Allgemeine Berichte | 29.06.2016

Das „Geburtstagskind Mayen“ wurde zur singenden, klingenden Stadt - unser Reporter Bernd Schmitz war live dabei

Ein überwältigender Open-Air-Konzertabend

Big-Band der Bundeswehr gastierte auf dem Mayener Marktplatz - Eines der Highlights beim Jubiläum 725 Jahre erbrachte Spendenerlös von 16.000 Euro

Sängerin Bwalya mit ihrer traumhaften Stimme und dier Big Band der Bundeswehr begeisterten auf dem Mayener Marktplatz über 3.500 Besucher. Bernd Schmitz

Mayen. Wenn es um das „Helfen“ geht und wenn dazu ein erstklassiger Klangkörper, wie die Big Band der Bundeswehr aufspielt, dann sind die Mayener und die aus der Region zum Anlass in die Eifelstadt geeilten Besucher auch gerne bereit für den „guten Zweck“ in die Tasche zu greifen. Das beliebte Showorchester musizierte nämlich zugunsten der Aktion „Unvergessen“, der Bundeswehr, für die Mayener Spiel- und Lernstuben (Caritas und Lebenshilfe), sowie für das Projekt „Mama Mija“ auf dem Marktplatz. Und eines kann man mit Fug und Recht behaupten: Das lange Warten auf das Benefiz-Konzert hat sich bestens gelohnt. Es war eines dieser großen Events zum Stadtjubiläum „725 Jahre Mayen“, das „Open Air“- Benefizkonzert der Big-Band der Bundeswehr.

Das Warten hat sich gelohnt

Nachdem der Wettergott für den zuerst angesetzten Termin am 28. April einen Strich durch die Rechnung gemacht hatte, war es nun, 2 Monate später so weit, und der „Konzertsaal“, Mayener Marktplatz bot am Abend das Flair für die richtige Party-Stimmung mit Swing, Rock und Pop der Spitzenklasse. Denn an Musikalität ist diese Bigband, die in Mayen übrigens keine Marschmusik spielte, nicht zu übertreffen. Man könnte den Klangkörper ohne Übertreibung wohl als bestes Orchester Deutschlands bezeichnen.

Schon im Vorfeld verlautete von den Verantwortlichen der Veranstaltergemeinschaft (Kreissparkasse Mayen, Stadt Mayen, Firma MHT und Wochenspiegel): „Wir haben uns auf die Fahne geschrieben, aus Anlass unseres Stadtjubiläums das ganze Jahr über zu feiern. Und da gehört diese fantastische Big-Band, zu der der Chef der Oberst Hauschild-Kaserne, Christian Bader, die richtigen Kontakte geknüpft hat, einfach dazu“.

Ganz klar, wer diese Band, die auch innerhalb von Europa Rang und Namen hat, dieses Highlight erlebt, der wird feststellen, „was gibt es Schöneres, um das Jubiläum einer so schönen Garnisonsstadt wie Mayen zu feiern?“

Bereits um 8 Uhr am Morgen hatte der Aufbau des großen Bühnentrailers mit einer Breite von 18 Metern, 10 Meter Tiefe und 8 Meter Höhe vor dem Alten Rathaus platziert, begonnen, der dank der Hilfe von 20 BW-Soldaten und zwei Einweisern, bis 12 Uhr dauerte. „Die Musiker spielen dann Richtung Burg, also „den Berg hinauf“, hieß es auf der „Baustelle“ „Jetzt geht´s mit der Technik los, die müssen um 15 Uhr fertig sein, denn dann kommen die Musiker, zum Soundcheck“, informierte der Technische Leiter, Peter Breidbach, unsere Zeitung.

Die Akteure, die im letzten Jahre über 60 Konzerte, ob nun Open Airs oder in Hallen, absolvierten, spielten zwei Tage vorher noch in Kiel. Vom südlichen Teil Deutschlands, vom Nebelhorn bis zum nördlichen, St. Peter Ording, ob beim Bundespräsidenten oder beim Bundespresseball, überall ist dieses Showorchester der besonderen Klasse, das unter Bundeskanzler Helmut Schmidt einst den Auftrag bekam, „beste Unterhaltungsmusik für eine moderne Bundeswehr“ zu intonieren, unterwegs.

Phänomenales Repertoire

Das Repertoire ist phänomenal. Sozusagen von Glenn Miller bis zu Robbie Williams reicht die Bandbreite der 23 Profimusiker, die neben ihrer Musik auch eine Sanitätsausbildung absolviert haben.

