Allgemeine Berichte | 11.10.2017, 12:41 Uhr

Energetische Sanierung der Turnhalle Pech

Ein Energieschlucker wird saniert

Die Turnhalle Pech wird zurzeit energetisch saniert. Architekturbüro D. Haas
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Wachtberg-Pech. Die Gemeinde Wachtberg beauftragte im Oktober 2016 das Architekturbüro Dieter Haas aus Troisdorf mit der Planung und Umsetzung einer energetischen Sanierung der Turnhalle in Wachtberg-Pech. Das Projekt wird aufgrund seines signifikanten Beitrags zum Klimaschutz vom Bundesumweltministerium mit einem sechsstelligen Betrag gefördert. Hintergrund der Sanierung waren die hohen energetischen Verbrauchswerte der Turnhalle, die den Mitarbeitern der Gemeinde in den vergangenen Jahren immer wieder aufgefallen waren. Bereits in der frühen Planungsphase stellte sich dann auch heraus, dass mit einer umfassenden energetischen Sanierung des Gebäudes eine außergewöhnlich hohe Energieeinsparung erzielt werden könnte. Tatsächlich konnte von einem beauftragten Ingenieurbüro ein Einsparpotential von mindestens 70 Prozent ermittelt werden. Aufgrund der damit einhergehenden, ebenso deutlichen Reduktion der CO2-Emissionen der Turnhalle war schnell klar, dass das Projekt wesentlich zur Erreichung der Klimaschutzziele der Gemeinde Wachtberg beitragen würde. Schon 2012 hatte Wachtberg in einem gemeinsamen Klimaschutzkonzept mit den anderen fünf Kommunen der Klimaregion Rhein-Voreifel (www.klima-rv.de) entsprechende Ziele definiert.

Um trotz schwieriger Haushaltslage eine energetische Sanierung gewährleisten zu können, mit der die maximal erreichbaren Einsparungen erzielt werden könnten, machte sich die Gemeinde auf die Suche nach Möglichkeiten zur Förderung der Umsetzung ihres ehrgeizigen Projekts. Mit der Kommunalrichtlinie konnte bald eine passende Förderkulisse gefunden werden. Die Kommunalrichtlinie ist Bestandteil der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums.

Da die energetische Sanierung der Turnhalle Pech den hohen Ansprüchen gerecht wird, die das Bundesumweltministerium an förderfähige Klimaschutzprojekte stellt, wird das Projekt nun als ausgewählte Maßnahme mit regionalem Modellcharakter im Rahmen des interkommunalen Klimaschutzmanagements bezuschusst. Zur Umsetzung stellt das Ministerium einmalig Fördergelder in sechsstelliger Höhe bereit.

Um das vorausgesetzte Ziel dieses Klimaschutzprojektes, den CO2-Ausstoß mindestens um 70 Prozent zu mindern, zu erreichen, werden die Dachflächen mit 20 cm und die Fassaden mit 18 cm Wärmedämmung versehen. Außerdem werden alle Außenfenster und -türen durch neue Alu-Fenster beziehungsweise Alu-Türen mit Drei-fach-Verglasung ersetzt. Ebenfalls müssen die Glasbausteinwände in der Halle durch Ziegelmauerwerk und ein Wärmedämmverbund-System (WDVS) ersetzt werden. Damit auch die Bodenplatte der Halle gedämmt werden kann, wird der 50 Jahre alte Sportboden der Halle abgebrochen und durch einen neuen Sportboden mit einer komfortablen Schwingbodenheizung (Fußbodenheizung + 8 cm Dämmung) ersetzt. Die Verlegung des neuen Linoleumbelages der Halle wird in Abstimmung mit der Schulleitung der Grundschule Pech und dem heimischen Tischtennisverein FC Pech im Farbton „Karminrot“ erfolgen. Die alte Luftheizung, welche zum enormen Energieverbrauch beitrug, wird zurückgebaut und durch eine Solarthermie-Anlage ersetzt. Dieses System nutzt Solarkollektoren auf dem Dach zur Erwärmung des Warmwassers und der Schwingbodenheizung.

Eine weitere Maßnahme ist die Erneuerung der Innen- und Hallenbeleuchtung mittels LED-Technik. Diese wird vom Bundesumweltministerium ebenfalls im Rahmen der Kommunalrichtlinie als investive Klimaschutzmaßnahme mit einem fünfstelligen Betrag gefördert. Dabei werden für die Halle und für die Nebenräume neue Deckenleuchten eingebaut. Die geplante LED-Deckenbeleuchtung bewirkt eine bis zu 50 Prozent intensivere Ausleuchtung der Räumlichkeiten. Zusätzlich zur geförderten Maßnahme wird an der Fassade der Turnhalle die Außenbeleuchtung ergänzt.

Im Zuge beider Fördermaßnahmen sollen auf Initiative der Gemeinde auch die Sanitärräume komplett erneuert werden. Dabei werden neue Duschpaneele eingebaut und pro Waschraum zwei neue Waschtische, jeweils mit Hygieneeinheit, Steckdose und Spiegel. Außerdem werden alle Wand- und Bodenflächen neu gefliest. Der Eingang wird mittels neuer Rampe zudem barrierefrei ausgeführt.

Mit den Bauarbeiten wurde am 2. Mai planmäßig begonnen. Eine Nutzung der Turnhalle ist voraussichtlich bis Ende Dezember nicht möglich. Der Bauzaun wurde so aufgestellt, dass eine Nutzung des auf dem Grundstück befindlichen Kinderspielplatzes auch während der Bauzeit möglich bleibt. Die Dachdecker- und die Rohbauarbeiten wurden bereits abgeschlossen. Derzeit läuft der Innenausbau mit Fliesenarbeiten, Trockenbauarbeiten und Haustechnikinstallationen. Der geplanten Übergabe der Turnhalle an die Nutzer Anfang Januar steht nach Auskunft des Architekten Haas derzeit nichts im Wege. Die Fertigstellung der Außenanlagen ist dann für 2018 geplant.

Pressemitteilung der

Gemeinde Wachtberg

Die Turnhalle so, wie sie bisher aussah.

Die Turnhalle so, wie sie bisher aussah.

Die Turnhalle so wie sie nach der Sanierung aussehen wird (Innenansicht).

Die Turnhalle so wie sie nach der Sanierung aussehen wird (Innenansicht).

Die Turnhalle Pech wird zurzeit energetisch saniert. Architekturbüro D. Haas

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