Allgemeine Berichte | 16.05.2018

Maiversteigerung und Junggesellenfest in Oberdrees

Ein strahlendes Königspaar stand im Mittelpunkt des Geschehens

An seinem großen Tag an Christi Himmelfahrt konnte sich das Oberdreeser Maikönigspaar Matthias Ruland und Tamara Höckendorf (vorne, Mitte) über den Besuch der Königspaare aus den umliegenden Ortschaften freuen.  EICH

Oberdrees. Es war eine lange Nacht für die Junggesellen von Oberdrees, als am Samstag vor Palmsonntag die Mailehenversteigerung zu Ende ging.

In der Nacht wurden 18 Mädchen an die anwesenden 30 Junggesellen versteigert, wobei so manches Bier für die nötige Stimmung sorgte. Gegen halb drei in der Nacht war es soweit: Der Maikönig 2018 in Oberdrees stand fest. Mit dem letzten Gebot hatte Matthias Ruland seine Maikönigin erkoren. „Es gab ein Kopf-an-Kopf-Rennen, wobei ich zum Schluss den Deckel drauf gemacht habe“, freute sich Ruland. Mit dem höchsten Gebot der Versteigerung hatte er Tamara Höckendorf zur Maikönigin gemacht.

Noch in der Nacht zogen die Junggesellen zum Haus der Königin, wo sie auch noch zu so später Stunde herzlich empfangen wurden. Mit dem Lied „Der Mai ist gekommen“ und dem Tanz unter der Vereinsfahne ließ man das Maikönigspaar hochleben, und der letzte Junggeselle verließ erst gegen sieben Uhr in der Frühe das improvisierte Fest. Tamara Höckendorf ist allen bestens bekannt. Sie bildete in der Session 2016/17 mit ihren Cousinen das Karnevalsdreigestirn, wobei sie als Prinzessin fungierte. Höckendorfs Eltern stehen jetzt in den Startlöchern. Sie werden in der nächsten Karnevalssession 2018/19 in Oberdrees das Prinzenpaar stellen.

Zwei Maibäume gestellt

Am 30. April wurde in der Nähe des Hauses der Maikönigin der Königsbau, durch die Junggesellen in einem vorbereiteten Loch aufgestellt. Dieses hatte der Maikönig nach alter Tradition selbst ausgehoben, während die übrigen Junggesellen ihn bei dieser mehrtägigen Aktion motivierten. Mit vereinten Kräften wurde der Baum in die Höhe gebracht. Dabei wurden die Junggesellen von einer großen Schar von Zuschauern angefeuert. Von den Verwandten der Majestäten wurden alle mit Speisen und Getränken versorgt.

Beim anschließenden Setzen des Maibaums auf dem Dorfplatz gab es einen Zwischenfall. Als die große geschmückte Tanne in die Höhe gehievt werden sollte, verlor der Baum den Halt und schlug auf das Dach des angrenzenden Wartehäuschens und zerbrach. Gott sei Dank wurde niemand verletzt. Not macht erfinderisch, und so wurde die gekürzte Tanne aufgerichtet.

Launige Worte von Pfarrer

Die eigentliche Krönung fand am Vorabend des Himmelfahrtstags in der Kirche von Oberdrees statt. In der Messe, die von Pfarrer Bernhard Dobelke zelebriert wurde, wurde das Maikönigspaar gekrönt. „Diese Sache mit euch beiden ist sicherlich noch ausbaufähig“, meinte Dobelke mit einem Schmunzeln. Mit dabei waren die Hofdamen Nina Schneider, Corinna Schreiner, Jessica Schreiner und Annemarie Ruland, die das Königspaar begleiteten.

