Allgemeine Berichte | 16.10.2019

Ehrenamtstag in Niederfell blickte in die Pfarrei der Zukunft

„Ein Umbruch muss kein Abbruch sein“

Das Dekanat Maifeld-Untermosel hat sich bei den vielen ehrenamtlich engagierten Menschen bedankt

Sigrid Becker, Katharina Berger und die Gemeindereferentin Andrea Ulrich (von links) schauen sich eine Infotafel an.Foto: Julia Fröder

Niederfell. Der Oktober ist in den christlichen Kirchen ein klassischer Zeitpunkt, um „Danke“ zu sagen. Das Dekanat Maifeld-Untermosel hat den Anlass genutzt, um sich bei den vielen ehrenamtlich engagierten Menschen für ihre unermüdliche Arbeit zu bedanken. Fast 200 Menschen sind der Einladung ins Kloster Kühr gefolgt – um zu erfahren, wie sie sich in der Pfarrei der Zukunft (PdZ) Ochtendung einbringen können.

Einen Eindruck dazu vermittelte neben den informativen Stellwänden Dr. Carola Fleck mit ihrer Festrede „Rundumblick mit Liebe zum Detail – zum Engagement in der Pfarrei der Zukunft“. Sie ist unter anderem Referentin für kirchliche Räte im Bischöflichen Generalvikariat. „Ehrenamtliche vor Ort finden die richtigen Wege und Personen. Sie wissen genau, wen sie ansprechen müssen, um Ziele zu erreichen“, beschreibt Fleck die Situation in dem Engagement-starken Bistum Trier mit rund 80.000 Ehrenamtlichen.

Ein Ziel der Synodenumsetzung ist, dass ehrenamtliche Gruppen in der neuen Pfarrei die Fahrtrichtung mitbestimmen. Dies kann in „Orten von Kirche“, in Ausschüssen, in der Synodalversammlung, im „Rat der Pfarrei“ oder im Leitungsteam geschehen. „Kirche im Bistum Trier will sich kleinteiliger gestalten, um näher an die Menschen heranzutreten“, erklärte Dechant Jörg Schuh gegen alle Spekulationen von Zentralisation.

Der 24-jährige Michael Wilbert ist bereits aktiv, beispielsweise in der Organisation von Ferienfreizeiten. Ein konkretes Engagement für die PdZ hat der Ochtendunger noch nicht ins Auge gefasst. Doch es geht ihm darum, aktiv zu sein, mitzuhelfen und bei den Sachen, die er bislang macht, weiterhin mit anzupacken. Ihm ist das Zusammenwachsen der Menschen in der neuen PdZ wichtig. Ein erster Schritt wurde an diesem Nachmittag schon gemacht: In Gesprächen lernten sich Engagierte aus der neuen PdZ kennen.

Steffi Zimmermann ist unter anderem im Pfarrgemeinderat aktiv. Sie sieht die PdZ als Chance, mit etwas aufzuhören, was viel Zeit gefordert, aber ihr persönlich nicht so viel Spaß gemacht hat. Die Gappenacherin möchte sich dort engagieren, wo es ihr wirklich wichtig ist, und durch den neuen größeren Raum gebe es die Möglichkeit, „mit ganz neuen Menschen zusammenzukommen.“

Dechant Schuh bedankte sich bei den Frauen und Männern, „die das Leben von Kirche vor Ort mittragen und mitgestalten.“ Es sei wichtig, auch die vergangenen 50 Jahre Rätearbeit zu würdigen und wertzuschätzen. Die Rätestruktur ändert sich in der PdZ. „Ein Umbruch muss kein Abbruch sein“, gab er zu bedenken.

Auch der Trierer Weihbischof Jörg Michael Peters besuchte den Ehrenamtstag. Neben vielen Gesprächen dankte er den Frauen und Männern, die sich für die Kirchengemeinden vor Ort einsetzen – und das neben ihrem eigenen Alltag. Das schönste Dankeschön gegenüber Gott und Jesus sei neben der Verkündigung am Altar „vor allem durch den Alltag, wie sie ihn gestalten“, erklärte der Weihbischof. Er ermutigte die Menschen, den Übergang zur PdZ mitzugestalten. Den Abschluss des Tages bildete eine Wortgottesfeier mit Weihbischof Peters. Die PdZ Ochtendung umfasst das bisherige Dekanat Maifeld-Untermosel und wird zum 1. Januar errichtet. Informationen zur Umsetzung der Synodenergebnisse gibt es auf www.bistum-trier.de/heraus-gerufen/.

Sigrid Becker, Katharina Berger und die Gemeindereferentin Andrea Ulrich (von links) schauen sich eine Infotafel an.Foto: Julia Fröder Foto: Julia Fröder

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