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Stefan Stürmer macht Karriere auf den Partys im In- und Ausland

Ein Meckenheimer rockt Mallorca

30.07.2019 - 08:26

Meckenheim. Stefan Stürmer ist bereit. Das Mikrofon ist an, sein blaues Fußball-Trikot mit der Spielernummer Neun sitzt perfekt. Trotz der Sommerhitze auf Mallorca ist sein Outfit frisch und die Laune des Partymachers und Sängers auf Hochniveau. Stimmung machen - das ist sein Job und seinen Beruf liebt der 42-jährige. Vor der Bühne des „Bierbrunnens“ in Cala Rajada tobt die Menge und die wollen seine Hits wie „Bambule“ oder „Malle ist die geilste Galaxie“ hören. Stürmer weiß eines genau: Seine gute Laune bleibt, das frische Trikot nicht. Denn auf der Bühne ist das angesagt, was die Fans von Ballermann-Hits eine „richtige Eskalation“ nennen: Party pur mit jeder Menge spanischem Bier und davon schwappt auch immer eine ordentliche Portion auf die Bühne. Stürmer stört das nicht, im Gegenteil. „Party machen“ ist seine Leidenschaft und der Entertainer hat sich in der Szene bereits einen großen Namen erarbeitet. Seine Songs werden auf Youtube millionenfach geklickt und laufen in riesigen Party-Arenen und auch beim Junggesellenfest im Dorf nebenan.

Doch Stürmer hat im wahren Leben und abseits von Sangria und Schinkenstraße noch eine andere Seite. Er arbeitet im Büro seiner eigenen Firma in Meckenheim, ist verheiratet und Familienvater. Ganz gediegen also? Der Meckenheimer bestätigt das. „Tagsüber habe ich im Büro den „Kommunionsanzug“ an, abends lasse ich mich mit Bier bespritzen“, lacht Stürmer, der in Wormersdorf bei Rheinbach aufgewachsen ist.


Per Zufall zum Party-Star


Dass das jedoch so kommt, hätte er wahrscheinlich vor zehn Jahren nicht gedacht. Stürmer ist gelernter Kaufmann für Bürokommunikation. Und seine Karriere als Partymacher begann eher durch Zufall. Auf einer Geburtstagsfete eines Freundes lernte er einen bekannten Musikproduzenten aus dem Raum Bonn kennen. Der erkannte Stürmers Talent als Stimmungstalent und so beschloss man, die Figur „Stefan Stürmer“ zu vermarkten. Das Wort „Figur“ ist hier angebracht: „Stefan Stürmer“ ist kein bürgerlicher Name und der Nachname „Stürmer „geht vielmehr auf eine relativ erfolgreiche Fußball-Karriere in der Regionalliga zurück. Dort war der Meckenheimer eben auf der Position im Sturm aktiv und daher rührt auch das Fußball-Outfit auf der Bühne.

Das wegweisende Treffen auf der Geburtstagsparty ist nun sieben Jahre her und seit dem rockt Stefan Stürmer Bühnen in Deutschland, auf Mallorca und in Bulgarien. Eben dort, wo die Party ist. Und die fällt auch mal richtig groß aus: Bei der Fußball-WM im Jahre 2016 trat er auf der Fan-Meile in Berlin auf. 300.000 Menschen jubelten ihm zu und das hat bei Stürmer einen bleibenden Eindruck hinterlassen. „Das war unfassbar geil“, blickt er zurück.


Stimmung machen als Berufung


Stefan Stürmer liebt seinen Beruf. „Die Stimmung, die Leute, die Kommunikation mit den Menschen vor der Bühne – das ist einfach mein Ding“, fasst er zusammen. Dass die Zunft des „Ballermann-Sängers“ oft in den Medien im Verruf steht, ist auch Stefan Stürmer durchaus bewusst. Alkohol, Sex und Drogen sind oft Thema. „Manche Kollegen machen Party bis zum Umfallen“, weiß er. Und dies im wahrsten Sinne. „Schwarze Schafe gibt es überall, auch in unserer Szene“, so Stürmer. Grundsätzlich gäbe es Neid und Missgunst, das gelte jedoch nicht für jeden seiner Kollegen. Im Gegenteil: Sein Party-Kollegen Ina Colada, Anna Maria Zimmermann oder „Marry“ nennt er beispielhaft für ein hervorragendes Miteinander auf und neben der Bühne.

