Pädagogischer Nachmittag in der Synagoge Niederzissen
Einblicke in die jüdische Geschichte
Niederzissen. Am 18. Juli besuchten Kolleginnen und Kollegen der Berufsbildenden Schule des Kreises Ahrweiler im Rahmen eines pädagogischen Nachmittags die Synagoge Niederzissen. Die speziell auf pädagogische Aspekte ausgerichtete Führung bot die Gelegenheit, das Wissen über die regionale jüdische Kultur und Geschichte zu erweitern.
Die Synagoge Niederzissen, einst das stolze Zentrum des jüdischen Lebens in der Region, wurde in der Reichspogromnacht am 9. November 1938 von den schrecklichen Wellen des Holocausts mitgerissen. Die jahrhundertealte Kultur und die lebendige Gemeinschaft, die hier einst florierten, wurden durch eine Welle von Gewalt und Zerstörung ausgelöscht.
Die Erinnerung an die Synagoge und ihre einstige Bedeutung für die Gemeinde lebt jedoch weiter. Gemeinsam mit Überlebenden und ihren Nachkommen, sowie engagierten Bürgern, wird der Verlust der Synagoge und der jüdischen Gemeinde in Niederzissen heute mit feierlichen Gedenkveranstaltungen oder Ausstellungen am und um den 9. November gedacht.
Die Gemeinde hat sich entschlossen, die Erinnerung an die Synagoge auch für kommende Generationen zu bewahren. In Zusammenarbeit mit Historikern, Überlebenden und sachkundigen Kuratoren wurde ein Gedenkort eingerichtet, der die Geschichte der jüdischen Gemeinde in Niederzissen und die Bedeutung der Synagoge würdigt. Besucher können hier anhand von Dokumentationen, Bildern und Erinnerungsstücken in die bewegende Vergangenheit und Kultur eintauchen.
Das Gedenken an die Synagoge Niederzissen ist nicht nur ein Akt der Erinnerung, sondern auch ein Zeichen der Hoffnung und des Zusammenhalts. Die Gemeinde Niederzissen zeigt, dass sie aus der Geschichte lernt und sich für eine Welt einsetzt, in der Toleranz, Respekt und Mitgefühl vorherrschen.
Pressemitteilung
BBS Kreis Ahrweiler
