Allgemeine Berichte | 19.01.2016

Gymnasium im Kannenbäckerland Höhr-Grenzhausen

Ein Konzept macht Schule

Alle halbe Stunde begrüßte Schulleiter Nino Breitbach die Eltern zu seinem Vortrag.TK

Höhr-Grenzhausen. Das Gymnasium im Kannenbäckerland hatte am Samstag zum Tag der offenen Tür eingeladen. Ab 9 Uhr hatten Mütter und Väter die Gelegenheit, das Konzept der Schule kennenzulernen. Alle halbe Stunde begrüßte Schulleiter Nino Breitbach die versammelten Eltern zu seinem Vortrag, an den sich eine Führung durch das Schulgebäude anschloss. Bereits am Anfang stellte er das Ziel vor, die Schüler zur Selbstständigkeit und Eigenverantwortung zu erziehen. Dies sei auch der Zweck des G8GTS-Systems, das sich auch von anderen G8-Schulen unterscheide. „Wir hatten die Chance, Schule grundsätzlich neu zu gestalten“, erklärte Breitbach.

Die Lehrpläne wurden reduziert, die pädagogische Freiheit ausgeweitet, Hausaufgaben wurden abgeschafft. Stattdessen gibt es freie Lernzeiten, deren Dauer von den Klassenstufen abhängt.

Auffallend sind auch die Unterrichtsarten und Angebote: Es gibt Arbeitsgruppen, Basiskurse zur Wiederholung, Neigungsgruppen, Projektunterricht und Wahlpflichtfächer. Ab nächster Woche haben aufgenommene Flüchtlinge sogar die Möglichkeit, an speziellen Deutsch-Kursen teilzunehmen.

Einen tieferen Einblick in den Unterricht bekamen die Kinder an diesem Tag jedoch nicht, um „Showunterricht“ zu vermeiden. Stattdessen können sie an ausgewählten Tagen zum Schnuppern kommen. Am Samstag dagegen wurden die Kinder von Schülern der Orientierungsstufe herumgeführt, um Experimente zu machen oder die Computer zu erkunden.

Auch die Eltern warfen bei der weiteren Führung einen Blick in den Computerraum. Vorbei an der Bibliothek, AG-Räumen und Klassenzimmern endete die Führung schließlich in der Mensa, wo es reichlich Gelegenheit gab, Fragen beantwortet zu bekommen.

Neben zahlreichen Tischen waren noch viele dekorierte Stände aufgebaut. Vorgestellt wurden hier die Wahlpflichtfächer, aber auch bisher unerwähnte Themen wie der USA-Austausch der Oberstufe. Spätestens hier wird deutlich, dass der Nachmittagsunterricht bis 16 Uhr keine Nachmittagsbetreuung ist. Anforderungen an die Eltern gibt es nicht. Aber, so Breitbach, er freue sich über ehrliche Rückmeldungen.

Alle halbe Stunde begrüßte Schulleiter Nino Breitbach die Eltern zu seinem Vortrag.Foto: TK

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