Schaubrauen in Dausenau
Ein Märzen im April
Dausenau. Auch wenn die fünf Dausenauer Brauer für ihr traditionelles Vorgehen in Sachen Brau(ch)tum bekannt sind, so wird dieses mal ein ganz klein wenig mit der Tradition gebrochen. Grund: Am 21. April wird ein Märzen gebraut und das mitten im April!
Denn eigentlich wurde in der bayerischen Brauordnung im 16. Jahrhundert festgelegt, dass nur zwischen Michaeli, dem Tag des Hl. Michaels (29. September) und Georgi, dem Tag des Hl. Georgs (23. April) gebraut werden durfte, um so der Brandgefahr entgegenzuwirken, die beim Biersieden in den Sommermonaten oftmals entstand. Hinzu kommt, dass die Herstellung untergäriger Biere kühlere Temperaturen verlangt.
Um nicht bis zur nächsten Brausaison auf dem Trockenen zu sitzen, braute man im März ein besonders haltbares Bier, welches einen höheren Alkoholgehalt aufwies. Dieses Bier wurde den Sommer über in Eiskellern gelagert und zum Oktoberfest wieder ausgeschenkt.
Da die Duzenower Brauerei sich aber nicht in Bayern befindet, wir das Jahr 2018 schreiben und sich der 21. April noch vor dem Tag des heiligen Georgs befindet, hat man sich dafür entschieden die letzte Chance zu nutzen um ein untergäriges Bier herzustellen.
Dafür wurde eigens an einem Rezept in Anlehnung an ein solches Märzen gefeilt.
Keine Angst: Sicherlich wird man noch vor Oktober einen Schluck dieser Spezialität verköstigen dürfen.