Nach der Kranzniederlegung am Ehrenmal für die Gefallenen der beiden Weltkriege, bei der der Vorsitzende Fabian Windmüller eine Ansprache hielt, zog der Festzug zum Zelt auf dem alten Schulhof. Zu Ehren des Königspaars wurde vom Fähnrich der Junggesellen die Vereinsfahne geschwenkt, unter der die Tollitäten anschließend tanzten. Am Vatertag waren die befreundeten Junggesellenvereine aus den Nachbarorten Ramershoven, Flerzheim, Roisdorf, Niederdrees, Heimerzheim, Queckenberg, Flamersheim und Odendorf mit ihren Maikönigspaaren nach Oberdrees gekommen, um am Maifest der dortigen Junggesellen teilzunehmen. Bei strahlendem Sonnenschein setzte sich der Festzug unter großer Teilnahme aller Ortvereine durch das Dorf in Bewegung. Tamara Höckendorf wurde zuhause abgeholt und fuhr dann mit Maikönig Matthias Ruland im offenen Cabriolet an den wartenden Zuschauern vorbei. Begleitet wurde der Umzug vom Spielmannszug „Echo“ aus Niederdrees unter der Leitung von Paul Raaf. „Wir waren überwältig von der großen Anteilnahme der Ortsvereine. Das hat uns gezeigt, dass sie hinter uns und dem Junggesellenverein stehen. Wir bedanken uns bei allen Ortsvereinen und auch bei den befreundeten Junggesellenvereinen für die großartige Unterstützung“, freute sich das Maikönigspaar.

Fähnriche ermittelten Meister

Bei den anschließenden Bundesmeisterschaften im Fähndelschwenken gab es folgende Platzierungen: 1. Dominik Schwager, Erpel; 2. Philipp Schmitz, Bruchhausen; 3. Alex Hirzmann, Erpel; 4. Günter Brockerhoff, Fischenich; 5. Jan-Philipp Wallek, Unkel; 6. Mirko Höckendorf, Oberdrees; 7. Björn Hübenthal, Unkel; 8. Lukas Ley, Leubsdorf.

Pokale für die Odendorfer

Bereits am Mittag hatte der Meterbierpokal-Wettbewerb begonnen wobei elf Bier auf ein einen Meter langes Brett gezählt werden. Der Verein, der die meisten Biere konsumiert, hat gewonnen. Außerdem gibt es weitere Disziplinen, für die ein Pokal ausgelobt wurde. Der Meterbierpokal ging an die Junggesellen aus Odendorf mit 100 Metern, die auch den Pokal für die Meistbeteiligung und den Stimmungspokal bekamen. Der Vorsitzende der Odendorfer Junggesellen, Sebastian Fuhrmann, spendete den Pokal der 83-jährigen „Oma Käthchen“ der Maikönigin. Der Spezialpokal ging an den JGV Niederdrees als „Newcomer“. Dieser Junggesellenverein hat sich erst in diesem Jahr neugegründet. Der Pokal für die weiteste Anreise ging an den JGV Roisdorf, und die Auszeichnung für die beste Festzugsordnung ging an den JGV Heimerzheim. Die gesamte Bewirtung wurde durch die Junggesellen Oberdrees und ihre Damen allein gestemmt. Hierzu zählten auch der Imbiss und die Kuchentheke. Noch bis in den frühen Freitagmorgen wurde bei Disco-Musik kräftig im Festzelt gefeiert.

Da der Dorfmaibaum aufgrund eines Missgeschicks durchgebrochen war, richteten die Junggesellen kurzerhand die verkürzte Resttanne auf.

Da der Dorfmaibaum aufgrund eines Missgeschicks durchgebrochen war, richteten die Junggesellen kurzerhand die verkürzte Resttanne auf.

Ein strahlendes Königspaar stand im Mittelpunkt des Geschehens

An seinem großen Tag an Christi Himmelfahrt konnte sich das Oberdreeser Maikönigspaar Matthias Ruland und Tamara Höckendorf (vorne, Mitte) über den Besuch der Königspaare aus den umliegenden Ortschaften freuen. Fotos: EICH

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