Offizieller Startschuss zum Neubau der Sportanlage in Unkel
„Ein guter Tag für Unkel und seine Sportler“
Neuer Sportplatz soll bis Ende Mai fertig sein – Unkeler Sport-Vereine lassen sich Umbau Einiges kosten
Unkel. In Beisein des Verbandsgemeindebürgermeisters Karsten Fehr, des Unkeler Bürgermeisters Gerhard Hausen, des 1. Stadtbeigeordneten Wolfgang Plöger, des Architekten Dr. Ing. Markus Fischer, von Vertretern der Sportvereine und vieler anderer wurde der offizielle Startschuss zum neuen Hybridrasen-Fussballplatz mit zwei Umlaufbahnen und vier 100-Meter-Sprintstrecken gegeben.
Vor rund einem Jahr, Ende 2015, hatte der Stadtrat Unkel beschlossen, die Sportanlage an der Linzer Straße neu zu bauen.Den auf dem Platz trainierenden Vereinen wurde dabei aufgetragen, einen Eigenbeitrag in Höhe von 100.000 Euro zu den Gesamtbaukosten von rund 570.000 Euro beizutragen. Diese Herausforderung führte bei den vier Vereinen FC Unkel 80, SV Ataspor, SV Unkel und TuS Erpel zu der Überlegung, einen gemeinsamen Förderverein zu gründen, der sich unter aktiver Beteiligung der Vereine um die Akquirierung dieser Summe bemühen wird. Mitte voriger Woche hatten die vier Vorsitzenden, Dieter Wallek vom FC, Hüseyin Öksüz vom SV Ataspor, Andreas Bauch vom SV Unkel und Harald Willms vom TuS Erpel zusammen mit dem 1. Stadtbeigeordneten Wolfgang Plöger zur Gründungsversammlung des Fördervereins „Sport in Unkel“ in den Sitzungssaal des Unkeler Rathauses eingeladen.
Vom Acker zum modernen Sportplatz
Zum Spatenstich zum Beginn der Arbeiten waren nicht nur die Politik, die Vertreter der Vereine und des Bauunternehmens, sondern auch viele Unkeler Bürgerinnen und Bürger trotz böigem kalten Wind erschienen. Bürgermeister Hausen betonte in seiner Ansprache anlässlich des Spatenstichs, dass dieser Neubau des neuen Fussballplatzes dringend notwendig war, wobei er auch auf die Bedeutung für die „Kids“ hinwies. Der bisherige Platz sei schon in Fußballvereinen als „Acker“ bekannt. Hausen unterstrich dabei: „Die Bedingungen für Sport und Freizeit verbessern sich mit der neuen attraktiven Sportanlage für Unkel und die Verbandsgemeinde ganz erheblich und für viele Sportler in unserer Stadt geht damit ein Traum in Erfüllung. Mit dem heutigen Spatenstich ist der Asche-Platz in Unkel Geschichte.“ Dass dieser neue Fußballplatz entstehen kann, verdankt Unkel den Vertretern der vier tragenden Vereine, die mit einem Eigenanteil von 100.000 Euro zur Finanzierung der neuen Anlage beigetragen hatten. Dabei hob Hausen auch den 1. Stadt-Beigeordneten Wolfgang Plöger hervor, der die Koordination im Förderverein übernommen hatte: „Wolfgang Plöger hat sich um das Projekt verdient gemacht!“ Dank sagte er auch dem VG-Bürgermeister Fehr, „der das Projekt in schwierigen Zeiten mit Rat und Tat begleitet hat.“ Er lobte auch die Mitarbeiter in der Verwaltung, die Bauverwaltung beim Kreis Neuwied, ohne die man noch nicht so weit wäre, das Planungsbüro Dr. Ing. Fischer und die Repräsentanten der ausführenden Firma Strabac.
Die Vereine machen den neuen Platz erst möglich
Die Kosten der Anlage belaufen sich insgesamt auf rund 776.000 Euro. Einen großen Anteil übernimmt die Landesförderung mit 113.400 Euro und 100.000 Euro durch den Förderverein Sport in Unkel e.V. Hausen betonte: „Ohne die zahlreichen Förderer und Sponsoren wäre eine Finanzierung der Anlage nicht möglich gewesen.“
Er dankte dabei vor allem den Hauptsponsoren Bad Honnef AG und dem Haus Rabenhorst. Der Förderverein wurde von den Vereinen SV Ataspor Unkel 05, FC Unkel 80, SV Unkel 1910, dem TuS Erpel 1911 und der Stadt gegründet. Erster Vorsitzender des e.V. ist Erdal Essiz. Fehr sagte: „Ich bin gerne sofort beigetreten. Unkeler Asche gehört bald der Vergangenheit an.“ Er rief daher alle auf, dem Verein beizutreten, eine Patenschaft zu übernehmen, zu spenden oder die extra dafür geschaffenen kleinen Flaschen zu kaufen. Hausen hob hervor: „Jetzt nach 34 Jahren stehen wir wieder hier und können auf eine mutige Entscheidung des Stadtrates zurückblicken und der Sportplatz wird umfassend saniert.“ Das umfasst die Erneuerung der Laufbahnen durch zwei Umlaufbahnen und vier 100-Meter-Sprintstrecken mit Weitsprunggrube mit Tennenbelag.
Schnelle Entscheidungen
Dass sich sinnvolle Maßnahmen wie der neue Hybrid-Rasen zügig umsetzen lassen, zeigt die kurze Planungszeit in Unkel. 2014 wurde der Beschluss gefasst, eine Förderung zu beantragen und Finanzierungsmöglichkeiten zu suchen. Schon ein Jahr später wurde der Planer Dr.-Ing. Fischer Consult GmbH aus Rheinbach beauftragt und der Förderantrag für eine Landeszuwendung aus der Sportanlagenförderung Rheinland-Pfalz gestellt. Die Bewilligung der Förderung erfolgte vor einem Monat. Der Bau beginnt Mitte Januar 2017, die Maßnahmen sollen bis Ende Mai 2017 abgeschlossen sein. Bürgermeister Fehr freute sich: „Heute ist wieder ein guter Tag für Unkel und seine Sportler. Außerdem gehen mir jetzt langsam die Ausreden aus, das Sportabzeichen nicht zu machen!“
Bürgermeister Hausen zeigt sich erfreut über den kurzen Zeitraum zur Umsetzung des Neubaus.
Viele Unkeler waren auf den alten Sportplatz gekommen.
Architekt, Fördervereins-Vorsitzender und Beigeordneter zeigen die Planung des neues Sportplatzes.