Zu ihnen gehört auch die exzellente Sängerin „Bwalya“, aus Namibia. Man ist versucht, ihre Musik „Afrika-Beat“ zu nennen. Das ist sie aber nicht. Man will sie vielleicht als „European Jazz“ bezeichnen, aber dies trifft auch nicht. Man möchte vielleicht „American Soul“ dazu sagen, aber das stimmte ebenso wenig. Bwalyas Musik kam einzigartig herüber. Sie gehörte ihr und nur ihr. Da kann man nur sagen „Was für eine schöne Verschmelzung der Kulturen“.

„Auf unserem Markt ist Platz für bis zu 5.000 Menschen, heute sind über 3.500 gekommen und die werden sicherlich bei freiem Eintritt auf ihre Kosten kommen“, war Mayens Oberbürgermeister Wolfgang Treis vor Beginn um 20 Uhr sicher und überreichte das Mikro an den fantastischen Moderator, Johannes M. Langendorf, der gleich eine erste Amtshandlung vornahm, als er die Verantwortlichen Burkhard Hau, Helmut Sareyko, Karl Josef Esch, Oberst Christian Bader und natürlich den Stadtchef Wolfgang Treis auf „Spendensammel-Tour“ unter die Besucher schickte. Und die freuten sich alle, als es hieß: „Spot an“, für die Big-Band der Bundeswehr unter ihrem Bandleader Oberstleutnant Timor Oliver Chadik. Er vertrat die Meinung, die „Partitur“ zum Erfolg auf den „Brettern“ die ihm und seinen Männern die Welt bedeuten, wird aus dem Gefühl für die Musik, Talent und dem Können der Bandmitglieder auf ihren Instrumenten, sowie harter Arbeit und Disziplin geschrieben. Stimmt, denn dieses Orchester beherrschte viele verschiedene Stilrichtungen.

Sobald die Bühne im Rampenlicht erstrahlte, gelang es ihm und dem Klangkörper in Uniformen unserer Streitkräfte sehr schnell, das Publikum mit einer perfekt arrangierten Show im Bereich „Swinging-Rock-Pop“ der Superlative in ihren Bann zu ziehen. „Birth of a Band“, ein „Duke Ellington Medley“, „Loving you“, „Niederländisch Tirol“, „Vonga“, „Hansis finest“, „A thousand times you“, „J.B. in the house“, „Purple Rain“, „Tristeza“, oder „In the Mood“. Nicht zu vergessen das unsterbliche „My Way“. Nicht nur das Gesamtensemble, sondern auch die fantastischen Instrumental-Solisten überzeugten. Und immer wieder „Bwalya“, die es exzellent verstand, stimmlich afrikanische Traditionen mit modernem Jazz verschmelzen zu lassen.

Sensationelle 16.000 Euro

Und dann das tolle Ergebnis für den „Guten Zweck“. Sage und schreibe 10.000 Euro spendeten die Besucher. Plus 4.500 Euro für die Werbung auf Großbildwand durch die Sponsoren und einer weiteren Aufstockung durch die stolze Veranstaltergemeinschaft kamen letztendlich 16.000 Euro zusammen. Da ließ OB Treis gleich als „i-Tüpfelchen“ den karnevalistischen Schlachtruf der Mayener „Mayen Mayoh“ erschallen. Ein dickes Dankeschön galt allen vor und hinter den Kulissen: Feuerwehr, Rotes Kreuz und viele mehr, an diesem Abend der Lebensfreude. Nun, was will man mehr: Partystimmung, kulinarische Köstlichkeiten, beste Unterhaltung und ein tolles Ergebnis für Menschen. BS

Eine riesige Menschenmenge folgte den Klängen der Vollblutmusiker.

Eine riesige Menschenmenge folgte den Klängen der Vollblutmusiker.

Freuten sich über den Erfolg: v.l. Burkhard Hau, Wolfgang Treis, Moderator Langendorf, Oberst Christian Bader und Karl Josef Esch.

Freuten sich über den Erfolg: v.l. Burkhard Hau, Wolfgang Treis, Moderator Langendorf, Oberst Christian Bader und Karl Josef Esch.

Oberst Christian Bader beim Sammeln.

Oberst Christian Bader beim Sammeln.

Mayens Stadtchef Wolfgang Treis war überglücklich: „Toll das so viele Menschen zu diesem Highlight unseres Stadtjubiläums gekommen sind“.

Mayens Stadtchef Wolfgang Treis war überglücklich: „Toll das so viele Menschen zu diesem Highlight unseres Stadtjubiläums gekommen sind“.

Sängerin Bwalya mit ihrer traumhaften Stimme und dier Big Band der Bundeswehr begeisterten auf dem Mayener Marktplatz über 3.500 Besucher. Fotos: Bernd Schmitz

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