Allgemeine Berichte | 18.06.2019

Remagens Innenstadt verwandelte sich in eine große Galerie

Ein Mekka für Kunstbegeisterte

Mehr als 200 Aussteller aus dem Bereich Kunst und Kunsthandwerk präsentierten sich beim Lebenskunstmarkt

Nomen est Omen: Selbstverständlich war auch die Kunstwerkstatt ein gern besuchter Ausstellungsort. Fotos: AB

Remagen. „Wir konnten das Niveau noch einmal steigern. Auch für Berufskünstler wird der Lebenskunstmarkt in Remagen immer interessanter. In der Zeltgalerie hinter dem Rathaus wurde auch sehr gut verkauft“, freute sich am Montag Wirtschaftsförderer Marc Bors in Bezug auf die weit mehr als 200 Künstler und Kunsthandwerker, die die 17. Auflage des Marktes bereicherten. Zehntausende Menschen tummelten sich in der Remagener Altstadt und Fußgängerzone. Ob entlang der B 9 oder in den Straßen im Remagener Süden, kaum mehr gab es einen Parkplatz zu ergattern, und auch die Shuttlebusse, die ständig pendelten, waren voll mit Menschen. Menschen, die ein Mekka der Kunst sehen und erleben wollten. Schön war, dass es trotz des Gedränges möglich war, die Stände voller Kunst und Kunsthandwerk zu bewundern und zu genießen.

Die Künstler und Kunsthandwerker sowie die einheimischen Künstler in den Galerien verwandelten die Remagener Innenstadt in eine einzige große Kunstgalerie. Auch dieses Jahr hatten die Organisatoren, die Stadt Remagen mit Wirtschaftsförderer Marc Bors und Marktmeister Günter Balas, die Werbegemeinschaft „Remagen mag ich“ um die Vorsitzende Petra Pellenz sowie Kreartive Konzepte mit Volker Thehos wieder großes Augenmerk auf ein qualitativ hochwertiges Angebot gelegt: Kunst vom Feinsten präsentiert in einer lockeren Urlaubsatmosphäre. Sehr gut an kam wieder die Zeltgalerie auf dem Parkplatz im Historischen Dreieck zwischen Rathaus und Pfarrkirche an der Römermauer. Die Zahl der Zelte war schon vor drei Jahren auf 20 erhöht worden, um noch mehr Künstlern die Möglichkeit zu geben, ihre Werke zu präsentieren. „Und für nächstes Jahr haben wir bereits jetzt Anfragen für Reservierungen“, so Bors.

Kinder konnten ihre Kreativität erproben

Für Kinder gab es rund um das Rathaus die Möglichkeit, selbst künstlerisch aktiv zu werden, ob bei den Kunstpädagogen des Arp-Museums oder beim Jugendbahnhof. Selbst Modellieren unter Anleitung eines Künstlers war möglich.

Auch in der direkt angrenzenden Kulturwerkstatt im Alten Jugendheim hatten Künstlerihre Werke im großen Saal ausgestellt, ebenso wie in der dortigen Galerie. In großer Zahl waren auch die Remagener Künstler in ihren Galerien oder anderen Räumlichkeiten mit von der Partie.

Rege Beteiligung heimischer Galerien und Künstler

Bei einer so hohen Beteiligung präsentierte sich Remagen wie eine riesige Kunstausstellung. Wohin das Auge blickte, war Kunst oder Kunsthandwerk zu sehen. Während die Künstler ihre Werke überwiegend in der Kirchstraße sowie in Gemeinschaftsausstellungen unter anderem in der Villa Heros hinter dem Rathaus, in der Kulturwerkstatt, im katholischen Pfarrzentrum, in der Galerie Rosemarie Bassi, in der Galerie Artspace K2, auf dem Parkplatz hinter dem Rathaus sowie in der Kirchstraße vor den Toren der Pfarrkirche St. Peter und Paul und weiteren Räumen mehr präsentieren, hatten die Kunsthandwerker in der Bachstraße, der Marktstraße und im Anschluss an den Markt der Provence in der Josefstraße bis über den kompletten Parkplatz an der Grabenstraße ihre Stände. Die Bandbreite von Kunst und Kunsthandwerk präsentierte sich erneut enorm groß, und so manchem Künstler konnten die Festgäste beim kreativen Schaffen über die Schulter blicken. Ob Öl- oder Aquarellmalerei, ob Skulpturen oder Wandmalerei, ob Photografik oder Acrylmalerei, ob Scherenschnitt aus Fotografien, ob Glas- oder Lichtobjekte oder Schmuckdesign, ob Installationen oder Keramik, ob Zeichnungen oder Patchwork, ob Collagen oder Aktmalerei, die Kunstfreunde waren einfach nur begeistert, von der Vielfalt künstlerischen Schaffens. Enorm präsentierte sich auch bei der 17. Auflage des Lebenskunstmarktes für die tausenden Gäste die Auswahl an Kunsthandwerk: ob hochwertiges Schmuckdesign in großer Vielfalt, orientalisches Tiffany-Glas, handgeschnitzte Figuren oder Gebrauchsgegenstände, Gefilztes als Kleidung oder auch als Dekoration, Hüte, Floristik, Holzspielzeug, Möbel- und Wohnaccessoires, Leinenkleider, Tunikas, Antiquitäten, Liköre und Brände, Holzdrechselarbeiten, Kissen, graviertes und veredeltes Hohlglas, hochwertige Lederbekleidung oder Taschen, Patchwork, Stickerei, Kugelschreiber aus unterschiedlichem Holz geschnitzt, Modedesign, handgenähte Taschen, Keramiken vieler Stilrichtungen und vieles mehr, die Bandbreite des Kunsthandwerks war einfach nur begeisternd.

So kamen Zehntausende Kunstinteressierte wieder voll auf ihre Kosten. Deutlich zeigte sich auch wieder, dass das Publikum ein anderes ist als beispielsweise beim Jakobsmarkt, der ebenfalls meist hervorragend besucht ist. Zum Lebenskunstmarkt kommen die Menschen aus nah und fern wegen der Vielfalt von Kunst und Kunsthandwerk sowie aufgrund des mediterranen Flairs.

AB

Groß war auch die Vielfalt des angebotenen Kunsthandwerks.

Groß war auch die Vielfalt des angebotenen Kunsthandwerks.

Nomen est Omen: Selbstverständlich war auch die Kunstwerkstatt ein gern besuchter Ausstellungsort. Fotos: AB

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