Allgemeine Berichte | 10.05.2023

U-Boot U17 tritt seine letzte Reise an

Ein Großtransport mit Herausforderungen

Transport der U17 über die Nordsee.

Transport der U17 über die Nordsee. Foto: Technik Museen Sinsheim Speyer

Lahnstein. Das seit 2010 außer Dienst gestellte U-Boot U17 tritt seine letzte Reise an und macht auf seinem Weg in Richtung Sinsheim auch in Lahnstein Halt. Nach einer langen Dienstzeit beginnt damit ein neues Leben als Museums-U-Boot.

So ein Großtransport birgt Herausforderungen, die es für die Technik Museen Sinsheim und Speyer zu bewerkstelligen gilt. In den vergangenen Monaten wurden viele Pläne für Transportmöglichkeiten und Routen konzipiert und nun ist es endlich soweit: Das U-Boot soll im Mai im Naturhafen Speyer ankommen. Langfristig findet es seinen Platz im Technik Museum Sinsheim, zunächst werden jedoch einige Arbeiten am U-Boot von dem Werkstattteam in Speyer durchgeführt.

Am Sonntag, 14. Mai wird das fast 50 Meter lange und 500 Tonnen schwere Exemplar gegen 18 Uhr in Lahnstein eintreffen. Der Ankerplatz befindet sich bei Rheinkilometer 585 300 – 585 550 auf der Reede in Oberlahnstein am Hafenköppchen. Die Freiwillige Feuerwehr Lahnstein sorgt bis 23 Uhr für ausreichende Beleuchtung, um die Sicherheit der Besucher zu garantieren. Für die Verpflegung der Gäste bietet das Restaurant Rheinkrone an dem Abend einen kleinen Imbiss.

Die U17 war seit 1973 im Einsatz und wurde am 14. Dezember 2010 in Eckernförde ausgemustert. Das Besondere an diesem Exemplar ist, dass es während eines Übungsprogramms als erstes Nachkriegs-U-Boot den Atlantik überquerte. Nach dessen Außerdienststellung lag es elf Jahre im Marinearsenal in Wilhelmshaven, bis es am 1. Juli 2021 das vorletzte Mal in See stach. Das Boot wurde von dort zur Demilitarisierung nach Kiel zur Werft Thyssenkrupp Marine Systems geschleppt.

Pressemitteilung Stadt Lahnstein

Transport der U17 über die Nordsee.

Transport der U17 über die Nordsee. Foto: Technik Museen Sinsheim Speyer

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Kommentare
10.05.202311:41 Uhr
juergen mueller

Eine Geschichte und deren technologische Errungenschaft(en) ehren, die nur Tod, Leid und Elend über die Welt gebracht hat?
Dieses Relikt ist ein Mahnmal und Bedeutung dafür, wozu der Mensch imstande ist und nur daraus sollte man lernen, was nie wieder passieren darf. Der Wert unserer Geschichte misst sich nicht an einer Technologie, die Millionen Tote hervorgebracht hat.
U17 ist ein Mahnmal und sollte in erster Linie daran erinnern, was fehlgeleitete, verblendete junge Menschen mit einer Technologie anrichten konnten, die nur dazu diente, anderen und sich selbst Tod und Verderben zu bringen.
Wer sich über einen Teil unserer Geschichte freuen kann, die uns auf ewig verfolgt, der sollte, bevor er solchen Unsinn schreibt zuerst Nachdenken.

10.05.202309:08 Uhr
Frank8

Ich freue mich, zu hören, dass U-Boot U17 seinen Ruhestand als Museumsstück verbringt. Es ist wichtig, die Geschichte und die Errungenschaften unserer Technologie zu ehren und auszustellen. Dieses U-Boot dient als lebendige Erinnerung an den Mut und die Fähigkeiten unserer Marine und zeigt das technische Know-how, das Deutschland einst zur Weltmacht machte. Es ist eine Sache, aus Büchern zu lernen, aber eine ganz andere, ein solches Stück Geschichte mit eigenen Augen zu sehen. Es kann die jüngere Generation inspirieren und ihnen zeigen, was möglich ist. Ich hoffe, dass U17 viele Besucher anziehen wird und dass wir alle die Bedeutung und den Wert unserer Geschichte und Technologie schätzen lernen.

10.05.202309:07 Uhr
Malte Hofmeister

Das gute alte U-Boot U17 geht also in den wohlverdienten Ruhestand – als Museumsstück. Na, wenn das mal nicht die ultimative Metapher für den Zustand unserer Welt ist. Jahrzehnte hat es gedient, im Schatten unserer Gesellschaft, bereit, Leben zu beenden und Chaos zu säen. Jetzt, nachdem es keine "Nützlichkeit" mehr hat, wird es zu einem hübschen Ausstellungsstück für all diejenigen, die gern auf unsere "großen technischen Errungenschaften" stolz sind. Ach, wie rührend! Vielleicht sollten wir auch ein paar Raketen und Panzer in unseren Parks aufstellen, damit die Kinder darauf klettern und die Erwachsenen sich daran erinnern können, wie "großartig" wir sind. Und das alles, während wir auf der anderen Seite die Ressourcen der Welt verschwenden und uns dann fragen, warum der Planet uns den Rücken kehrt. Wie passend.

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