Allgemeine Berichte | 11.03.2020

Initiative der SPD Vulkaneifel und der SPD Cochem-Zell zum Thema Reaktivierung

Eifelquerbahn muss zeitnah auf Bundesebene angemeldet werden

An der Infoveranstaltung nahmen viele Teilnehmer aus den Landkreisen Vulkaneifel und Cochem-Zell teil.Foto: privat

Kreis Cochem. Gestern fand auf Initiative der SPD Vulkaneifel und der SPD Cochem-Zell eine Infoveranstaltung zum Thema Reaktivierung der Eifelquerbahn in Ulmen am alten Bahnhof statt. 50 Teilnehmer aus beiden Landkreisen folgten der Einladung der Landtagsabgeordneten Astrid Schmitt und Benedikt Oster. Beide setzen sich seit Jahren für eine Reaktivierung der Bahnstrecke von Kaisersesch nach Gerolstein ein. Unter den Teilnehmern versammelten sich viele interessierte Bürgerinnen und Bürger.

Als Vertreter für die Kaufinteressenten der Strecke konnte man Stephan Pauly, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Brohltalbahn, gewinnen. In einem Grußwort richtete Stephan Wießner vom Verein Eifelquerbahn e.V. sein Appell an die Zuhörer, jetzt die Chance zu ergreifen und die Reaktivierung voranzutreiben.

Stephan Pauly machte deutlich: „Wir haben seit dem Jahreswechsel komplett neue Voraussetzung durch die geänderten bundesrechtlichen Rahmenbedingungen im Zuge des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes (GVFG). Der Bund fördert einen Ankauf sowie die baulichen Maßnahmen der eigentlichen Reaktivierung mit 90 Prozent. Erstmals wird sogar die Planung mit 10 Prozent der entsprechenden Kosten gefördert.“

Benedikt Oster ergänzte: „Wir müssen die Zeichen der Zeit erkennen. Eine Reaktivierung ist nun so realistisch wie schon lange nicht mehr.“ Auch seine Parlamentskollegin Astrid Schmitt wird deutlich: „Immer wird von gleichwertigen Lebensverhältnissen in Städten und auf dem Land gesprochen. Dann gilt es jetzt, dass wir hier auf dem Land in Sachen Schienenanbindung auch endlich etwas davon spüren. Es kann nicht sein, dass Daun als Mittelzentrum und Kreisstadt nicht durch eine Zugverbindung angebunden ist.“

Der Kreisvorsitzender der SPD Vulkaneifel, Jens Jenssen sieht auch die Notwendigkeit der Reaktivierung: „Vor dem Hintergrund des Klimawandels brauchen wir ein Umdenken in der Mobilität und dringend eine klimaneutrale Anbindung der Vulkaneifel an die Rheinschiene.“ In den Gesprächen wurde deutlich, dass es auch innerhalb von Rheinland-Pfalz eine Schieflage von Reaktivierungsmaßnahmen gibt. Im südlichen Teil des Bundeslandes wurden in den vergangen Jahren im zweistelligen Bereich Strecken reaktiviert, im Vergleich dazu im Norden lediglich zwei.

Alle Beteiligten richteten einen klaren Appell an den Rheinland-Pfälzischen Verkehrsminister Dr. Volker Wissing: „Wir erwarten, dass die Strecke von Kaisersesch bis Gerolstein zeitnah dem Bund gemeldet wird und wir in den Genuss von Fördergeldern kommen, wie schon andere Bundesländer zuvor.“ Dies sei auch deshalb notwendig, weil die Reaktivierungsprojekte in Rheinland-Pfalz im Wettbewerb mit anderen Projekten in ganz Deutschland stehen.

Die SPD-Fraktionsvorsitzenden in den Kreistagen Cochem-Zell und Vulkaneifel, sowie der Verbandsgemeinderäte Kaisersesch, Ulmen, Kelberg, Daun und Gerolstein werden in den nächsten Sitzungen entsprechende Anträge dazu in die Gremien bringen.

Helmut Braunschädel, SPD-Fraktionsvorsitzender im Kreistag Cochem-Zell macht deutlich: „Auch wir Kommunen müssen ein deutliches Signal auf die veränderten Rahmenbedingung des Bundes mit neuen Beschlüssen setzen. Wir stehen für eine kommunale Beteiligung bereit und fordern eine Gründung eines gemeinsamen Zweckverbands.“ Die Teilnehmer der Veranstaltung waren sich jedenfalls einig, dass jetzt die Zeit zum Handeln sei.Pressemitteilung

SPD Cochem

An der Infoveranstaltung nahmen viele Teilnehmer aus den Landkreisen Vulkaneifel und Cochem-Zell teil.Foto: privat

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  • Rita Butz: Sehr schön verfasster Bericht , sehr zutreffend und diese beiden " Helden " üben eine Vorbildfunktion für unsere Gemeinde aus !! L. G. verbunden mit meiner höchsten Wertschätzung!!

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