Allgemeine Berichte | 10.09.2021

Verbandsgemeinde Montabaur

Ein virtueller Rundgang über den Friedhof

VG Montabaur mit neuem digitalen Service: Grabstätten einfach im Netz finden

Auf den Friedhöfen in der VG Montabaur können sich Interessierte ab sofort per Tablet oder Smartphone leichter orientieren und nach einem bestimmten Grab suchen. Markus Kuch und Lisa Gerharz von der Verbandsgemeindeverwaltung testen die neue digitale Auskunftsplattform vor Ort auf dem Friedhof der Stadt Montabaur. Foto: VG Montabaur

Montabaur. Beim Besuch auf dem Friedhof hat man die spontane Idee, am Grab eines alten Freundes vorbeizuschauen, der kürzlich verstorben ist. Das Problem: Weil man bei der Beisetzung selbst nicht vor Ort war, weiß man nicht, wo sich dessen letzte Ruhestätte befindet. Bleibt also nur die Option, die vielen Gräber abzugehen, um das gesuchte Grab zu finden.

Auf den Friedhöfen in der Verbandsgemeinde Montabaur gehört diese umständliche Gräbersuche ab sofort der Vergangenheit an. Dank einer neuen digitalen Auskunftsplattform ist das gesuchte Grab mithilfe etwa des Smartphones ganz schnell gefunden. Die Verbandsgemeinde Montabaur gehört zu den ersten Kommunen im nördlichen Rheinland-Pfalz, die einen solchen digitalen Friedhofsplan anbieten. Umgesetzt wurde das Projekt in Zusammenarbeit mit der PBSGEO GmbH aus Köln, die rund 300 Papierpläne von den Friedhöfen der gesamten Verbandsgemeinde digitalisiert, in das System eingespielt und die entsprechende Software (GIS – Geografisches Informations-System) geliefert hat.

Die neue Plattform bietet die Möglichkeit zu einem virtuellen Rundgang über alle 31 Friedhöfe in der Verbandsgemeinde – von Bladernheim bis Welschneudorf. Nachdem der gewünschte Friedhof ausgewählt wurde, zeigt der Bildschirm die Gesamtanlage in einer Übersicht. Wer nun das Grab einer bestimmten Person sucht, muss einfach den Familiennamen in das Suchfeld der Seite eingeben. Er bekommt so alle Personen dieses Nachnamens angezeigt, die auf dem ausgewählten Friedhof begraben liegen. Wählt man dann einen Namen aus der Liste aus, wird einem die Grabstelle auf dem Übersichtsplan angezeigt. Befindet man sich persönlich auf dem Friedhof und nutzt das Smartphone oder ein Tablet, besteht die Möglichkeit, den eigenen Standort per GPS-Signal abzurufen, um sich so auf dem Friedhofsplan entsprechend orientieren zu können. Auch ist durch eine farbliche Kennzeichnung sofort ersichtlich, welches Grab belegt (rot) oder noch zur Auswahl steht (grün) und welche früheren Gräber bereits eingeebnet wurden (grau). Darüber hinaus stehen bei vielen der Friedhöfe zusätzliche Informationen zur Verfügung, beispielsweise gibt es Fotos von bedeutenden Grabanlagen, Denkmälern oder der Friedhofskapelle.

Der Datenschutz wird mit der digitalen Grabauskunft übrigens nicht verletzt. „Schließlich stehen die Namen der Verstorben auch auf den Grabsteinen. Und die kann jeder lesen, wenn er über den Friedhof spaziert“, erklärt Markus Kuch, Sachgebietsleiter Umwelt, Friedhöfe, Bauhöfe bei der Verbandsgemeindeverwaltung Montabaur, und ergänzt: „Selbstverständlich ist es auch möglich, Gräber entsprechend zu anonymisieren, wenn dies gewünscht wird.“

Zudem weist er darauf hin, dass der digitale Friedhofsplan nicht nur als reiner Bürgerservice dient, sondern auch die Arbeit der Friedhofsverwaltung um einiges erleichtert. „Unter anderem macht dies die Kommunikation mit den auf den Friedhöfen tätigen Gewerken, wie Bestatter, Steinmetz oder Friedhofsgärtner, um einiges einfacher“, berichtet der Sachgebietsleiter. Aber auch die Mitarbeitenden in der Verwaltung profitieren vom digitalen Friedhofsplan. Bislang war die Friedhofsverwaltung eher umständlich. „Sämtliche Gräber wurden per Hand in riesige Papierplänen eingetragen“, berichtet Gabi Heidrich, die gemeinsam mit ihrer Kollegin Lisa Gerharz zuletzt viel Zeit damit verbracht hatte, sämtliche Bestandspläne zu kontrollieren und für die Digitalisierung vorzubereiten. Fanden bisher auf einem Friedhof Veränderungen statt – etwa durch das Einebnen alter oder Anlegen neuer Grabstätten – mussten die beiden Verwaltungsmitarbeiterinnen händisch auf den Plänen durchstreichen, korrigieren oder neu eintragen. Immer wieder mussten neue Pläne angelegt werden. Dabei kamen im Laufe der Jahre natürlich etliche Aktenordner zusammen, die gleich mehrere Schränke in ihrem Büro füllen. Künftig dürften die Ordner weniger werden, denn Dank des neuen Programms können solche Änderungen nun ganz einfach mit wenigen Klicks erledigt werden. Darüber hinaus liefert das Programm den Verwaltungsmitarbeitern weitere wichtige Infos: „Gegenüber dem normalen Nutzer, der auf der Plattform nur den Namen des Verstorbenen sowie Grabnummer und Grabart mitgeteilt bekommt, stehen uns auch weitere Informationen über die jeweiligen Grabstätten zur Verfügung“, sagt Markus Kuch. „So sehen wir beispielsweise sofort, welche Grabstätten in den kommenden Jahren wegfallen und können entsprechend frühzeitig planen.“

