Hohe europäische Auszeichnung für ganz besonderes Engagement
Ein kleiner Engel macht Karriere
„Filippas Engel“ wird mit dem Diplôme D´Honneur der „Fondation du Mérite Européen“ ausgezeichnet
Bendorf-Sayn. Es gibt eine ganze Reihe von nationalen europäischen Ehrungen und Preisen. Aber nur die Auszeichnungen der „Fondation du Mérite Européen“ sind im Sinne eines europäischen Verdienstordens auf europäischer Basis anerkannt. Am letzten Sonntag im April konnte Gabriela Fürstin zu Sayn-Wittgenstein-Sayn als Vertreterin der Stiftung Filippas Engel aus der Hand von Dr. Christoph Konrad MdEP a.D., Präsident Mérite Européen Freundes- und Förderkreis Deutschland e.V. das Diplôme D´Honneur als hohe Auszeichnung um die Verdienste um Europa in Empfang nehmen. Die Ehrung fand in einem sehr festlichen Rahmen im Gobelin-Saal des Sayner Schlosses statt.
Von den mehr als 500 Mio. Einwohnern der Euopäischen Union haben bisher nur rund 1.000 Personen oder Institutionen diese Auszeichnung bekommen. Die Gesellschaft wurde 1970 in Luxemburg von Francois Visine, einem leitenden französischen Nato-Beamten gegründet. Einzelpersonen erhalten die Ehrung in Form einer Medaille, Institutionen in Form einer Urkunde.
Soziales Engagement und Tun für Andere wird gefördert
Die Stiftung Filippas Engel wurde nach dem tragischen Unglücksfall der erst 21-jährigen Filippa Sayn-Wittgenstein im Jahre 2003 gegründet. Nach ihrem Tod fanden die Eltern Filappas in ihren Tagebüchern Aufzeichnungen, darunter auch den kleinen gemalten Engel, der zum unverwechselbaren Markenzeichen der Stiftung wurde.
Die Familie war überzeugt, dass Filippas Gedanken vielen jungen Menschen eine Hilfe sein könnten, den eigenen Weg durchs Leben zu finden. In ihren Tagebüchern beschreibt Filippa, wie sie das Leben sah, was Liebe für sie bedeutete, wie sehr sie an ihrer Familie hing und warum Gott für sie so wichtig war. Die Familie beschloss, Teile des Tagebuches zu veröffentlichen. Das herausgegebene Buch wurde schnell zum Bestseller.
Ein silberner Engel und ein Preisgeld erinnert an Filippa
Die Stiftung Filippas Engel fördert das Engagement junger Menschen für Andere. Seit Bestehen wird einmal jährlich ein kleiner silberner Engel verbunden mit einem Preisgeld in unterschiedlicher Höhe an junge Menschen oder Initiativen junger Menschen vergeben. Bis zum 31. Mai jedes Jahres können sich Personen oder Gruppen über die Homepage der Stiftung ein Vorschlagsformular herunterladen und einreichen. Die Stiftung ruft ausdrücklich dazu auf.
Eine Jury entscheidet über die Vergabe und die Höhe des Preisgeldes. Seit ihrem Bestehen vergab die Stiftung an 130 junge Menschen bzw. Institutionen in Deutschland, Europa, Asien, Afrika und Amerika Preisgelder von insgesamt über 250.000 Euro.
Eine Auszeichnung für viele junge Menschen
Alexander Fürst zu Sayn-Wittgenstein-Sayn begrüßte als Hausherr die Festtagsgäste. Dr. Christoph Konrad MdEP a.D., Präsident Mérite Européen Freundes- und Förderkreis Deutschland e.V., stellte die Fondation du Mérite Européen und ihr europäisches Wirken vor. Dr. Johannes Eltz, Stadtdekan Frankfurt am Main, hielt die Laudatio, die Ehrenrede. Er ist mit der fürstlichen Familie verwandt und kannte Filippa schon als Kind. So fand er sehr persönliche Worte der Ehrung. Adolf T. Schneider, Präsidiumsmitglied Mérite Européen Freundes- und Förderkreis Deutschland e.V., hatte die Stiftung Filippas Engel für die hohe europäische Ehrung vorgeschlagen und begründete seinen Vorschlag. „Dieses zivilgesellschaftliche Engagement der Stiftung Filippas Engel ist somit ein herausragendes Beispiel in und für Europa.“ Das Präsidium der Fondation habe Ende des vergangenen Jahres einstimmig die Auszeichnung befürwortet, so Schneider. Nach Überreichung der Urkunde sprach Gabriela Fürstin zu Sayn-Wittgenstein-Sayn als Vertreterin der Stiftung Filippas Engel. Sie dankte allen herzlich. Die vielen jungen Menschen, die sich einsetzen und ihre Kraft und Begabungen zum Wohle Anderer Nutzen, hätten diese Auszeichnung verdient, nicht sie. Die Gründer der Stiftung, so auch sie, seien nur ihrem Herzen gefolgt. Das Preisgeld der Stiftung Filippas Engel solle eine Anerkennung, eine Ehre, ein Ansporn und ein Beitrag sein zum Wohle Anderer.
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„Filippas Engel“, eine Skizze im Tagebuch der Prinzessin.
Die Urkunde Mérite Européen. Fotos: -AND-
(v.l.) Dr. Christoph Konrad MdEP a.D., Präsident Mérite Européen Freundes- und Förderkreis Deutschland e.V., Dr. Johannes zu Eltz, Stadtdekan Frankfurt am Main, Gabriela Fürstin zu Sayn-Wittgenstein-Sayn, Alexander Fürst zu Sayn-Wittgenstein-Sayn, Adolf T. Schneider, Präsidiumsmitglied Mérite Européen Freundes- und Förderkreis Deutschland e.V.
