Die Kappensitzung der KGM Oberfell begeisterte mit einem kunterbunten und pfiffigen Programm
Ein Jahrmarkt voller Närrigkeiten
Am Ende erleuchteten Wunderkerzen die Mosella Halle
Oberfell. Die Karnevalsgesellschaft Moosrebber Oberfell e.V. blickt auf eine lange traditionsreiche Karnevalsgeschichte zurück, die es zu sichern und zu bewahren gilt. Die närrische Tradition, hinter deren Erhalt viel Engagement und Arbeit steckt, soll gepflegt und weiterentwickelt werden. Ihr Ziel war und ist, auch zukünftig das Dorfgeschehen mit zu bestimmen und zu bereichern. Mit der Kappensitzung in der Mosella Halle hat die KGM auch dieses Jahr bewiesen, dass dies gelingt. Es war ein kunterbuntes, pfiffiges Programm, welches unter dem Motto „Jahrmarkt“ stand und für jeden Geschmack etwas bot. Pünktlich um 19.30 Uhr zog der Elferrat in den Saal und nahm auf der Bühne Platz. Der zweite Vorsitzende Julius Schweisthal hatte diesmal das Amt des Sitzungspräsidenten übernommen. Er begrüßte die Narrenschar, bezeichnete sich selbst als Aushilfe und witzelte: „Für Thomas Gottschalk war kein Geld da, keiner wollte den Job, ich hatte ihn direkt!“ Den Gästen gab er – mit dem Hinweis selbst kein Mann der großen Worte zu sein - weise Worte mit auf den Weg: „Ich bin sicher, Respekt und Gegenrespekt sind eine gute Grundlage für jede Sitzung.“ Bei der Vorstellung des Elferrates, hatte er für jedes Mitglied ein paar persönliche Anmerkungen. Dann startete der Jahrmarkt der Närrigkeiten mit den Kleinsten. Vor dreißig Jahren wurden die Garden gegründet, zunächst unter der Regie des Möhnenvereins, seit 2009 unter der Regie der KGM. Drei Garden bereichern den Oberfeller Karneval: die Kleine, die Mittlere und die Große Garde. Sie sind ein wichtiger Bestandteil des Oberfeller Dorfgeschehens, auch über die Fastnacht hinaus. Die Kleine Garde eröffnete das närrische Abendprogramm mit einem flotten Showtanz, einstudiert von Sabine Fischer, Bettina Mieth und Christina Sarow. Zur Belohnung erhielten die zierlichen Tänzerinnen jeweils ein Lebkuchenherz, wie es auf einem Jahrmarkt üblich ist.
Der 14-jährige Jonas Endris überzeugte mit Wortwitz
„Am Arsch vorbei ist auch ein Weg“, drastische Worte aus der Bütt‘ in den Saal geschmettert vom vierzehnjährigen Jonas Endris. Er stammt aus einer karnevalistisch sehr geprägten Familie und kann diese Gene nicht verleugnen. Als erster Büttenredner des abends, hatte er mit seiner tollen Büttenrede schnell die Lacher auf seiner Seite. „Ich bin vierzehn und noch Single“ gab er zum Besten und „Die Pubertät ist fast geschafft, sie hat mich nicht dahin gerafft!“ sowie über sein verlorenes Handy „Vierzehn Jahre Leben sind abrufbar mit nur einer PIN!“ Auch seine Eltern bekamen ihr Fett weg. Sitzungspräsident Julius Schweisthal bezeichnete ihn zu Recht als „Eisbrecher“, der die Narrenschar einstimmte.
Wieder wurde das Tanzbein beziehungsweise die Tanzbeine geschwungen. Die Mittlere Garde begeisterte mit ihrem Auftritt, den sie mit Nadine Forster und Jana Roos einstudiert hatte. Graziös und sehr beweglich wirbelten im Anschluss zwei hübsche Mädels aus Lehmen über die Bühne. Nina Ludwig und Lara Unschuld vom TSV Moselfeuer bewiesen ihr ausgezeichnetes Können beim „Mariechentanz“.
Ein Vortrag zum Thema „Zoobesuch“
Wieder wurde die Bütt‘ auf die Bühne geholt, und wieder nahm darin ein junges Nachwuchstalent Stellung. Der Vortrag von Jonas Mieth trug die Überschrift „Der Zoobesuch“ und ließ die Gäste am Stress eines Vaters teilhaben, der sich mit seinen Kindern dorthin aufgemacht hatte: „Papa, ich will……….!“ Detailliert und humorvoll zeigte Jonas Erlebnisse – wohl aus eigener Erfahrung – im Tierpark auf.
Besuch aus Löf kündigte sich an, „Black & White“ betraten den Saal. Auf der Bühne präsentierten sie ihren Showtanz „Zirkus Monte Carlo“. Begeisterung machte sich breit und ein tosender Applaus folgte. Bevor die Große Garde ihren Auftritt hatte, unterhielten zwei weibliche Paare das Publikum mit Zwiegesprächen. Ute und Eva Christ waren zwei Sportlerinnen und „dat Settche unn dat Grittche“ zwei Tratschtanten.
Katharina Honsdorf und Antonia Jahn sind die Verantwortlichen für die Performance der Großen Garde, die für ihre Darbietung mit einem großen Applaus die Anerkennung für ihren Auftritt bekam. Mit einem Blumenstrauß bedankte sich Sitzungspräsident Julius Schweisthal bei der Löfer Obermöhn Anita I. für deren Besuch. Der Mosella Tanzverein aus Kobern-Gondorf wirbelte als „Römische Gladiatoren“ über die Bühne und begeisterte gleichermaßen Elferrat und Narrenschar. Eine kurze Schunkelrunde unterbrach das Programm, das mit dem Sketch „Im Kino“ – moderiert von Jürgen Sabel – wieder startete. Dann rockten die „Hot Pänz“ aus Dieblich den Saal und präsentierten Afrikanisches.
Bevor beim Finale sich alle Aktiven auf der Bühne versammelten, überraschte zum Abschluss die „Gurkentruppe“ der KGM mit ihrem klasse Tanz „Zirkus“ die Jecken. Am Ende erleuchteten Wunderkerzen in vielen närrischen Händen die Mosella Halle, damit endete die Kappensitzung. Anschließend nahm so mancher Gast zum Ausklang eines tollen Abends den Weg nach Hause über die Sektbar.
EP
Zwei hübsche Mädchen aus Lehmen, Nina Ludwig und Lara Unschuld, bewiesen ihr ausgezeichnetes Können beim „Mariechentanz“.
Beim Showtanz der Löfer Tanzgruppe „Black & White“ machte sich Begeisterung breit und tosender Applaus folgte.
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