Kempenicher Weihnachtsmarkt
Ein bisschen Normalität
Kempenich.Nach der Absage des traditionellen Weihnachtsmarkts im Vorjahr hatte Dominik Schmitz seinen Mitbürgern „ein bisschen Normalität im Rahmen des Möglichen“ in Aussicht gestellt. Und Kempenichs Bürgermeister lag mit seiner optimistischen Einschätzung trotz steigender Corona-Infektionszahlen richtig. Unter 3G-Regeln konnte der Weihnachtsmarkt 2021 am 1. Adventswochenende tatsächlich stattfinden. Insgesamt kamen rund 1600 Besucherinnen und Besucher, um sich gemeinsam auf die Weihnachtszeit einzustimmen. Traditionell fand der Weihnachtsmarkt bisher auf dem kleinen Platz vor dem alten Bahnhof statt. Am Wochenende wurden Buden und Marktstände zum ersten Mal auf dem weitläufigen Areal vor der Leyberghalle aufgebaut. Dieses war rundum eingezäunt. Nur wer geimpft oder genesen bzw. einen aktuellen Negativtest vorlegen konnte, durfte den abgesperrten Platz durch ein Tor betreten. Die kostenlosen Tests wurden wieder von Nicole Klein (Engeln) durchgeführt. Getestet waren auch alle Vereinsmitglieder und Aussteller, die Kontakt zu Lebensmitteln hatten. Ein weiteres Novum: Der Weihnachtsmarkt fand zum ersten Mal am Samstag und Sonntag statt. Außerdem hatte man den Kreis der Aussteller erweitert. Während traditionell die Kempenicher Vereine für Speis´ und Trank zuständig waren und mit dem Erlös die Vereinskasse aufbesserten oder mit dem Verkaufserlös soziale Projekte finanzierten, boten erstmals auch professionelle Markthändler ihre Produkte an, darunter Lederwaren, Winteraccessoires und Dessous, hochwertige Messer und Scheren, Schmuck, Gewürze und Süßes. Eine Fischbude, ein Crèpe-Stand und ein Asia-Imbiss rundeten das Angebot ab. Die Organisation lag in den Händen des Schaustellerehepaares Piel aus Oberzissen, die auch ein blitzendes und glitzerndes Kinderkarussell organisiert hatten. Insgesamt haben die Gemeindearbeiter um Klaus Bell eine bemerkenswerte Aufbauarbeit geleistet. Gerne hätte die Gemeinde auch in diesem Jahr wieder auf die Unterstützung des Traditionsunternehmens Doussier zurückgegriffen. Leider haben die Aussteller ihr gesamtes Hab und Gut in den Ahr-Fluten verloren.
Wie in den Vorjahren sorgten Kempenichs aktive Vereine dafür, dass das leibliche Wohl der Besucher nicht zu kurz kam. Die Mitglieder des JGV versorgten die Gäste mit kalten Getränken, die Möhnen servierten Glühwein und Punsch. Kräbbelchen (Reibekuchen) wurden am Stand des MGV en masse zubereitet und waren bei winterlichen Temperaturen heiß begehrt. Wer kreative, schöne, handgemachte Geschenke und Dekoartikel suchte, wurde am Stand der Wolfcraft-Kita fündig. Am Gelingen der Bastelarbeiten hatten auch die Eltern, die sich „vorbildlich engagiert haben“ (Erzieherin Pamela Königshoven) wieder ihren Anteil. Auch die fröhliche Winterware von Kempenichs Strickfrauen, Schals, Strümpfe, Pulli, fand viele Abnehmer.
Für das musikalische Begleitprogramm am Samstag sorgten erneut das Duo Pure Water aus Nliederzissen und die Original Goldbachmusikanten. Unangefochten ganz oben in der Beliebtheit, besonders der Kinder, stand aber auch in diesem Jahr wieder der Nikolaus (Wilhelm Müller). Da die Kinder in diesem Jahr besonders lieb waren, konnte er seine Geschenke-Kiste (Süßes wurde von Edeka Keller gespendet) zur Freude der kleinen Besucher ganz weit öffnen.
Da leuchten nicht nur Kinderaugen: Handarbeit aus dem Wolfcraft-Kindergarten.
