Kameradschaftsabend der Freiwilligen Feuerwehr Rheinbach
Ehrungen und Karneval vereint
Rheinbach. Der Wehrführer der Stadt Rheinbach, Stadtbrandinspektor Laurenz Kreuser, und sein Vertreter, Stadtbrandinspektor Jörg Kirchhartz, konnten beim Kameradschaftsabend Feuerwehrkameraden aller Löschzüge sowie Vertreter aus dem Rheinbacher Rat und der Verwaltung begrüßen. Wie in den vergangenen Jahren fand die Veranstaltung am dritten Wochenende im Januar in der Stadthalle Rheinbach statt.
An diesem Abend gab es durch die Wehrleitung Ernennungen und Beförderungen. Wehrführer Kreuser ließ das vergangene Jahr Revue passieren, nicht ohne den Verstorbenen der Feuerwehr (Alfred Leeser, Josef Schäfer, Winand Jonen und Uwe Bartels) zu gedenken. 343 Mal musste die Feuerwehr Rheinbach zu Einsätzen ausrücken, eine Steigerung von 20 Prozent verglichen mit dem Vorjahr. Dahinter stehen 24.414 ehrenamtlich erbrachte Dienststunden gegenüber 22.414 im Vorjahr.
Kreuser bedankte sich bei den Leitern und Leiterinnen der Jungendfeuerwehr im besonderen Maß. „Die Arbeit mit den Jugendlichen ist ein Garant für die Weiterentwicklung der Feuerwehr“, betonte der Wehrführer. Zu den erbrachten Dienststunden kamen noch etwa 12.000 Stunden, die von der Jugendfeuerwehr geleistet wurden. Aus der Jugendfeuerwehr konnten im vergangenen sieben Jugendliche in den aktiven Dienst übernommen werden.
Um auch jüngeren Kindern die Möglichkeit zu geben, bei der Feuerwehr dabei zu sein, beabsichtigt die Feuerwehr Rheinbach, in diesem Jahr eine Kinderfeuerwehr aufzubauen, wie sie schon in einigen Nachbargemeinden besteht. Hiermit soll frühzeitig der Nachwuchs für die Freiwillige Feuerwehr herangezogen werden.
Die Ehrungen, Ernennungen und Beförderungen waren der wichtigste Bestandteil des Kameradschaftsabends. Hier wurden neue Zugführungen der Löschgruppe eins und drei ernannt. Die Löschgruppenführungen der Löschgruppen Hilberrath und Queckenberg wurden ebenfalls neu ernannt. Insgesamt wurden an diesem Abend 32 Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Rheinbach befördert. Ehrungen wurden für 17 Feuerwehrkameraden für langjährige Mitgliedschaft von 25 bis 60 Jahren ausgesprochen. Hier gab es eine Neuerung. Als Dank für ihre langjährige Zugehörigkeit und ihr Engagement erhielten die geehrten Kameraden je einen Einkaufsgutschein, den sie in den Geschäften von Rheinbach einlösen können. Diese wurden zur Hälfte vom Gewerbeverein Rheinbach gesponsert. Aktuell hat die Feuerwehr Rheinbach insgesamt 500 Mitglieder, die sich in 95 in der Jungendfeuerwehr, 312 in der Einsatzabteilung, sechs in der Unterstützungsabteilung und 87 in der Ehrenabteilung aufgliedern.
Nach Abschluss des offiziellen Teils ging es traditionell zum karnevalistischen Teil über. Zu den Klängen der Landsknechte Wormersdorf zogen das Dreigestirn der Kernstadt (Prinz Sigur I., Bauer Sabino I. und Jungfrau Petra I.), das Prinzenpaar aus Oberdrees (Prinz Norbert I. und Prinzessin Birgit I.), das Prinzenpaar aus Queckenberg (Prinz Georg I. und Sibille I.) und das Dreigestirn aus dem Land der Liebe (Prinz Conny I., Jungfrau Antonia I. und Bauer Achim I.) in die Stadthalle ein. Mit dabei waren auch die Kindertollitäten der Kernstadt (Prinz Max I. und Prinzessin Anika I.), aus Oberdrees (Prinzessin Lucy) und aus Wormersdorf (Prinz Lukas-Meikel und Prinzessin Paula I.). Aus der Nachbargemeinde Morenhoven war das Dreigestirn (Prinz Norbert I., Bauer Bernie I. und Jungfrau Rieke I.) mit auf der Bühne. Prinz Norbert ist in der Verwaltung der Stadt Rheinbach unter anderem als Pressesprecher tätig und hat so eine direkte Verbindung zu Rheinbach und deren Feuerwehr. Wie zu allen Terminen wurde das Kernstadt-Dreigestirn von der Prinzengarde der „Gro-Rhei-Ka“ begleitet, die auch ihre Tanzgarde mitgebracht hatte.
Als aktiver Feuerwehrmann und Brandoberinspektor bei der Rheinbacher Feuerwehr hielt der Oberdreeser Prinz Norbert die Begrüßungsrede. Er wies darauf hin, wie wichtig die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr ist. Alle Tollitäten wären gern gekommen, um ihre Verbundenheit mit den Feuerehrkameraden zu bekunden. Es gab nun zahlreiche Orden an die beiden Führer der Feuerwehr zu verleihen, wobei auch einige Feuerwehrkameraden und Mandatsträger mit Orden bedacht wurden. Im Lauf des Abends zeigten die „Chaos-Funken“ mit ihrem Showtanz ihr Können. Ein besonderer Service wurde dem Dreigestirn aus Wormersdorf zuteil: Nach einem anschließenden Besuch der Disco „Moon Club“ in der Innenstadt mit der Löschgruppe Wormersdorf wurde das Dreigestirn mit einem Einsatzfahrzeug der Feuerwehr Wormersdorf in den frühen Morgenstunden des Sonntags nach Hause gebracht. Zur Musik von Discjockey „Siggi Sahne“ klang der gelungene Abend aus.
Rheinbacher und Swistaler Tollitäten statteten den Feuerwehrkameraden einen Besuch ab.
Stadtbrandinspektor Laurenz Kreuser und Jörg Kirchhartz führten durch das Programm und nahmen die Beförderungen und Ehrungen vor.