Um den Friedhofsbesuchern die Nutzung des digitalen Friedhofsplanes vor Ort zu erleichtern, sollen demnächst auf jedem Friedhof entsprechende Schilder mit einem QR-Code angebracht werden, den man dann ganz einfach mit dem Smartphone einscannen kann, um so schnell und einfach seinen virtuellen Rundgang über den Friedhof starten zu können.

Der Friedhofsplan der Verbandsgemeinde Montabaur ist erreichbar unter https://vg-montabaur.friedhofsplan.de/map.

Pressemitteilung

Verbandsgemeindeverwaltung Montabaur

Auf den Friedhöfen in der VG Montabaur können sich Interessierte ab sofort per Tablet oder Smartphone leichter orientieren und nach einem bestimmten Grab suchen. Markus Kuch und Lisa Gerharz von der Verbandsgemeindeverwaltung testen die neue digitale Auskunftsplattform vor Ort auf dem Friedhof der Stadt Montabaur. Foto: VG Montabaur

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Sandra Sattler: Der Zustand der L330 zwischen. Nassau und Zimmerschied ist eine absolute Katastrophe- und das nicht erst seit gestern! Wir sind wohnhaft in Hömberg und werden seit vielen Jahren mit diversen Ausreden vom LBM vertröstet.
  • Janek: Wer die Strecke kennt, kann sich den Grund bereits denken … Der Straßenzustand ist dort so schlecht, dass er besonders für Motorradfahrer ein ernstzunehmendes Sicherheitsrisiko darstellt. Dem verunglückten...
  • Siegfried Kowallek: Verwunderlich ist weiterhin, dass die SPD der Neuwieder CDU vorhält, gegen den Unvereinbarkeitsbeschluss der Christdemokraten in Bund und Land im Hinblick auf die Partei Die Linke zu verstoßen. In insgesamt...
  • Siegfried Kowallek: Die Nennung von BSW und der Partei Die Linke im selben Kontext ist sachlich nicht gerechtfertigt und damit unredlich. Prominentester linker Befürworter deutscher Waffenlieferungen an die Ukraine ist Bodo...
  • Beatrix Biskup: Ich habe Bibliotheken immer geliebt und ich freue mich über jeden Schritt den die Stadtbibliothek in Richtung Zukunft geht und über jede Veranstaltung die diese durchführen würde.
Titelanzeige KW 15
Auftrag, Nr. AF2025.000354.0, April 2026
125-jähriges Jubiläum der Rosenkranzkirche Bad Neuenahr und offizielle Wiedereröffnung am 12.04.26
Wohnträume
Leiter/in (w/m/d)
Aushilfskraft (w/m/d)
Empfohlene Artikel
Vom 6. bis 8. April 2026 machte das Infomobil des Deutschen Bundestages Station auf dem Himmeroder Wall in Rheinbach. Foto: Stadt Rheinbach
14

Rheinbach. Vom 6. bis 8. April 2026 machte das Infomobil des Deutschen Bundestages Station auf dem Himmeroder Wall in Rheinbach. Der 17 Meter lange und 26 Tonnen schwere Promotion-Truck tourt jährlich durch rund 60 Städte in ganz Deutschland. Ziel ist es, die Arbeit des Parlaments anschaulich zu vermitteln. Im Laufe von zwei Wahlperioden sollen so alle 299 Wahlkreise besucht werden.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Stadt Mayen trauert um ihren Ehrenbürger Mario Adorf.
59

Im Foyer des Rathauses in der Rosengasse liegt ein Kondolenzbuch aus, in das sich Bürgerinnen und Bürger eintragen können

Stadt Mayen trauert um Mario Adorf

Mayen. Die Stadt Mayen trauert um ihren Ehrenbürger Mario Adorf, der am 8. April 2026 im Alter von 95 Jahren verstorben ist.

Weiterlesen

Pfarrer Jörg Meyrer. Foto: privat
14

Sie ist gerade nicht besonders verlässlich. Kriege, Krisen, harte Worte in der Politik. Vieles ist in Bewegung, manches gerät aus den Fugen. Für uns Erwachsene ist es schon nicht einfach, alles zu verfolgen – und erst recht nicht, alles zu verstehen. Und zu begreifen, warum die Mächtigen ihre Gewalt- und Kriegsspiele treiben. Wie machen Kinder das?

Weiterlesen

Imageanzeige
Imageanzeige
Dauerauftrag 2025
Imageanzeige - Dauerauftrag
Rund ums Haus
Kleinanzeigen
Container Anzeige
Ostergrußanzeige
Stellenanzeige
Wohnträume
Sonderseite 02 -Wohnträume NR
Angebotsanzeige (April)
Wohnträume
Wohnträume - Wohnen & Garten im Blick
Wohnträume - Wohnen und Garten im Blick
Sachbearbeiter (m/w/d)
Stellenausschreibung Hausmeister/in
Anzeige Tag der offenen Tür am Zeiberberg
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0220#