Kirchenmusikalische Andacht in Burgbrohl zu Christkönig
Ein Gottesdienst der Extraklasse
Burgbrohl. Damit hatten die Sängerinnen und Sänger der vier veranstaltenden Chöre nicht gerechnet: Bis auf den letzten Platz war die Kirche gefüllt, als die Kirchenchöre aus Burgbrohl und Wassenach, der Kinderchor und der Gospelchor Burgbrohl zu einer Andacht der besonderen Art geladen hatten. Hier spielte nicht das gesprochene, sondern das gesungene Wort die Hauptrolle und zog die Zuhörer in ihren Bann: Lobe den Herrn meine Seele – so lautete das Motto dieses außergewöhnlichen Gottesdienstes zu Christkönig. Und dieses Motto wurde in vielfältiger Weise vertont. Erst ganz klassisch mit Werken von Mozart oder Felix Mendelsohn Bartholdy oder getragen in meditativen Taizé-Gesängen, vortrefflich vorgetragen von den beiden Kirchenchören. Dann voll Jubel und mit Schmiss in modernen Liedern, die die Kinder des Kinderchores Burgbrohl so fröhlich und gekonnt vortrugen, dass es spontanen Applaus gab. Darauffolgend der Gospelchor in seiner ganzen Bandbreite von Bridge over troubled water über Halleluja von Leonard Cohen bis zum Jesus Messiah von Chris Tomlin. Mit strahlenden Stimmen, kräftigen Akzenten, mal dramatisch und mal mit Gänsehauteffekt. Als schließlich die Erwachsenenchöre gemeinsam „Ich bin der Weg“ sangen und danach Kinder-, Gospel- und Kirchenchöre zusammen „10000 Gründe“, Gott zu loben fanden, gab es für die Zuhörer kein Halten mehr. Es folgten lange Standing Ovations. Die Form der kirchenmusikalischen Andacht findet heutzutage in der Kirche viel zu wenig Beachtung. So etwas sollte viel öfter stattfinden, war dann auch die einhellige Meinung nicht nur von Pfarrer Peter Müssenich, der im Namen der Seelsorger ein großes Lob an alle Sängerinnen und Sänger überbrachte. Er lobte auch ganz besonders Harald David Meyer für seine vortreffliche Begleitung am Piano und Peter-Paul Kaldenbach, der nicht nur die Gesamtleitung innehatte, sondern auch viele der moderneren Stücke selbst für die Chöre arrangiert hatte.
Und dass dieser Gottesdienst unter die Haut ging, konnte man allen, sowohl den Darbietenden als auch den Zuhörenden ansehen. Es war für alle wirklich etwas ganz Besonderes.
