Prinzengarde-Corps Ochtendung von 1953 e.V.
Ein Verein wird 70 – von Alterserscheinungen jedoch keine Spur
Ochtendung. Man schrieb das Jahr 1953, die Karnevalssession war gerade vorüber, als Karl Gries und sein Schwager Werner Kamenz es bedauerten, dass es keine Begleit-Garde für den Ochtendunger Prinzen / das Prinzenpaar gab. Die Idee zur Gründung einer Prinzengarde war geboren.
Zu einem ersten Treffen im ehemaligen Saal Gries (Hauptstraße) fanden sich ca. 80 Personen ein, von denen letztendlich 14 übrig blieben und heute als Gründer der Prinzengarde gelten. Über 70 Jahre hinweg – mit allen Höhen und Tiefen - sind die Gardisten und ihr Mariechen nun fester, nicht mehr wegzudenkender Bestandteil unseres heimischen Karnevals. Als „Staates“ rot-weißes Corps, seit der Jahrtausendwende in neuen schicken Uniformen, präsentiert sich der Verein mit 27 Aktiven, einem Mariechen, zehn Ehrenmitgliedern und mittlerweile über 300 fördernden Mitgliedern der Bevölkerung.
In der Session sind die Veranstaltungen und Angebote – vom „Wurstessen“ bis zur „Milchbar-Party“ am Rosenmontag, beliebte Anlaufpunkte für die Mitglieder und die Karnevalisten schlechthin. Aber auch im Rahmen der 11er-Jubiläumsveranstaltungen wurden für Ochtendung bekannte Bands und Künstler des Kölner Karnevals wie die „Bläck Fööss“, „Paveier“, „Räuber“, „Et Botterblömche“, Bauchredner Fred van Halen und sogar Marc Metzger alias „De Blötschkopp“, um nur einige zu nennen, engagiert.
Nicht unerwähnt bleiben sollte auch das soziale Engagement, wie etwa die jüngsten Aktionen für die Opfer der Ahr-Hochwasserkatastrophe, bei der 5555 Euro erwirtschaftet und gespendet werden konnten oder auch die Unterstützung der Veranstaltung der Fam. Kerschnitzki zugunsten des Hospiz-Vereins Koblenz.
Wenngleich kein närrisches Jubiläum, ist es der 70. Geburtstag dennoch wert, in kleinem Kreis der Aktiven, Ehrenmitglieder und Ehepartnern verstorbener aktiver Mitglieder, gefeiert werden. Der Vorstand hatte in das Foyer der Wernerseckhalle eingeladen und fast alle folgten der Einladung. Allein schon die rot-weiße Tisch- und Saal-Dekoration, federführend in Idee und Ausführung war Brigitte Engels, war für die eintreffenden Gäste ein optisches Highlight. Als dann noch jedem Gast ein limitierter Jubiläums-Pin überreicht wurde, war die Überraschung vollends perfekt.
So hatte der Vorsitzende Wolfgang Schmitz dann auch leichtes Spiel, als er in seiner Begrüßung und anschließenden Rede, 70 Jahre Vereinsgeschichte in Reimform Revue passieren ließ und die gut gelaunten Anwesenden interaktiv in den jeweiligen Refrain einband.
Zu einem ganz besonderen emotionalen und unvergesslichen Moment wurde es, als Wolfgang Schmitz und sein Vize Kai Engels einen besonderen Gast begrüßten: Gründungs- und Ehrenmitglied Reinhard Herrmann. Mit Freude und Stolz kann die Prinzengarde auf ihn als einziges, noch lebendes Gründungsmitglied schauen, dass nunmehr seit 70 Jahren dem Verein die Treue hält und wo immer möglich noch am Vereinsgeschehen teilnimmt.
Als Anerkennung und Dank wurde ihm zur Erinnerung eine gravierte gläserne Ehrenplakette verliehen, in der Hoffnung, ihn noch lange und oft bei seiner Garde begrüßen zu können.
Bei gutem Essen und so manchem „Kaltgetränk“ wurde insbesondere von den „Alten“ noch die eine oder andere Anekdote zum Besten gegeben und gemeinsam auch so manches Liedchen angestimmt. 70 Jahre – nicht nur ein Moment der Rückschau, nein, auch ein Moment nach vorne zu blicken.
Die „Rot-Weißen“ bleiben den Ochtendungern auch in den nächsten Jahren jung und mit vollem Elan zur Förderung und Gestaltung unserer Fastnacht erhalten. Die Prinzengarde wartet gespannt darauf, was spätestens zum Jubiläum „7 x 11“ im Jahre 2030 geboten wird, denn „eins, das bleibt besteh’n, die Prinzengarde wird nie untergeh’n“!
Pressemitteilung der
Prinzengarde-Corps Ochtendung