Das „Partymachen als Lebensstil“ lehnt Stürmer jedoch ab. Nach einer ausgiebigen Show auf der Bühne gibt’s statt Kater höchstens Muskelkater. „Man wird eben nicht jünger“, lacht er. Und auch Die Party abseits von der Bühne ist nicht unbedingt sein Ding. „Klar, man trinkt mit den Fans nach dem Auftritt auch mal ein, zwei Bier“, gibt er zu. „Aber das haben die Clubbesitzer nicht gebucht, die holen mich als Stimmungsmacher“, fügt Stürmer hinzu. Dennoch: Wenn sich Stürmer nach der Show unter das Volk mischt, kommt das bei den Fans richtig gut an. Diese Nähe und Bodenständigkeit sei ihm besonders wichtig. Nicht umsonst trägt ein Stürmer-Hit den Titel „Scheiß´ auf Schickimicki.“ Auch sexuelle Themen kommen in seinen Songs nicht vor, das überlasse er anderen. Stattdessen möchte er in seinen Stücken lockere Geschichten erzählen.


Familie und Heimat als wichtiger Punkt


Stefan Stürmer ist nicht nur auf den Bühnen von „Malle“ oder „Bulle“ zu sehen. Auch in der Region präsentiert er seine Songs. Gerne steht er auch bei Festen von Junggesellenvereinen auf der Bühne. Alles jedoch wohl dosiert: Denn wenn der „Stürmer“ in jedem Dorf zu sehen ist, wird es zum Standard und es kommt bald niemand mehr. Damit sei auch den Veranstaltern nicht geholfen, erläutert Stefan Stürmer. Wirklich viel Freizeit hat Stefan Stürmer übrigens nie. Wenn nicht Büro dann Bühne. Das stört ihn jedoch nicht. Und seine Familie ist immer dabei. Denn wenn der „Stürmer“ eine Show hat, ist auch immer seine Frau dabei. Das ist für ihn auch wichtig: „Das Verständnis der Familie gibt unglaublich viel Halt“, sagt der Partymacher.

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Kommentare
juergen mueller:
Herr Schupp,wie kommen Sie darauf,dass man gerade Sie in einen direkten Vergleich mit den "Dosen-Politikern" gestellt habe?Seien Sie doch einfach nur froh,dass Ihr Konterfei nicht auf einer Dose war.Das hätte die Berechtigung zu einer Anzeige sein können.Meine Oma hat immer gesagt:"Getroffene Hunde bellen".Ich an Ihrer Stelle hätte mir nicht entgehen lassen,den ersten Ball zu werfen - nicht auf den Mann mit dem Schnorres,denn der ist ja tot. Machen sie doch lieber ernsthafte Politik,als diese anderen zu empfehlen und schauen sich einmal "Verstehen Sie Spaß" an.
Antje Schulz:
Der Kommentar von K. Schmidt muß richtig gestellt werden. Die AfD hatte bei der Kreistagswahl nicht rund 350.000 Wähler, sondern rund 350.000 Stimmen. Jeder Wähler konnte bei Kreistagswahl bis zu 50 Stimmen vergeben. Im Bundesdurchschnitt liegt die AfD momentan bei etwa 13 Prozent. Da sind 7,4 Prozent für die AfD bei der Kreistagswahl Mayen-Koblenz nunmal weiter unter Schnitt. Das heißt, daß die Wähler im Landkreis Mayen-Koblenz mit der Arbeit der AfD nicht besonders zufrieden sind, jedenfalls weit weniger als im Bundesdurchschnitt. Und das liegt auch an der schlechten Arbeit von Uwe Junge.
K. Schmidt:
Das Argument, alle Wahlen in der Konstitution sind vorher abgesprochen, soll deshalb nicht ziehen, weil auch die meisten anderen Beschlüsse vorher abgesprochen und somit nur noch abzunicken sind? Und Junge soll man einfach nicht ernst zunehmen? Als Vorsitzender der drittstärksten Landtagsfraktion? Leute, genau so hält man dieses politische Krankheitssymptom am Leben, genau so wird man die Afd nicht wieder los. Bekämpft sie doch endlich mit vernünftiger Politik, nicht mit solch dilettantischen Quengeleien. Selbst die 350.000 Wähler bei der Kreistagswahl hat die AfD sich nicht selbst gewonnen, sondern die haben die anderen Parteien verloren. Warum versucht denn keiner, die zurück zu gewinnen? Das lässt sich so auf alle Ebenen übertragen. Man kann es nicht verstehen.
Antje Schulz:
Uwe Junge ist kein ernst zu nehmender Politiker.
Uwe Klasen:
Dazu zwei Zitate: "Die Freiheit des Einzelnen endet dort, wo die Freiheit des Anderen beginnt." Immanuel Kant (1724-1804) ----- "Die Freiheit besteht darin, daß man alles das tun kann, was einem anderen nicht schadet." Matthias Claudius (1740-1815)
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