Allgemeine Berichte | 01.07.2016, 15:30 Uhr

Einsegnung der zentralen Gedenkstätte der Feuerwehren

„Ein Zeichen der Wertschätzung"

Für die Feuerwehren des Landes wurde auf dem Asterstein ein Ort des Gedenkens geschaffen

Nach der Kranzniederlegung ertönte die deutsche Nationalhymne. Hier die Ehrenformation des Landesfeuerwehrverbandes zusammen mit Frank Hachemer (2.v.r.), Präsident des Landesfeuerwehrverbandes Rheinland-Pfalz. US
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Koblenz-Asterstein. Trotz guter Ausbildung und moderner Technik verlieren immer wieder Feuerwehrleute im Einsatz ihr Leben. Vor allem für die Hinterbliebenen und die betroffenen Wehren ist das tragisch. In Koblenz wurde jetzt ein Ort geschaffen, an dem in einem Außenbereich und in einer kleinen Kapelle ihrer gedacht werden kann, aber auch aller Verstorbenen, die sich je für die Feuerwehr eingesetzt haben. „Mit dieser neuen Gedenkstätte schreiben wir alle gemeinsam Feuerwehrgeschichte. Denn sie ist ein Zeichen der Wertschätzung. Diese Wertschätzung lässt auch die nicht außen vor, die in früheren Jahren mit uns gemeinsam Feuerwehrdienst geleistet haben, aber nicht mehr unter uns sind. Allen voran gilt unser Gedenken denjenigen Feuerwehr-Angehörigen, die in oder während der Ausübung des Dienstes ihr Leben verloren haben“, so Frank Hachemer, Präsident des Landesfeuerwehrverbandes Rheinland-Pfalz in seiner Begrüßungsrede.

Mit dem kleinen Kapellengebäude auf dem Asterstein findet sich nun dort ein Ort der Stille. Dieser Ort ist nutzbar für Gläubige aller Religionen als Ort des Gebetes und des Rückzuges. Neben der Kapelle steht ein Basaltstein aus dem Norden des Bundeslandes und direkt daneben ein Mühlstein aus dem Süden des Landes. Beide Steine verbinden somit diese Stätte deutlich mit den beiden Landesteilen. Der Mühlstein weist auf die Attribute der Heiligenfigur des Florian hin, der im religiösen Sinne der Schutzpatron der Feuerwehren ist, der aber auch für Nicht-Gläubige durchaus Symbolfigur, vielleicht schon so etwas wie ein „Logo“ für die Feuerwehr ist. Ein weiteres Symbol ist der sogenannte „Engel der Kulturen“. Dieses Werk eins Künstlerpaares ist außen und innen am Kapellchen angebracht und weist auf die Gemeinsamkeit der hier vertretenen Religionen hin.

Diese Gedenkstätte hat eine weitere Dimension: „Wir realisieren den ersten Satz des ersten Artikels unseres Grundgesetzes: Die Würde des Menschen ist unantastbar. Und diese Würde gebührt auch unseren Verstorbenen. Das soll diese Gedenkstätte künftig deutlich und jederzeit zum Ausdruck bringen", erklärte Frank Hachemer in seiner Ansprache an die zahlreichen Gäste auf dem Asterstein. Darunter auch Eric Schaefer, Leiter der Abteilung Brand- und Katastrophenschutz des Innenministeriums Rheinland-Pfalz, der in Vertretung des Innenministers Roger Lewentz anwesend war. Bei größeren Veranstaltungen und auch bei Veranstaltungen der Feuerwehr selbst wird immer wieder der verstorbenen Angehörigen der Feuerwehr gedacht, insbesondere auch solchen, die im Einsatz ihr Leben lassen mussten.

„Die Feuerwehr ist für alle Menschen da"

„Es gibt diese Kultur des Erinnerns immer wieder bei einzelnen Feuerwehren, aber bislang gab es keinen zentralen Ort in unserem Land, der dieses Gedenken möglich macht", erläuterte Eric Schaefer in seiner Rede. „Für die Landesregierung war es wichtig, eine offene Gedenkstätte zu haben. Offen von der Gestaltung her aber auch offen von der Einbettung in Religion und Nichtreligion, denn die Feuerwehr ist für alle Menschen da und auch für alle Menschen offen", so Eric Schaefer weiter. Alles in allem hat die Gedenkstätte knapp 30.000 Euro gekostet. Rund die Hälfte davon übernahmen Spender und auch das Land beteiligte sich daran. Als Vertreter des Landkreises Mayen-Koblenz forderte Rudi Zenz auf, diese Gedenkstätte zu nutzen, hier einander zu begegnen und um die liebenden Angehörigen dort zu trauern.

Religiöse Vertreter anwesend

Als Vertreter der einzelnen Religionen waren Domvikar Dr. Hans Günther Ullrich, Superintendent Rolf Stahl, Rabbiner Joshua Ahrens und Imam Serafettin Kücüksimsek bei der Feierlichkeit anwesend und nach einigen Worten der Geistlichkeit erfolgte dann die Einsegnung der Gedenkstätte. Musikalisch umrahmt wurde die feierliche Zeremonie in hervorragender Weise durch das Landesfeuerwehr-Musikkorps Rheinland-Pfalz. In Aufstellung und unter Mithilfe der Ehrenformation des Landesfeuerwehrverbandes erfolgte die Einsegnung der Gedenkstätte sowie eine Kranzniederlegung. US

Eric Schaefer, Leiter der Abteilung Brand- und Katastrophenschutz des Innenministeriums Rheinland-Pfalz, war in Vertretung des Innenminister Roger Lewentz anwesend.

Eric Schaefer, Leiter der Abteilung Brand- und Katastrophenschutz des Innenministeriums Rheinland-Pfalz, war in Vertretung des Innenminister Roger Lewentz anwesend.

Eine sehr schöne Gedenkstätte ist auf dem Asterstein entstanden. Mit einer kleinen Kapelle, einem Basaltfindling und einem Mühlstein aus rotem Sandstein.

Eine sehr schöne Gedenkstätte ist auf dem Asterstein entstanden. Mit einer kleinen Kapelle, einem Basaltfindling und einem Mühlstein aus rotem Sandstein.

Nach der Kranzniederlegung ertönte die deutsche Nationalhymne. Hier die Ehrenformation des Landesfeuerwehrverbandes zusammen mit Frank Hachemer (2.v.r.), Präsident des Landesfeuerwehrverbandes Rheinland-Pfalz. Fotos: US

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