Neuwieder Hospizverein bietet Gesprächskreis und Auszeitwochenende für trauernde Angehörige
Ein neuer Weg durch die Trauer
Kreis Neuwied. Durch den Tod eines nahestehenden Menschen wird oftmals das ganze Leben durcheinandergewirbelt. Der rote Faden, der sich durch den Alltag zieht, scheint verloren. „Und dies geschieht, unabhängig davon, ob man den Tod des geliebten Menschen aufgrund von Krankheit erwartet hat oder nicht“, sagt Dr. Sylvia Brathuhn. Die Pädagogin und Trauerbegleiterin bietet im Neuwieder Hospizverein Gesprächskreise, Auszeittage und -wochenenden für trauernde Angehörige an.
Warum können diese Angebote Trauernden helfen, wieder Selbstvertrauen zu finden, um ihren eigenen Trauerweg beschreiten zu können? „Trauerbegleitung ist sprichwörtlich Entwicklungshilfe, denn der Prozess der Trauer ist eine Entwicklung, die jeder Mensch individuell durchlebt. Gerade die Begleitung in einer Gruppe mit Gleichbetroffenen lassen viele Trauernde erleben, dass sie nicht allein sind mit ihrer Trauer. Sie fühlen sich nicht als Außenseiter, erleben, dass auch andere Menschen so fühlen und denken, wie sie. „Kurz nach dem Tod eines Menschen erleben viele vielleicht noch die Unterstützung durch die Verwandtschaft oder Nachbarschaft. Doch später wird die Trauer des Betroffenen im Umfeld nicht mehr aufmerksam wahrgenommen.“ Und genau dann sei es gut, einen Raum zu haben, in dem man so sein darf, wie man ist. Wo man seine eigenen – manchmal befremdlichen – Gedanken aussprechen und an den Erfahrungen der anderen teilhaben kann.
Der Gesprächskreis für trauernde Angehörige findet einmal im Monat in der Geschäftsstelle des Neuwieder Hospizvereins ab dem 22. Februar von 18 bis 20.15 Uhr statt (Anmeldung erforderlich). Vom 19. bis 21. April findet das nächste Auszeitwochenende (Anmeldungen bis 15. Februar) statt. Veranstaltungsort ist Vallendar. Infos und Anmeldungen zu allen Angeboten gibt es unter Tel. (0 26 31) 9 53 04 88.
