Allgemeine Berichte | 13.06.2018

50 Jahre St. Johannes Grundschule in Erpel

Ein lebendiger Ort des Lernens

Rektor Jens Heinroth konnte zur Jubiläumsfeier viele Gratulanten auf dem Schulhof begrüßen

Die Trommel-AG um Dietmar Dietrich eröffnete das Schülerprogramm. DL

Erpel. „Schüler, Lehrer, Elternrat, heute gibt es kein Diktat. Auch das Rechnen fällt heut‘ aus, und der Ranzen bleibt zu Haus“, schmetterten die Erpeler Schüler der St. Johannes Grundschule am frühen Samstagnachmittag vom Naturatrium auf den Schulhof herab und hatten mit dem Lied von Rolf Zuckowski auch gleich den Grund für den ungewöhnlichen Aufenthalt in der Schule parat: „Heute feiern wir ein Fest, das Ihr nie vergesst!“ Immerhin galt es ja auch, das 50-jährige Bestehen der Schule gebührend mit vielen Gästen zu feiern.

Schon lange vor Beginn der Jubiläumsfeier waren Bürgermeisterin Cilly Adenauer und der 1. Beigeordnete Heinrich Holkenbrink auf dem Schulhof angekommen. Begrüßen konnte Rektor Jens Heinroth wenig später zudem den 1. Beigordneten der Verbandsgemeinde Heinz Schmitz, etliche Mitglieder des Gemeinderats sowie Alt-Bürgermeister Edgar Neustein. Heinroths besonderer Willkommensgruß galt Schulrat Harald Thome, seinem Vorgänger, dem Ex-Rektor Josef Rönn, sowie den ehemaligen Mitgliedern des Lehrerkollegiums, zu denen sich sogar Hermann Stricker gesellte, der von 1983 bis 1994 die Grundschule geleitet hatte.

Das ABC der Schulgeschichte

Vor einem halben Jahrhundert, am 27. Juni 1968, hatten sich die Erpeler Eltern gefreut, endlich ihre Kinder in das neue Schulgebäude in der Winterstraße schicken zu können, eine Volksschule mit zehn Klassen und 244 Schülern. Und die Schule ist im Dorf geblieben, auch wenn sie sich verändert hat und seit August 1972 eine Grundschule mit jetzt knapp 90 Kindern ist. „Nicht geändert hat sich das ABC, mit dessen 24 Buchstaben ich jetzt zusammen mit Josef Rönn die Schule beschreibe“, so der Rektor. Und schon war man bei der „Betreuenden Grundschule“, die im August 1997 ins Leben gerufen worden war. Bereits fünf Jahre zuvor war der Förderverein um Günter Erdmann gegründet worden. Nicht vergessen wurde auch das Hausmeisterehepaar Sonja und Friedel John, das 2003 nach 35 Jahren in den Ruhestand verabschiedet worden war. Über Karneval ging es zur Musik, das „N“ gab die Möglichkeit, auf die „Never ending“-Sanierungs-Story einzugehen, um über Qualität und die von Ebi Fuchs gestifteteten Trommeln beim Weinfest anzukommen, an dessen Blütenkorso die Grundschule traditionell jedes Jahr teilnimmt, im Milleniumsjahr sogar mit dem aus einem lavasprühenden Vulkan emporsteigenden „Ober“-Teufel Josef Rönn. „Und nachher wird Brigitte Buchmüller vom Brauchtumsverein zusammen mit Nina Bornheim und Anne Wagner, den Weinköniginnen der beiden vergangenen Jahren, unseren Schulweinberg durch entsprechenden Pflanzungen vergrößern“, kündigte Heinroth an.

Neueste Technik im Unterricht

An der Erpeler Schule werde seit je her die Weitergabe von Wissen und Erfahrung kultiviert, so Regierungsschulrat Harald Thome. „Hier wird mit neuster Technik der Unterricht gestaltet, was der Weiterentwicklung der Grundschule dient“, hob er hervor. Aber an der St. Johannes Grundschule, die seit 2016 zu den zehn Medienkompetenz-Grundschulen in Rheinland-Pfalz zählt, werde auch die Heimatkunde nicht unter den Tisch gekehrt, was in diesem geschichtsträchtigen Ort mit der Ludendorffbrücke besonders wichtig sei. „Sie vergessen diese Zeit nicht, die alles andere als ein ‚Vogelschiss‘ war. Nur durch ansprechenden Geschichtsunterricht kann man Kinder und Jugendliche gegenüber populistischen Parolen stärken. Sie können auf jeden Fall stolz sein auf diese Grundschule“, wandte er sich an die Erpeler.

Beachtliches Leistungsniveau

„In den 50 Jahren ist die Schule nicht älter, sondern schöner geworden. Einen guten Ruf hat sie schon immer genossen“, so Bürgermeisterin Cilly Adenauer in ihrer Ansprache. Wer diese Schule besuche, bekomme nichts geschenkt, schon gar keine guten Noten. Aber neben dem beachtlichen Leistungsniveau war und bleibe Menschlichkeit die konstante Größe an der Schule. „Bauen Sie weiter auf der hervorragenden Grundlage auf, und ich verspreche Ihnen: Die von Ihnen erwähnte unendliche Geschichte hat nur noch ganz wenige Seiten, die bald gelesen sein werden“, spielte sie auf das Ende der Bauarbeiten in absehbarer Zeit an.

Bevor die Schüler, die wie das Lehrerkollegium an hellblauen T-Shirts mit Neutor-Logo und Schriftzug zu erkennen waren, das Programm übernahmen, überbrachte Heinz Schmitz die Glückwünsche der Verbandsgemeinde. „Hier wird nicht nur das ABC und das Einmaleins gebüffelt, hier wird Schule gelebt“, so sein Urteil, um der Trommel-AG um Dietmar Dietrich auf der Bühne Platz zu machen.

Auf der führten dann Zweitklässler einen Sketch vom „Elternsprechtag“ auf. „Are you ready for it?“, fragten anschließend junge Sänger mit Taylor Swift, bevor Tänzer mit ihrem Twist in die 50er-Jahre entführten und das Tambourcorps professionell zu Magier Heiko Staub überleitete, der wie schon im Herbst 2013 kleine und große Gäste verzauberte.

DL

Gemeinsam mit seinem Vorgänger Josef Rönn begrüßte Rektor Jens Heinroth die Besucher.

Gemeinsam mit seinem Vorgänger Josef Rönn begrüßte Rektor Jens Heinroth die Besucher.

Ein lebendiger Ort des Lernens

Die Trommel-AG um Dietmar Dietrich eröffnete das Schülerprogramm. Fotos: DL

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  • Rita Butz: Sehr schön verfasster Bericht , sehr zutreffend und diese beiden " Helden " üben eine Vorbildfunktion für unsere Gemeinde aus !! L. G. verbunden mit meiner höchsten Wertschätzung!!

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