lob. „Freude schenken, ohne dass man jemanden kennt“ sei hier die Devise. Mit einem „Macht bitte weiter so, sagt euch der alte Nikolo“ machte sich der Nikolaus wieder auf den Weg nach draußen. Das Geheimnis wurde dann gelüftet: Harald Lohmer, freier Trau- und Trauerredner, hatte diese Rolle übernommen.

Einen „schmissigen“ Ausklang gestaltete das Jugendblasorchester „Tomburg Winds“ unter dem Dirigat der Leiterin des Musikschulzweckverbands Voreifel!

Ein Gast drückte treffend aus, was die Mitglieder des Lions Clubs Meckenheim-Wachtberg selbst nicht hätten besser feststellen können: „Wir hatten einen tollen Tag bei Freundinnen und Freunden“.

Clubbegründer Gerhard Bigalke mit Löwenkopf-Türklopfer aus Messing.

Clubbegründer Gerhard Bigalke mit Löwenkopf-Türklopfer aus Messing.

Kunstauktion auf Spendenbasis mit Clubmitglied Rula Strehl.

Kunstauktion auf Spendenbasis mit Clubmitglied Rula Strehl.

„Chorkids vom Ländchen“ mit links im blauen Kleid Rektorin Elke Weyers und Chorleiterin Daniela Bügler in der Mitte mit roter Jacke.

„Chorkids vom Ländchen“ mit links im blauen Kleid Rektorin Elke Weyers und Chorleiterin Daniela Bügler in der Mitte mit roter Jacke.

Event- Manager Klaus Brouwers vom Verein „Wir für Inklusion“ e.V. Meckenheim.

Event- Manager Klaus Brouwers vom Verein „Wir für Inklusion“ e.V. Meckenheim.

Clubbegründer Gerhard Bigalke mit Gründungspräsidentin Dr. Heike Schiffler. Foto: privat

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