Staatssekretärin Dr. Christiane Rohleder nannte die App „Allize“ für Alleinerziehende im Westerwald ein „Vorbild für andere“
Eine App für Alleinerziehende
MONTABAUR. In Vertretung der ursprünglich für diesen Termin angekündigten erkrankten Ministerin für Familie, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz, Anne Spiegel, starte Staatssekretärin Dr. Christiane Rohlender eine gemeinsam mit der Gleichstellungsstelle des Westerwaldkreises eine App für Alleinerziehende. Dieses neue Angebot ist aus einem Konzept der „Initiative für Alleinerziehende“ erwachsen, das beim Wettbewerb „Kommunale Politik für mehr Familienzeit“ des Ministeriums eingereicht wurde. Es wurde mit einem Preisgeld von 10.000 Euro ausgezeichnet. Mit diesen Mitteln konnte schließlich die App finanziert „Allize“ werden, die ab sofort über den Google Playstore und in Kürze auch über den Apple App Store heruntergeladen werden kann.
Die Erste Kreisbeigeordnete Gabi Wieland bezeichnete das neue Angebot als niederschwellige Hilfe, die gerade im ländlichen Raum eine gute Vernetzungsfunktion übernehmen könne.
Staatssekretärin Dr. Christiane Rohleder betonte, dass das Thema Förderung von Familien, besonders von Alleinerziehenden, ein Herzensthema der abwesenden Ministerin sei, die sie vertreten durfte. Das, was Familien für die Gesellschaft leisteten, bedürfe großer Wertschätzung. Und immer wieder sei das Bedürfnis wahrnehmbar, mehr Zeit füreinander zu haben, Kraft zu tanken und füreinander da zu sein. Das Bedürfnis nach mehr Zeit füreinander betreffe besonders alleinerziehende Elternteile, die vielfach die wirtschaftliche Notwendigkeit hätten, mehr als nur geringfügig zu arbeiten. Ministerin Anne Spiegel wisse selbst als Mutter von vier Kindern, welche Zeitbedarfe gleichzeitig in der „Rush-Hour des Lebens“ bestehen. Hierbei sei es für die Alleinerziehenden nützlich, kleine Wartezeiten mit der App zu nutzen, damit mehr Familienzeit entstehe. Die App betrachte sie insofern als vorbildlich, als sie Informationen für Familien an einem Ort online bündelt , ergänzt durch die Online-Beratung des Verbandes alleinerziehender Väter und Mütter in Rheinland-Pfalz. „Ein Modell, an denen sich auch andere orientieren können“, lobte die Staatssekretärin das neue Angebot.
Joachim Türk vom Kinderschutzbund interviewte zwei anwesende Angehörige der Zielgruppe der neuen App, Lisa Preußer und Melanie Käfer-Simon, die über ihre jeweilige Lebenssituation als Alleinerziehende Auskunft gaben.
Für die Landtagsabgeordnete Dr. Tanja Machalet sei es „immer schon ein Wunschtraum“ gewesen, dass es jetzt eine App „mit kurzen Wegen für alle“, mit lebenspraktischen Kategorien, in die der User anhand von Fragen navigiert werde. Zentral sei für sie auch das Angebot des virtuellen Austausches, quasi eine „virtuelle Selbsthilfegruppe“ für Alleinerziehende. Die App werde noch weiter fortentwickelt. Als Zukunftsoption könne sie sich vorstellen, dass auch amtliche Formulare und Anträge über die App ausgefüllt und versandt werden könnten.
Lisa Preußner und Melanie Käfer-Simon (v. li.) von Allize.
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