Heimat- und Verschönerungsvereines Oberbieber
Ein altes Gerichtsbuch
Historischer Fund aus der Schule wurde ans Archiv übergeben
Oberbieber. In der Ortsmitte des Neuwieder Stadtteils Oberbieber sorgt neben der Kirche und den historischen Gründerzeitbauten auch ein schmuckes kleines Fachwerkgebäude für ein malerisches Gesamtbild: die alte Schule. Deren Besitzer Michael Busch lernte Regionalhistoriker Arno Schmidt im November 2017 durch Vermittlung von Werner Fleischer, der sich seit vielen Jahren mit der Ortsgeschichte Oberbiebers befasst, kennen.
„Er zeigte mir ein altes Buch, das er auf dem Speicher gefunden hatte, und gerne abgeben wollte. Er selbst konnte das Buch nicht einordnen“, berichtet Arno Schmidt. Er schlug ihm vor, das Buch dem Stadtarchiv zu übergeben. Arno Schmidt analysierte indes, dass es sich um ein altes Gerichtsbuch handelt – für Historiker eine wichtige Quelle, um Informationen über Regeln und Ereignisse früherer Zeiten zu gewinnen. Hinzukam noch ein nachträglicher Eintrag aus dem Jahre 1853. Arno Schmidt fotografierte es, schrieb Inhalte ab und machte so möglich, dass bei Auswertungen nicht ständig das wertvolle und empfindliche Original in Anspruch genommen werden muss. Im Neuwieder Stadtarchiv hat das Dokument bei Stadtarchivar Bernd Breidenbach nun einen sicheren Aufbewahrungsort gefunden, an dem es auch einer weiteren Auswertung zur Verfügung stehen kann: Arno Schmidt sowie Vertreter des Heimat- und Verschönerungsvereines Oberbieber, der die Pflege der Ortshistorie zu seinen Aufgaben zählt, haben das historisch wertvolle Fundstück nun an das Stadtarchiv im ehemaligen Kloster Rommersdorf übergeben.
