Allgemeine Berichte | 30.08.2018

Die 2. Runde der Rhein-Wieder Gespräche

Ein Highlight zu Beginn des Schuljahres

(v.li.) Michael Mahlert (erster Kreisbeigeordnete), Christine Aßmann (stellvertretende Schulleiterin Rhein-Wied-Gymnasium), Elmar Theveßen.RWG

Neuwied. Selbst langjährige RWGler hatten die Aula bei einem Vortrag noch nie so voll erlebt wie kürzlich. Unter den über 200 Gästen fanden sich unter anderem der Erste Kreisbeigeordnete Michael Mahlert und der Bürgermeister der Stadt Neuwied, Michael Mang. Kurz nachdem noch zusätzliche Stühle in den Vorraum der Aula gestellt worden waren, eröffneten die beiden Moderatorinnen Victoria Mogwitz und Victoria Over einen Abend, den die stellvertretende Schulleiterin Christine Aßmann später als „ein Highlight des noch jungen Schuljahres“ bezeichnete. Hierzu trug vor allem der Vortrag des stellvertretenden ZDF-Chefredakteurs Elmar Theveßen bei, der diesen mit dem Titel „Das Drehbuch des Terrors - Wie gefährlich sind Europas Islamisten?“ überschrieben hatte.

Etwa 11.000 junge Leute hätten sich dem Dschihad angeschlossen, berichtete Theveßen, der durch seine langjährigen beruflichen Kontakte mit Sicherheitsbehörden als Terrorismusexperte des ZDF gilt. In Deutschland selbst gebe es etwa 1.000 sogenannte Gefährder, die bereit seien, mit Gewalt in den Dschihad zur Verteidigung und Ausbreitung des Islam zu gehen. Dabei spiele eine spezielle Form der Auslegung des Korans eine Rolle, die beispielsweise in Saudi-Arabien als Staatsreligion gilt und auch in Moscheen in Europa, zum Beispiel in Madrid, gepredigt wird. Diese Auslegung leite aus der Schrift das Recht zu Gewalt ab. Gezielt suchten Islamisten sich jedoch Randgruppen für Ihre Vorhaben. „Gib Ihnen Werkzeuge und ein Ziel“, berichtete Theveßen vom „Muslim Gang Book“ des sogenannten „Islamischen Staates“, einem Leitfaden des militanten Islamismus. Nachdem Theveßen Vergleiche zum 1.500 Seiten dicken Pamphlet des norwegischen Massenmörders Anders Breivik dargestellt hatte, folgerte er, dass es Ziel beider Seiten sei zu polarisieren und die Gesellschaft zu spalten. Deshalb fördere die europaweite Entwicklung, dass immer mehr extremistische Gruppierungen in die Parlamente kämen, auch die Ziele der Islamisten. Der Terror sei globaler geworden, auch die Globalisierung habe einen Anteil daran, dass der Terrorismus derzeit wachse. „Letztlich liegt es an uns, den Kampf der Kulturen zu verhindern“, appellierte Theveßen an das Publikum. Es gehe darum, den Menschen Perspektiven zu bieten, diese an Regeln zu binden und nach einem Verstoß zu sanktionieren. Sein Bild des Jahres 2017 ist eines nach dem Terroranschlag von Barcelona vor gut einem Jahr, als 10.000 Menschen gegen den Terror demonstrierten. „Wir sollten uns nicht Bange machen lassen“, so schloss Theveßen seinen Vortrag, dem eine spannende Diskussion folgte, in der neben Rückfragen zum Thema des Vortrags auch die Rolle der Medien kritisch hinterfragt wurde.

Letztlich war es nicht nur der spannende Inhalt des Abends, sondern auch die Art und Weise, wie der ZDF-Journalist gekonnt auf (teils auch populistische) Fragen und Anmerkungen aus dem Publikum präzise antwortete. „Dabei hat er noch nicht einmal ‚ähm‘ gesagt, das war schon beeindruckend“, staunten die Schülerinnen und Schüler. Und so war es nicht nur das spannende Thema des Vortrags, das diesen Abend zu einem Highlight machte.

(v.li.) Michael Mahlert (erster Kreisbeigeordnete), Christine Aßmann (stellvertretende Schulleiterin Rhein-Wied-Gymnasium), Elmar Theveßen.Foto: RWG

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