Friedenswiese in Büchel als neuer Standort des Gorlebener Kreuzes
Ein Appell für nukleare Abrüstung und Nachhaltigkeit
Büchel. In einer Welt, die sich an der Schwelle zweier existenzieller Bedrohungen befindet - der Gefahr eines unbeabsichtigten Atomkriegs und der Klimakrise - war die Menschheit noch nie so nahe am Abgrund. Wissenschaftler wiesen auf diese alarmierende Tatsache hin. Es sei klar, dass in einer friedlichen und nachhaltigen Welt kein Raum für Atomwaffen ist. Daher sei deren Abschaffung eine zentrale Forderung nachhaltiger Entwicklung, wie der Pastoraler Raum Cochem-Zell mitteilte.
Diese Botschaft wurde kürzlich von etwa 40 Klimaaktivisten und Friedensaktivisten demonstriert. Sie veranstalteten einen gemeinsamen „Kreuzweg für die Schöpfung“, der sie vom Braunkohleabbaugebiet in Lützerath über das Ahrtal bis nach Büchel führte, wo 20 US-Atomwaffen gelagert sind. Pax-Christi-Mitglieder begrüßten die Klimapilger bereits am Samstag in Auderath, bevor am Sonntag die letzte Etappe nach Büchel in Angriff genommen wurde.
Vor dem Haupttor des Fliegerhorstes Büchel wurde in einer Mahnwache an die Opfer des ersten Atombombentests am 16. Juli 1945 gedacht. Der 16. Juli ist ein Tag, der tief in die Chronik der Menschheit eingeschrieben ist. An diesem Tag veränderte der erste Atombombentest aller Zeiten die Welt für immer. Seitdem wurden mehr als 2.000 Atomwaffentests durchgeführt, deren Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt erschütternd sind.
Der „Kreuzweg für die Schöpfung“ fand seinen Abschluss auf der Friedenswiese, wo das gelbe Kreuz, gespendet vom Gorlebener Gebet, aufgerichtet wurde. Das Kreuz erinnert an die Proteste gegen Atommüll-Endlager und den Widerstand gegen den Braunkohleabbau in Lützerath. Lützerath existiert nicht mehr, aber der Abriss des Ortes hat den Glauben der Aktivisten an ihren Widerstand in keiner Weise erschüttert. „Lützi stellt für uns keine Niederlage dar. Es geht uns nicht ums Siegen, es geht darum, es versucht zu haben“, sagt Conni Senne von der Mahnwache Lützerath.
Das Kreuz hat nun seinen endgültigen Platz auf der Friedenswiese gefunden. Negen Jansen, eine der Initiatorinnen des Kreuzweges, ist stolz und glücklich darüber und ist sich sicher, dass das Kreuz an einem sicheren Ort steht.
Die Klimapilger wurden von Mitgliedern des Internationalen Versöhnungsbundes Regionalgruppe Cochem-Zell begrüßt. Pfarrer Dr. Matthias Engelke bestätigte nach einem gemeinsamen Friedensgebet: „Ich bin bestärkt in dem Glauben, dass das Kreuz Jesu jeden Gewaltglauben durchkreuzt.“
Das Kreuz Christi weist hin auf den ganzen Abgrund menschlicher Gewalttätigkeit, die immer wieder unschuldige Opfer fordert und Menschen leiden lässt. Es zeigt aber auch das Ausmaß von Gottes Gewaltlosigkeit, der mitten in menschlicher Gewalt leidet, um die Erde liebend zu verwandeln.
Pastoralreferentin Veronika Rass wandte sich an die Klimaaktivisten: „Mich hat berührt, euren Schmerz zu spüren, die ihr dieses Kreuz jetzt loslassen müsst. Wir sind als Menschen in unserer Tiefe verbunden in diesem Schmerz, und die ganze Schöpfung leidet. Das Kreuz ist ein Zeichen für die Gewalt, die der Erde angetan wird, für den Tod, den einer erlitt. Ihr tragt diese Last. Es ist gleichzeitig zu spüren, dass ihr getragen seid, denn der die Gewalt, der Tod hat nicht das letzte Wort.“
Auch wenn sich der Schauplatz geändert hat, bleibt das Ziel das gleiche: Der Zerstörung unseres „gemeinsamen Hauses“ entgegenzuwirken und eine Kultur der Achtsamkeit und Friedfertigkeit auf einem gemeinsamen Weg zu pflegen.
Der Kreuzweg, initiiert von der Mahnwache Lützerath und dem Gorlebener Gebet, wurde von einem breiten Bündnis von Klimagerechtigkeitsinitiativen unterstützt, darunter Pax Christi e.V., der Internationale Versöhnungsbund e.V. und die Kampagne Büchel atomwaffenfrei.
Am 6. August um 8 Uhr und am 9. August um 11 Uhr wird auf der Friedenswiese bei Büchel der Opfer der beiden US-Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki gedacht. BA
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