Gründerin der Waldbreitbacher Franziskanerinnen Margaretha Flesch vor zehn Jahren selig gesprochen
Ein Blick auf die Menschen
Weihbischof feierte Pontifikalamt unter dem Motto „Aufgebrochen für das Leben“ auf dem Waldbreitbacher Klosterberg
Waldbreitbach. Vor zehn Jahren hat der damalige Erzbischof von Köln, Joachim Kardinal Meisner, als Delegat des Papstes Benedikt XVI. mit den Waldbreitbacher Franziskanerinnen, Konzelebranten und tausenden Gläubigen die Seligsprechung der Ordensgründerin Mutter Rosa Flesch gefeiert. Nun haben die Schwestern, Weihbischof Jörg Michael Peters und gut 300 Gäste diesem – für das Bistum bislang einmaligen – Tag mit einem Pontifikalamt unter dem Motto „Aufgebrochen für das Leben“ auf dem Waldbreitbacher Klosterberg gedacht. Es sei lohnend, sich an dieses besondere Erlebnis vor einem Jahrzehnt zu erinnern, „aber wir dürfen dabei nicht stehen bleiben, sondern wir sollten einen Auftrag mitnehmen“, betonte Weihbischof Peters.
Mutter Rosa sei ein mystischer Blick geschenkt worden, dieser verstellte ihr aber keineswegs den Blick auf die Menschen. „Sie hat mit wachen Augen gesehen, was in unserer Welt los war und Pflegebedürftigen hingebungsvoll geholfen.“ Dieser Großmut sei durch Jesus geprägt gewesen und Mutter Rosa lies diese Barmherzigkeit beim Dienst am Menschen durchscheinen. Die Goldene Regel laute, einen Perspektivwechsel mit Menschen in prekären Lebenssituationen zu vollziehen, erklärte Peters. „Unter anderem gilt es, seine Feinde zu lieben und gewaltlos zu reagieren, wo einem Gewalt entgegenschlägt.“ Einen Gedanken, wie das funktionieren könne, formulierte der Weihbischof. „Wir müssen uns darin üben, unsere Mitmenschen mit den Augen Gottes anzusehen“, schlug er vor. Dies sei auch der Weg der ersten Generaloberin gewesen. „Glauben Sie nicht auch, dass es für Mutter Rosa die höchste Freude wäre, wenn wir uns auf den Weg dahin machen würden?“, fragte Peters die Frauen und Männer im Forum Antoniuskirche, darunter 40 Verwandte der Ordensstifterin.
Aus ärmlichen Verhältnissen
„Die Kirche hat mit der Seligsprechung anerkannt, dass unsere Gründerin vorbildlich aus dem Glauben gelebt und Christus in besonderer Weise nachgefolgt ist“, erklärte Generaloberin Schwester Edith-Maria Magar. Mutter Rosa wurde als Margaretha Flesch 1826 in Schönstatt bei Vallendar geboren. „Sie wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Bereits in jungen Jahren hat sie mit der Betreuung von Waisenkindern und der Pflege kranker Menschen begonnen“; hieß es in der Petitio, eine Beschreibung des Lebens von Mutter Rosa, die Schwester M. Engeltraud Bergmann, Vize-Postulatorin im Seligsprechungsprozess, 2008 im Trierer Dom verlas. 1856 schlossen sich Mutter Rosa die ersten beiden Gefährtinnen an, mit denen sie ein franziskanisch ausgerichtetes Gemeinschaftsleben pflegte. Die erforderliche kirchliche Zustimmung zur Gründung einer Schwesterngemeinschaft erhielt sie 1863 durch den Bischof von Trier. Schwester M. Engeltraud Bergmann erinnerte während des Gottesdienstes vor zehn Jahren daran, dass Mutter Rosa während ihres Lebens viel Unrecht und Leid erfahren habe: „Durch unlautere Machenschaften und Intrigen wurde sie seit 1878 in der von ihr gegründeten Gemeinschaft an den Rand geschoben und totgeschwiegen.
Pionierin christlicher Nächstenliebe
Ihre Größe zeigte Rosa Flesch vor allem darin, wie sie die 28 Jahre lang währende Zeit der Ausgrenzung ausgehalten hat.“ In einem Dankeswort machte der damalige Diözesanadministrator Robert Brahm deutlich, dass Mutter Rosa „eine Pionierin christlicher Nächstenliebe“ geworden sei. Kardinal Meisner bezeichnete Mutter Rosa damals als „leuchtendes Zeichen für ihre Gemeinschaft und darüber hinaus für die ganze Kirche“.
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HeimatHelden: Saffig: Peter Röttgen und Dieter Sill sind für ihre Mitmenschen im Einsatz
- Rita Butz: Sehr schön verfasster Bericht , sehr zutreffend und diese beiden " Helden " üben eine Vorbildfunktion für unsere Gemeinde aus !! L. G. verbunden mit meiner höchsten Wertschätzung!!
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