Ope(r)n Air am Hexenturm war bestens besucht
Ein Abend mit schönen Opernmelodien
Unterstützung gab es von „EUsemble“ und „SoundCheck“
Rheinbach. „Liebesfreud und Liebesleid“ standen diesmal im Mittelpunkt der schon traditionellen Sommerveranstaltung „Ope(r)n Air am Hexenturm“ im Innenhof der katholischen Grundschule St. Martin in Rheinbach.
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Kultur im Hof“ kommen hier insbesondere die Freunde der klassischen Musik und der Opernarien auf ihre Kosten. So war der Innenhof mit mehr als 200 Zuhörern bestens gefüllt. „Generalmusikdirektor“ Erich Marschall und sein Team griffen wieder auf bewährte musikalische Kräfte zurück, gaben aber auch neuen Stimmen eine Chance. Durch den Abend führte mit viel Humor und Hintergrundwissen Peter Meurer, der in bewährter Art zu jedem Stück Interessantes zu berichten wusste. Schließlich hatten die beiden musikalischen Leiter Silke Stapf und Wolfgang Klein-Richter nicht weniger als 17 Lieder und Arien in dem gut zweistündigen Programm untergebracht. Klein-Richter fungierte dabei durchweg als sicherer, Rückhalt gebender und zuweilen auch erfreulich virtuoser Klavierbegleiter.
Chor stellte sein Können unter Beweis
Neben den Solisten Silke Stapf (Sopran), Susanne Wessely (Mezzosopran), Hartmut Singer (Bariton) und Judith Stapf (Violine), die schon zum festen Inventar der „Ope(r)n Air am Hexenturm“-Reihe zählen, zeigten diesmal ein gutes Dutzend Sängerinnen und Sänger der Gesangsschule „SoundCheck“ ihr Können. Diesmal sangen die Mitglieder des in unterschiedlichen Besetzungen auftretenden Ensembles von Liebesfreud und Liebesleid, von Sehnsucht, Erwartung, Erfüllung und Schmerz. Davon war in den Werken von Henri Wieniawski, Wolfgang Amadeus Mozart, Georg Friedrich Händel, Vincenzo Bellini, Giacomo Puccini, Giuseppe Verdi, Ludwig van Beethoven, Johannes Brahms und Richard Wagner eine reiche Auswahl zu finden.
Schmachtend und träumerisch
Ein weiteres belebendes Element der Aufführung war das Terzett „Das EUsemble“ aus Euskirchen. Robert Kunze (Bariton), Robert Schloeßer (Bass) und Bruno Schreiner (Tenor) glänzten bei ihren Interpretationen von „Una bella serenata“ aus der Oper „Cosi fan tutte“ von Wolfgang Amadeus Mozart, beim schmachtenden „Besame Mucho“ von Enrique Granados oder bei dem träumerischen „One Hand, one heart“ aus der „West Side Story“ von Leonard Bernstein.
Im Innenhof der katholischen Grundschule St. Martin und im Schatten des Hexenturms kamen die Freunde klassischer Opernarien auf ihre Kosten.
Die drei Solisten Hartmut Singer, Judith Stapf und Susanne Wessely bildeten das musikalische Rückgrat der Veranstaltung „Ope(r)n Air am Hexenturm“ in Rheinbach.Fotos: VJ
