Obst- und Gartenbauverein Rheinbreitbach unternahm eine Exkursion
Ein lehrreicher Besuch im Botanischen Garten
Rheinbreitbach. „Und das wird bald wiederholt!“ So klang das Versprechen einiger Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins Rheinbreitbach. Gemeint war der erneute Besuch der Kölner Flora, denn dorthin ging zunächst der geplante Ausflug mit dem Reisebus. Die Programmpunkte waren natürlich wieder sorgfältig vom Vereinsvorstand vorbereitet worden und so empfingen zunächst die gärtnerisch ausgebildeten Damen Astrid Schubert und Dr. Birgit Werner die knapp fünfzig Teilnehmer des OGV. Voller Erstaunen war zu hören, dass der Botanische Garten, auch Kölner Flora genannt, bereits 1864 von einer Aktiengesellschaft unter der Schirmherrschaft der Kaiserin Augusta gegründet wurde. Für den Gesamtentwurf der Flora war der aus Bonn stammende Peter Joseph Lenné gewonnen worden - als Preußisch Königlicher Generalgartendirektor. Das Areal lag benachbart zum Kölner Zoo, sodass sich dieses Gebiet schnell als Naherholungsgebiet für die Kölner Stadtbevölkerung etablierte. Wie so oft und immer wieder haben die unsinnigen Kriege vieles kaputt und unwiederbringbar gemacht.
So dürfen sich die Kölner glücklich schätzen, dass die elf Hektar große Flora peu à peu wieder als Gartenanlage aufgebaut wurde - mit dem Festhaus und auch dem neuen Subtropenhaus, das auch die Kameliensammlung beherbergt. Darüber hinaus wurden auch Sondergärten mit Heil-, Arznei- und Nutzpflanzen angelegt.
All das konnten die Besucher nun im neuen Glanz bewundern und da die gartenkundigen „Flora-Damen“ auch einige Kunstblätter zur Ansicht durch die Runde reichten, hatten die Teilnehmenden eine Vorstellung von den damaligen Dimensionen des Prachtgartens und dem Vergleich zu heute.
Die knapp zweistündige Führung verlangte dann nach einer Kaffeepause. Danach stand noch ein kleiner Spaziergang auf eigene Faust auf dem Programm. Vorbei am Garten der WDR-Lokalzeit, am Bauerngarten mit Gemüsebezeichnungen in rheinischer Sprache, dem Palmenweg, dem Fuchsiengarten, den Gärten der Funkien und Heilkräuter.
Mit 12.000 kultivierten Pflanzenarten liegt die Flora kostenlos und direkt vor der Haustür der Rheinbreitbacher.
„Das müssen wir bald wiederholen“ - war dann zu hören, als die Gruppe noch zum Vespern einen Zwischenstopp im Biergarten in Brühl einlegte, bevor es nach Hause ging. Weitere Informationen gibt es in Mitteilungsblättern und im Internet unter: www.ogv-rheinbreitbach.de/
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