Allgemeine Berichte | 19.10.2021

Am Aussichtspunkt „Alte Ley“ in den Weinbergen bei Walporzheim leuchtet eine übergroße Kerze

Ein Licht der Hoffnung

Der Initiator der Kerze der Hoffnung Dirk Baum und die Lektorin des Gottesdienstes Andrea Wittkopf.Foto: privat

Walporzheim. Am Aussichtspunkt „Alte Ley“ in den Weinbergen bei Walporzheim leuchtet jetzt eine übergroße Kerze, von weit her sichtbar als Zeichen der Hoffnung für Walporzheim und das Tal.

Die furchtbare Flutkatastrophe, die sich am 14. und 15. Juli ereignete, hat auch in Walporzheim Spuren der Verwüstung gebracht. Häuser und Wohnungen wurden zerstört. Aber auch Menschen mussten in den Fluten ihr Leben lassen. Aber dann kamen Helfer aus ganz Deutschland, Landwirte mit ihren Traktoren, THW, Feuerwehr, Polizei, Rotes Kreuz, Bundeswehr, Johanniter, Malteser und Privatleute, Frauen und Männer, die mit anpackten und Hand in Hand zusammen arbeiteten. Dafür opferten sie ihre Freizeit und ihren Urlaub. Schlamm wurde beseitigt und Schuttberge wurden nach und nach weggeschafft. Viele Menschen haben jetzt wieder Hoffnung. Sie wollen ihre Heimat wieder aufbauen und hier weiterleben. Einer von den vielen Helfern war Dirk Baum, der immer wieder ins Ahrtal kam und mit Hand anlegte. Nach und nach reifte bei ihm die Idee dem Tal und Walporzheim ein äusseres Zeichen der Hoffnung zu geben.

Er überlegte, mit der Familie und Freunden eine übergroße Kerze zu bauen, die symbolisch für das Zeichen der Hoffnung stehen soll. Die Idee setzten sie in die Tat um.

Seit letzter Woche leuchtet die Kerze aus den Weinbergen ins Tal und ist ab der Dämmerung schon von weitem sichtbar.

Die Kerze steht für:

Die Hoffnung, dass es weiter geht. Die Hoffnung, dass es wieder wird.

Die Hoffnung, dass wir alle zusammen stehen und -halten.

In einer Andacht auf dem Dorfplatz hinter dem Versorgungszelt wurde die Kerze symbolisch gesegnet. Zu der Andacht, vom Freundeskreis der Kapelle St. Josef organisiert, konnte Andrea Wittkopf als Lektorin viele Einheimische, aber auch Helfer begrüßen. Dirk Baum berichtete, wie es zu der Kerze gekommen ist. Die Kerze soll nach seinem Wunsch alle Betroffenen daran erinnern, dass sie nicht alleine sind, aber auch als Dank an die Helferinnen und Helfer. Im Gottesdienst wurden Lieder mit dem Thema Licht gesungen, unterstützt von der Schola des Kapellenvereins. Zur Segnung hatten sich oben im Weinberg an der Kerze Abordnungen der Hilfsorganisationen und einige Helfer versammelt, die nach der Segnung mit Fackeln zu Tale zogen. Zur Segnung erhielten alle Gottedienstbesucher eine brennende Kerze, die sie mit nach Hause nehmen durften. Der Gottesdienst endete mit dem Schlusslied „Von guten Mächten wunderbar geborgen“.

Danach kam der Fackelzug mit den Abordnungen der Hilfsorganisationen auf dem Dorfplatz an und wurde mit großem Beifall gegrüßt.

Das Licht für Walporzheim soll aber nicht das einzige im Tal bleiben. Dirk Baum würde sich freuen, wenn bald in jedem betroffenen Ort an der Ahr ein solches Licht der Hoffnung leuchtet.

Der Initiator der Kerze der Hoffnung Dirk Baum und die Lektorin des Gottesdienstes Andrea Wittkopf.Foto: privat

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