Allgemeine Berichte | 03.03.2021

RestoPesto - Kampagne der Abfallwirtschaft im Kreis Neuwied

Ein altes Brötchen macht doch keinen Unterschied, oder?

(© BMEL)

Kreis Neuwied. Mit der Kampagne „Resto Pesto“ setzt die Abfallwirtschaft Neuwied gemeinsam mit der Kreisverwaltung ein Zeichen gegen die enorme Lebensmittelverschwendung und klärt über deren Folgen auf.

Wenn mal ein altes Stück Brot im Biomüll landet, kann das doch nicht weiter schlimm sein, richtig? Nun, man sieht es ihm zwar nicht an, aber in 100 g Weißbrot stecken 161 L Wasser, die zu seiner Produktion nötig waren. Hinzu kommen noch die verwendete Bodenfläche, Dünger, Energie und die Arbeitskraft vieler Menschen. Das Brot ist dabei noch ein eher verbrauchsarmes Beispiel. Für die Produktion von 100 g Rindfleisch sind bereits unfassbare 1.542 L Wasser nötig, also 7-8 Badewannen voll! Spätestens bei der Frage, woher ein Lebensmittel kommt, spielt der Wasserverbrauch eine entscheidende Rolle. So kommt beispielsweise ein großer Teil des bei uns erhältlichen Gemüses aus spanischen Gewächshäusern in Trockenregionen. Auch die anderen Ressourcen, die zur Herstellung benötigt werden, haben ihren Preis: Wäre die Lebensmittelverschwendung ein Land, hätte sie nach den USA und China den weltweit dritthöchsten Ausstoß an Klimagasen.

Ein weiterer Grund für die Reduzierung der Lebensmittelverschwendung sind die weltweiten Folgen für Menschen aus ärmeren Ländern: So muss wegen des weggeworfenen alten Brotes niemand unmittelbar hungern. Aber insgesamt ist unser Konsumverhalten eben doch mit den Weltmarktpreisen verbunden, und je mehr wir importieren, desto teurer werden Lebensmittel weltweit. Was uns als Kleinigkeit erscheint, kann dadurch für Menschen in ärmeren Ländern zum Problem werden. Die Schritte, die man dagegen zu Hause ganz unkompliziert unternehmen kann, haben wir bereits auf www.resto-pesto.de verlinkt. Zudem gibt es zur Verwertung von Brotresten viele altbewährte Methoden, ob als Paniermehl, klein geschnitten in Aufläufen, Knödeln und Kuchen oder in Form von Croutons als knusprige Garnitur auf dem Salat. Allen ist dabei gemeinsam, dass die Backwaren klein geschnitten getrocknet werden, um Schimmelbildung zu vermeiden. Passend zum Thema altes Brot an dieser Stelle ein Rezept für Tim Mälzers Brotsalat aus der Zu gut für die Tonne! – App. Hier kann man, gefiltert nach verfügbaren Resten, gezielt nach Resterezepten suchen. Eine Fundgrube für altbewährtes und neu entdecktes!

Tomaten-Brot-Salat

von Tim Mälzer

Zutaten (für 4 Personen)

ca. 100 ml Balsamico-Essig

200 g altbackenes Ciabatta-Brot, in Scheiben geschnitten

400 g Tomaten, geviertelt

100 g gehackte Oliven, schwarze und grüne gemischt

20 halbierte Kapernäpfel

Salz

Pfeffer

Zucker

Olivenöl

1 Bund Basilikum, fein geschnitten

Zubereitung

1. Den Balsamico-Essig in einem Topf erhitzen.

2. Die trockenen Brotscheiben einzeln auf ein tiefes Blech legen und vorsichtig mit warmem Essig begießen. Nicht zu feucht werden lassen, das Brot sollte sich nicht auflösen.

3. Tomaten, Oliven und Kapernäpfel in eine Schüssel geben und mit Salz, Pfeffer, Zucker, Olivenöl und dem restlichen Essig vermischen.

4. Zum Schluss das marinierte Brot grob würfeln und zusammen mit dem Basilikum vorsichtig unterheben.

Tipp:

Restliches Basilikum direkt zu Pesto verarbeiten oder in getrockneter Form verwenden – ebenfalls delikat!

Ein altes Brötchen macht doch keinen Unterschied, oder?

(© BMEL)

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