Rheinbacher Stadtsoldaten luden zum Seniorennachmittag ein
Ein Fest des Frohsinns und der Narretei unterhielt die älteren Mitbürger
Rheinbach. Fast dreihundert Senioren schunkelten in der Stadthalle um die Wette. Eingeladen hatten die Stadtsoldaten Rheinbach unter Führung des stellvertretenden Kommandanten Rainer Thelen und der Mitorganisatorin und zweiten Vorsitzenden Marion Möller.
Bei einem zünftigen Karnevalsprogramm wurden die Gäste mit Kaffee und Kuchen bewirtet. Zum Auftakt des Seniorenkarnevals zogen die Stadtsoldaten mit ihrem Musikzug, dem Kindercorps und der tanzenden Infanterie in die voll besetze Halle ein.
Bürgermeister Stefan Raetz begrüßte die Senioren und bedankte sich bei den Stadtsoldaten für ihr Engagement, einen solchen Nachmittag zu organisieren und aufgrund ihrer Beziehungen auch finanziell auf die Beine stellen zu können – und das nun schon im achten Jahr hintereinander. Diesem Einsatz für die gute Sache gebühre hohe Anerkennung, fügte Raetz hinzu.
Als ein Höhepunkt des karnevalistischen Treibens trat Startrompeter Bruce Kapusta auf. Er verzauberte mit seinen Klängen die Senioren und stieg zur Begeisterung der Gäste sogar auf den Tisch. Ein Urgestein des rheinischen Karnevals, King Size Dick, forderte die Gäste auf, alte kölsche Lieder mitzusingen und sorgte so für eine tolle Karnevalsstimmung-
Dann war es soweit. Kernstadt-Prinzessin Astrid I. zog in Begleitung ihrer Adjutanten in die Halle ein, begleitet von Kinderprinzessin Amira I., die allein kam, da Kinderprinz Emma I. erkrankt war. Mit auf der Bühne waren der Vorsitzende des Brauchtumsvereins Karl Heinz Josten, von der Kreissparkasse Köln Bernd Weber, FDP-Vorsitzende Tamara Vogt nd Kreistagsabgeordneter Oliver Baron. Später gesellte sich Landtagsabgeordneter Oliver Kraus zu der Narrenschar. Im Namen des Brauchtumsvereins übergab Josten einen Geldumschlag an die Stadtsoldaten als Unterstützung für den Senioren-Karneval.
Im jährlichen Wechsel unterstützen auch die Raiffeisenbank Rheinbach und die Kreissparkasse Köln, die dieses Jahr Sponsor war, den Senioren-Karneval. „ Es ist uns ein besonderes Anliegen, auch für die Senioren hier in Rheinbach da zu sein, und wir unterstützen die Stadtsoldaten Rheinbach in diesem Sinne sehr gerne“, freute sich Bernd Weber von der Rheinbacher Sparkassenfiliale und überreichte zusätzlich einen Sparkassen-Orden. Gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Stadtsoldaten Willi Hohn und der zweiten Vorsitzenden Marion Möller konnte vor acht Jahren mit Hilfe einer Anschubfinanzierung der Kreissparkasse Köln der Senioren-Karneval gestartet werden. Dieser Idee schloss sich die Raiffeisenbank Rheinbach spontan an und stellte so eine langfristige Finanzierung sicher. Dazu kamen immer wieder Spenden, und auch die Sternsinger-Aktion im letzten Jahr der drei Bürgermeister floss in das Projekt Seniorennachmittag ein.
Unterstützung leisteten von Anfang an die katholische und die evangelische Kirche Rheinbach, alle Seniorenheime in der Stadt, das Pflegeteam Wendtland, die Malteser und das Rote Kreuz. Auch der RVK richtete eine Sonderfahrt ein. Viele ehrenamtliche Helfer sorgten dafür, dass alle Senioren auch sicher in die Stadthalle und wieder zurückkamen.
Der Brauchtumsverein Rheinbach hat diese Veranstaltung fest in sein Jahresprogramm aufgenommen und war mit 35 Mitgliedern dabei. Auch die AWO und die Altenhilfe Lindenplatz sind jedes Jahr bei den Stadtsoldaten Rheinbach zu Gast.
Heinz Nolden und Heinz Schubert sind jeweils seit mehr als 50 Jahren Mitglieder bei den Stadtsoldaten und feierten natürlich gerne mit.
Sie stehen organisatorisch und finanziell hinter dem beliebten Senioren-Karneval: Bürgermeister Stefan Raetz (2. v. l.) dankte dem zweiten Vorsitzenden Rainer Thelen (v. l.), Karl-Heinz Josten, Mitglied im Brauchtumsverein und Raiffeisenbankdirektor a.D., sowie Bernd Weber von der Kreissparkasse. Fotos: EICH
