Allgemeine Berichte | 27.02.2019

Feierliche Einweihung der neuen Rettungswache in Swisttal-Heimerzheim

Ein gelungenes Erfolgsprojekt

von links nach rechts vordere Reihe: Frank Malotki, DRK-Kreisgeschäftsführer, Petra Kalkbrenner, Bürgermeisterin, Klaus Pipke, Vorstandsvorsitzender DRK-Hennef, Landrat Sebastian Schuster, Christian Diepenseifen, Ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes; hintere Reihe: Rainer Dahm, Leiter des Amtes für Bevölkerungsschutz und eine Vertreterin und Vertreter des Kreistages. Foto:Rhein-Sieg-Kreis

Rhein-Sieg-Kreis. Rund 3,7 Millionen Euro hat der Rhein-Sieg-Kreis als Träger des Rettungsdienstes ausgegeben, um an der Kölner Straße in Swisttal-Heimerzheim eine moderne und zukunftsfähige Rettungswache zu bauen. Landrat Sebastian Schuster und die Swisttaler Bürgermeisterin Petra Kalkbrenner weihten jetzt das neue Gebäude zusammen mit weiteren Vertreterinnen und Vertretern aus Verwaltung und Politik offiziell ein.

Auf dem 3.826 Quadratmeter großen Grundstück hatten die Bauarbeiten im Juni 2017 begonnen. Nach nur 20 Monaten Bauzeit konnte das Gebäude bezogen werden. „Insgesamt ein weiteres gelungenes Erfolgsprojekt in unserem Rhein-Sieg-Kreis!“ betonte Landrat Sebastian Schuster im Rahmen der Feierlichkeiten. „Ich freue mich, dass schon zu Beginn unseres Jubiläumsjahres, der Rhein-Sieg-Kreis wird bekanntermaßen 50 Jahre jung, ein solch wichtiges Ereignis gefeiert wird.“

Auf kurzem Weg vom Gebäude zu den Einsatzfahrzeugen

Der Neubau der Wache macht es den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Rettungsdienstes möglich, auf kurzem Weg vom Gebäude zu den Einsatzfahrzeugen zu kommen. Da es eine einzuhaltende „Hilfsfrist“ gibt, die fordert, dass das ersteintreffende Rettungsfahrzeug spätestens zwölf Minuten nach Alarmierung am Einsatzort sein soll, stellt dieser kurze Weg eine deutliche Verbesserung der Arbeitsbedingungen dar.

Auf rund 630 Quadratmetern sind hier nun ein Aufenthaltsbereich mit Kochmöglichkeit, Sanitär- und Umkleideräume, ein Schulungsraum, notwendige Lagerflächen und die Fahrzeughalle für die Rettungswagen entstanden. Im Schulungsraum werden zukünftig die im Rahmen der Notfallsanitäter-Ausbildung notwendigen Lehrveranstaltungen sowie Lehrgänge stattfinden. Bis zu zwölf Personen können hier unterrichtet werden. Damit hat der neue Standort den Status einer Lehrrettungswache. Acht Ruheräume bieten den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den einsatzfreien Zeiten Rückzugsmöglichkeiten, drei Büroräume Platz für die Verwaltung. In der etwa 240 Quadratmeter großen Fahrzeughalle können vier Rettungswagen abgestellt werden. In einer separaten Waschhalle werden die Fahrzeuge vor Ort gereinigt.

Nach dem neuesten Stand der Technik geplant und gebaut

Die Rettungswache wurde nach dem neuesten Stand der Technik geplant und gebaut. Die Planung lässt eine Erweiterung der Wache zu, falls dies die Anforderungen des Rettungsdienstbedarfsplanes in der Zukunft erforderlich machen sollten. Die vorhandene Notstromversorgung garantiert auch bei einem denkbaren längeren Stromausfall die Energiezufuhr. Der neue Standort könnte aus Sicht des Bevölkerungsschutzes auch bei einer notwendigen Evakuierung von hoher Bedeutung sein. Vom neuen Standort aus werden neben dem eigenen Gemeindegebiet auch Teilbereiche der Stadt Bornheim versorgt. Zum Einzugsbereich gehört außerdem ein Abschnitt der vielbefahrenen A 61 bis zur Anschlussstelle Weilerswist bzw. in der Gegenrichtung bis zur Raststätte Peppenhoven. Auf diesem Autobahnabschnitt gab es in den letzten Jahrzehnten immer wieder größere Rettungseinsätze.

Die Wache löst den bisherigen Standort mit zwei Gebäuden an der Schützenstraße ab, welcher zwischenzeitlich mit provisorischen Raumcontainern erweitert worden war, um kurzfristig mehr Platz zu schaffen. Im Jahr 2012 war der Rettungsdienstbedarfsplan fortgeschrieben worden und es wurden mehr Räumlichkeiten benötigt. Der Ausbau der alten Rettungswache kam wegen zu geringer Fläche, der ungünstigen baulichen Gegebenheiten und der fehlenden Erweiterungsmöglichkeiten nicht in Betracht.

Das vom Bonner Architekten-Büro „Koenigs Rütter“ im Auftrag des Rhein-Sieg-Kreises geplante Gebäude besteht aus einem einfachen Bauwerk, das alle Funktionen auf einer Etage und unter einem durchgehenden Flachdach unterbringt. Es wurde mit Mauerklinkern verkleidet: eine dauerhafte und pflegeleichte Fassade. ie energetischen Kennwerte der Wache erfüllen nahezu Passivhaus-Anforderungen. Die Außenbauteile haben eine über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehende Wärmedämmung erhalten. Eine Lüftungsanlage wird einen großen Teil der Wärmeenergie aus der Abluft zurückgewinnen. Etwa ein Drittel des Energiebedarfs wird über eine eigene Photovoltaikanlage geliefert.

Der Rhein-Sieg-Kreis hat als Träger des Rettungsdienstes die Aufgabe, bedarfsgerecht und flächendeckend die Notfallrettung und den Krankentransport sicherzustellen. Im linksrheinischen Kreisgebiet gibt es derzeit vier Rettungswachen (Bornheim, Rheinbach, Swisttal-Heimerzheim und Wachtberg). Nach dem erfolgreichen Abschluss des aktuellen Ausschreibungsverfahrens ist seit dem 1. Februar 2019 auch für die nächsten fünf Jahre die DRK gGmbH der Betreiber der Rettungswache in Swisttal-Heimerzheim. Das bedeutet für die Bürgerinnen und Bürger eine beständige rettungsdienstliche Versorgung.

Pressemitteilung

des Rhein-Sieg.Kreises

von links nach rechts vordere Reihe: Frank Malotki, DRK-Kreisgeschäftsführer, Petra Kalkbrenner, Bürgermeisterin, Klaus Pipke, Vorstandsvorsitzender DRK-Hennef, Landrat Sebastian Schuster, Christian Diepenseifen, Ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes; hintere Reihe: Rainer Dahm, Leiter des Amtes für Bevölkerungsschutz und eine Vertreterin und Vertreter des Kreistages. Foto:Rhein-Sieg-Kreis

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