Trierer Weihbischof segnet renovierte Maria-Hilf-Kapelle in Koblenz-Lützel
Ein gelungenes Projekt
Lützel. Nach Sanierungs- und Restaurierungsarbeiten hat der Trierer Weihbischof Jörg Michael Peters den Neu- bzw. Anbau der Maria-Hilf-Kapelle in Koblenz-Lützel am Pfingstmontag gesegnet und mit einer, den Corona-Schutzmaßnahmen geschuldeten, kleinen Gemeinde die Wiedereröffnung gefeiert. Der neue angrenzende Saal kann für unterschiedliche Veranstaltungen genutzt werden, wie zum Beispiel für die traditionellen Karnevalsfeiern oder große Pilgergruppen.
Im Januar 2017 wurde die Pfarrkirche Maria-Hilf profaniert und anschließend zurückgebaut wie auch das Pfarrheim und das Pfarrhaus. Die angrenzende denkmalgeschützte Wallfahrtskapelle blieb bestehen. Neben dem Verlust des Kirchengebäudes schmerzte die Gläubigen zu diesem Zeitpunkt besonders der Wegfall von geeigneten Räumen für Feierlichkeiten. Nun ist ein neuer 55 Quadratmeter großer Saal entstanden, der mit Bestuhlung Platz für 38 bis 44 Besucher bietet. Zusätzlich kann das neue Foyer mit einer Fläche von 25 Quadratmetern mitgenutzt werden. Hinzu kommt ein Funktionsanbau mit Küche, Toiletten, Sakristei und Nebenräumen. „Ich finde, das Projekt ist sehr gelungen“, freut sich Pfarrer Eric Condé.
Nach der Generalsanierung können sich Gottesdienstbesucherinnen und Gottesdienstbesucher nun unter anderem über eine Fußbodenheizung, einen Neuanstrich und eine flexible Bestuhlung freuen; diese ermöglicht das Feiern von Andachten und Taufen im kleinen Kreis. Eine neue Lautsprecheranlage sorgt für gute Akustik. Die Gnadenkapelle bietet im Normalfall rund 80 Sitzmöglichkeiten.
Für Weihbischof Peters habe der Ort eine besondere Bedeutung: Als er vor 34 Jahren Kaplan in Weitersburg war, pilgerte er selbst nach Koblenz-Lützel zur Maria-Hilf-Kapelle. „Denn Peter Friedhofen hat hier seine Berufung gefunden“. Diesen Ort wollte der heutige Weihbischof selbst erleben. Darauf beziehend fragte er in seiner Predigt: „Was lässt uns aufbrechen und führt Menschen an diesen Ort?“ Er stellte zwei Motive fest: Zum einen seien es sicher Frauen und Männer in schwierigen Lebenssituationen, die sich mit einem Stoßgebet, etwa vor einer schweren Operation, an die Gottesmutter wenden. Und zum anderen „lädt dieser Ort auch dazu ein, dem guten Gott ‚Danke‘ zu sagen“.
Er betonte im Hinblick auf die Gestaltung der Heiligen Messe zur Wiedereröffnung, aber auch in Bezug auf die Gemeindemitglieder und den Umbau: „Ich finde, dass hier eine wunderbare Harmonie herrscht.“ Abschließend wünschte Weihbischof Peters allen Pfarrangehörigen und Besucherinnen und Besuchern, dass auch in Zukunft ein Segen von diesem Raum ausgehen möge, und er bedankte sich bei allen, die durch ihre haupt- und ehrenamtliche Arbeit an dem Projekt beteiligt waren.
Die Arbeiten erfolgten über einen Zeitraum von rund einem Jahr und beinhalteten ein Investitionsvolumen von rund 1,25 Millionen Euro an reinen Baukosten. Das Bistum trägt davon rund 620.000 Euro. Der Eigenanteil der Kirchengemeinde wird aus dem Verkaufserlös des Grundstücks auf dem Kirche, Pfarrhaus und Pfarrheim standen, finanziert. An der Stelle des katholischen Gebäudekomplexes wurde nun eine Seniorenresidenz gebaut, deren Bewohnerinnen und Bewohner durch einen Verbindungsgang das kleine Gotteshaus besuchen können. Zur Einrichtung bestehe ein enger Kontakt, der nach der Pandemie wieder intensiviert werden soll, so Condé.
Die Profanierung und der anschließende Rückbau der ehemaligen Pfarrkirche waren notwendig geworden, da die hohen Instandhaltungs- und Betriebskosten einer inzwischen geringen Zahl an Gottesdienstbesuchern gegenüberstanden und somit die finanzielle Situation der Kirchengemeinde überforderte.
Ab Sonntag, 6. Juni, werden wieder Gottesdienste in der Maria-Hilf-Kapelle gefeiert. Weitere Informationen gibt es im Pfarrbrief oder im Pfarrbüro unter Tel. (02 61) 8 13 84. Pressemitteilung des
Bistums Trier
Blick in die Kapelle Maria Hilf.
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