Projektpräsentationsnachmittag am Städtischen Gymnasiums Rheinbach
Ein Mord, lebendige Schatten-spielfiguren und ein Knatterboot
Den ersten Platz belegte das Projekt „Eichhörnchen“
Rheinbach. Beinahe fühlbare Spannung lag in der Luft des Musikraums des Städtischen Gymnasiums Rheinbach als Detektiv Jack Abercrombie (gesprochen von Axel Ruberg) den Mörder von Lillian McLean überführte, dem er so lange auf der Spur gewesen war. Und es war nicht der Gärtner Joe Duncan (gesprochen von Thore Stuck), sondern ihr leiblicher Onkel Lord Mc Lean.
Die Rede ist von dem Hörspiel „Ein mysteriöser Mord im Schloss“, das junge Siebtklässler in ihrem sechsmonatigen Projekt bei Musiklehrerin Irene Pfeifer in akribischer Detailarbeit selbst geschrieben, mit Musik und Hintergrundgeräuschen unterlegt und aufgenommen hatten. Am Projektpräsentationsnachmittag der Schule erlebte das Stück seine Uraufführung. Der Lohn, großer Applaus des Publikums, bestehend aus Mitschülern, Eltern sowie Lehrkräften, zeigte, wie begeistert alle von der Leistung der Lernenden waren.
Faszinierende Schattenspiele
Nicht minder aufgeregt fieberten elf Schüler/innen im Filmraum ihrem Auftritt beim Schattenspiel entgegen. Sie hatten im ersten Schulhalbjahr in Anlehnung an türkische Schattenspielfiguren eigene Figuren unter Anleitung von Kunstlehrerin Elke Viltz hergestellt. Hierzu nutzten sie Tonkarton, der geölt wurde und so die Grundlage für die künstlerisch gestalteten Figuren bildete, die zudem mit zartbunten Glasmalfarben ihre natürliche Ausstrahlung erhielten. In kurzen Szenen wurden die Figuren hinter der angestrahlten Leinwand lebendig, unterhielten sich angeregt, zauberten und erlegten sogar einen Drachen. Die Perfektion der Figuren und ihr Spiel zogen die Zuschauer, die das Schauspiel von der ersten bis zur letzten Minute genossen, in ihren Bann.
Umfangreiches Material zum Eichhörnchen
Der ganz freien Forschungsarbeit hatten sich weitere zehn Schüler der Jahrgangsstufe 7 gewidmet. Besonders überzeugte die Jury, die am Ende des Nachmittages die besten Forschungsprojekte prämierte, das Projekt „Eichhörnchen“ von Felice Karges und Nadine Huth. Beide verfügen über ein besonders großes Wissen über die kleinen putzig anzusehenden Tiere und haben dieses in Plakaten, kleinen selbst hergestellten Informationsbüchern und zusätzlich erstelltem Anschauungsmaterial für ihr Publikum aufbereitet. Ihre Arbeit und Mühe brachte ihnen den wohlverdienten ersten Platz ein.
Wie funktioniert ein Knatterboot?
Simon Pade und Jonathan Bart hatten sich die Frage gestellt: „Wie funktioniert ein Knatterboot?“ In Wort und Bild erläuterten beide fachmännisch den technischen Antrieb des Bootes. Spätestens als das selbst gebaute Knatterboot dann in einer Zinkwanne tatsächlich knatternd seine Runden auf dem Wasser drehte, war ihnen der zweite Platz bei der Prämierung sicher.
Aufwendige Daumenkinos
Den dritten Platz erreichte schließlich Lea Keller mit ihrer Arbeit „Animation“. Besonders gefiel der Jury das „Daumenkino“, das Lea in stundenlanger Arbeit in mehrfachen Ausführungen angefertigt hatte. Sie und die anderen Schüler durften sich jeweils ein Jugendbuch aussuchen, die die Buchhandlung Kayser bereits in langjähriger Tradition für die Gewinner des Projektpräsentationstages spendet.
