Allgemeine Berichte | 04.01.2020, 12:34 Uhr

Der lebendige Adventskalender begleitete durch die Weihnachtszeit

Ein Adventskalender der ganz besonderen Art

Teilweise kamen sogar mehr als 80 Personen zu den Treffpunkten

Das 20. Türchen öffnete sich zur Waldweihnacht an der Mutter Rosa Kapelle im Fockenbachtal.Foto: privat
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Niederbreitbach. Adventskalender sind beliebte Begleiter, die das Warten auf das Weihnachtsfest im Dezembermonat verkürzen sollen. Jeden Tag darf ein neues Türchen geöffnet werden, hinter dem sich ein Stück Schokolade oder ein kleines Geschenk verbirgt.

In Niederbreitbach gab es dieses Jahr in der vorweihnachtlichen Zeit zum vierten Mal einen Adventskalender der ganz besonderen Art, einen lebendigen Adventskalender! Einen Adventskalender zum Mitmachen, eine Idee des Pfarrgemeinderats und ihrer Vorsitzenden Ute Görgens. Und so waren plötzlich im ganzen Dorf Häuser mit großen Zahlen eins bis vierundzwanzig markiert, die sich dann jeweils, Türchen für Türchen, in beliebte Treffpunkte verwandelten und immer eine Überraschung bereit hielten.

Dabei waren alle eingeladen, jeden Tag etwa eine halbe Stunde, um 18 Uhr, vorbeizukommen, miteinander zu singen, weihnachtlichen Gedichten zu lauschen, Plätzchen zu essen und Glühwein zu trinken. Nachbarn, Freunde und Verwandte hatten so die Gelegenheit, sich zu verabreden und die Freundlichkeit und Offenherzigkeit der Dorfgemeinschaft, für die Niederbreitbach bekannt ist, zu erleben. Doch nicht nur Privatpersonen stellten ihre Häuser als Begegnungsort zur Verfügung und bereiteten einen geselligen Abend vor, auch beliebte Institutionen und Treffpunkte des Ortes wie die Grundschule (5. Türchen), das Dorfmuseum (15. Türchen) oder der Kindergarten (16. Türchen) ließen es sich nicht nehmen, Teil des lebendigen Adventskalenders zu sein. Auch die Sakralbauten waren ein wesentlicher Bestandteil und trugen zur feierlichen und besinnlichen Atmosphäre bei. Beispielsweise versammelten sich alle TeilnehmerInnen am an der Nikolauskapelle auf dem Clausberg, am Tag darauf zu Musik im Advent, ein Adventskonzert vom Kirchenchor und Männergesangverein, in der Pfarrkirche St. Laurentius.

Am 11. Dezember stellte das Pfarrheim die Kulisse für einen gemütlichen Abend dar, welcher durch das bemerkenswerte Engagement der SeniorInnen zustande kam, am 22. Dezember war die evangelische freie Gemeinde Gastgeber und am 20. Abend lud der Pfarrgemeinderat zu einer Waldweihnacht an der Mutter Rosa Kapelle im Fockenbachtal ein. Der lebendige Adventskalender hatte sich schon sehr bald im Dorf herumgesprochen, sodass Tag für Tag immer mehr Leute den Weg zum nächsten Türchen, welches jeweils am Vorabend verraten wurde, fanden. Teilweise kamen sogar mehr als 80 Personen zu den Treffpunkten. Da das letzte Türchen immer etwas ganz Besonderes ist, war es natürlich mit Abstand das größte und feierlichste: die Familien-Christmette an Heiligabend mit einem Krippenspiel der Kinder unter der Leitung von Peter Uhl.

Der lebendige Adventskalender hatte die NiederbreitbacherInnen in der Weihnachtszeit ein Stück näher rücken lassen und alle waren sich einig: Nächstes Jahr soll es dieses Event wieder geben.

Das 20. Türchen öffnete sich zur Waldweihnacht an der Mutter Rosa Kapelle im Fockenbachtal.Foto: privat

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