Allgemeine Berichte | 18.07.2018, 09:25 Uhr

Ingrid Wessels in seltener Ensemblebesetzung

Ein ganz besonderes Klangerlebnis

Ingrid Wessels, Pianistin aus Leidenschaft. Gemeinde Wachtberg/mf
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Wachtberg-Ließem. „Wann ist der richtige Zeitpunkt für ein Konzert? Regnet’s, hat man keine Lust! Scheint die Sonne, lockt der Garten!“ Diese Frage war mit Blick auf die zahlreichen Gäste beim Konzert im Köllenhof schnell beantwortet. Die zwölften Wachtberger Kulturwochen machten das Konzert „Kontraste“ in der außergewöhnlichen Besetzung mit Ingrid Wessels (Klavier), Anke Kreuz (Querflöte) und Kirika Rotermund-Nakamura (Horn) erst möglich. Und so erlebten die Gäste im Köllenhof eine echte Rarität und ein ganz besonderes Klangerlebnis. Das „Trio op. 61“ gehört zu den am meisten aufgeführten Werken von Heinrich von Herzogenberg (1843 bis 1900). Das Stück glänzt mit Frische und Originalität der Einfälle, wie die Musikerinnen eindrucksvoll bewiesen. Mit „Venise“ aus dem Stück „Nocturnes op. 32“ kreiert der Klangalchimist Charles Koechling (186 7 bis 1950) mit irisierenden Klängen nicht nur eine impressionistische Aura, sondern zeichnet darüber hinaus auch ein Bild von stehenden Gewässern in Venedig. „Das Leben ist wie ein Fluss“ von Akira Mitake (1956), ein Evergreen, der von den Japanern immer noch geliebt wird. Das Lied – gespielt im Duett Klavier und Horn - beschreibt in lyrischen Metaphern das japanische Sprichwort „Fällst Du sieben Mal, stehst Du einfach noch ein achtes Mal auf“. Und auch jazzige Klänge von Gheorghe Brancini (1960) waren zu hören. Brancini komponierte für Donnerstag, Freitag, Samstag, Sonntag und Montag Jazz-Duette. Die Frage, warum Dienstag und Mittwoch fehlten, konnte nicht geklärt werden. Anke Kreuz und Kirika Rotermund-Nakamura spielten mit „Thursday jazz“ das witzige und spritzige Stück vom Donnerstag. Mit dem „Trio in a-moll op. 188“ von Carl Reinecke (1824 bis 1910) präsentierten die Musikerinnen das unter Kennern wohl bedeutendste Stück in der raren Besetzung von Flöte, Horn und Klavier.

Süßes zum Schluss: Mit „Voice of Love“ aus der „Abendserenade“ von August Haertel (1844 bis 1890), von Forrest L. Buchtel (1899 bis 1996) gesetzt für Flöte, Horn und Klavier, verabschiedete sich das Trio von seinem begeisterten Publikum. Apropos Buchtel… die Assoziation zu der österreichischen Süßspeise „Buchteln“ ließ Ingrid Wessels gerade diesen Titel zum Schluss als „süßes Dessert“ wählen.

Pressemitteilung der

Gemeinde Wachtberg

Ingrid Wessels, Pianistin aus Leidenschaft. Foto: Gemeinde Wachtberg/mf

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