Allgemeine Berichte | 22.07.2024

Erster Spatenstich für die Bahnüberführung zwischen Vallendar und Niederwerth

Eine Brücke die verbindet und Hindernisse überwindet

Das 11-Millionenprojekt soll 2027 fertig sein – Bahnunterführungen zu niedrig für Fahrzeuge über 3,5 Meter

Zehn Spatenstecher sorgten für den offiziellen Baubeginn der hochwasserfreien Anbindung von Niederwerth. Fotos: HEP

Vallendar. „Brücken bauen, die verbinden und Hindernisse überwinden“, singt der Kinderliedermacher Christian Hüser (Meppen). Und das passt zu der Brücke in Vallendar, die in etwa drei Jahren die rechtsrheinische Bahnlinie überwindet und die Insel Niederwerth auch bei Hochwasser störungsfrei verbindet.

Für dieses über 11 Millionen Euro teure Projekt gab es jetzt den ersten Spatenstich, obwohl die Arbeiten für die Ortbetonbohrpfähle, darauf kommen Fundamente und Widerlager, schon begonnen haben. Da schon 40 Jahre über die Bahnüberführung und hochwasserfreie Anbindung der Gemeinde Niederwerth (fast 1300 Einwohner) gesprochen wird gab es zum Baustart einen „großen Bahnhof“.

Dirk Hieronimus Vize-Dienststellenleiter des Landesbetriebs Mobilität (LBM) Cochem-Koblenz begrüßte zahlreiche Kommunalpolitiker sowie Vertreter von Deutscher Bahn und ADAC.

Zahlen und Fakten von Rheinland-Pfalz legte Andy Becht, Staatssekretär im Mainzer Verkehrsministerium dar. „Hier geht es darum, bei Hochwasser eine durchgängige Verbindung zu der einzig bewohnten Rheininsel zu haben“, führte er aus.

Die über 11 Millionen Euro, von denen der Bund 50 Prozent, die Bahn etwa 33 Prozent und das Land über 16 Prozent tragen, sind „...keine mildtätige Gabe, sondern ihr und unser Geld, das gut angelegt ist für Wirtschaft und Heimat“, betonte der Staatssekretär und fügte hinzu, dass durch das Eisenbahn-Kreuzungsgesetz die Kommunen „eher raus sind“.

Landrat Dr. Alexander Saftig gab zu Bedenken, dass der Kreis, er ist Träger der Baumaßnahme, alles vorfinanziert: „Aber das bekommen wir ja zurück.“

Derzeit sind die Bahnunterführungen für Fahrzeuge über 3,5 m Höhe zu niedrig und sind bei Hochwasser oft unpassierbar. Der Verkehr läuft dann weiter nördlich über den schienengleichen Bahnübergang. Das ist aber untragbar für Notärzte, Rettungswagen und Feuerwehrfahrzeuge, wenn sie schnell auf die Insel müssen.

In knapp 2 Jahren soll die Brücke über die Bahn, sie allein kostet ca. 6,5 Millionen Euro fertig sein. Danach werden die Anschlüsse gebaut für die B 42 (zwischen Lidl und Tankstelle) und die K 82 (täglich etwa 4300 Fahrzeuge) für die Rheinarmüberquerung.

„Mitte 2027 wird alles komplett fertig sein“, erklärte gegenüber Blick aktuell Axel Eriksohn, Leiter der LBM-Fachgruppe Projektmanagement mit Sitz in Koblenz.

Schließlich versammelten sich zehn Spatenstecher vor den Sandhaufen, warfen mit den Spaten Sand in die Luft und vollführten so den offiziellen Start der Baumaßnahmen. HEP

LBM Vize Dirk Hieronimus rechts begrüßte zahlreiche Gäste zum ersten Spatenstich.

LBM Vize Dirk Hieronimus rechts begrüßte zahlreiche Gäste zum ersten Spatenstich.

Die hochwasserfreie Anbindung von Niederwerth Foto beginnt an der B42 nördlich von Lidl.

Die hochwasserfreie Anbindung von Niederwerth Foto beginnt an der B42 nördlich von Lidl.

Die Arbeiten für die Ortbetonbohrpfähle an der Bahnlinie haben bereits begonnen.

Die Arbeiten für die Ortbetonbohrpfähle an der Bahnlinie haben bereits begonnen.

Schweres Gerät ist notwendig für das Setzen der Ortbetonbohrpfähle.

Schweres Gerät ist notwendig für das Setzen der Ortbetonbohrpfähle.

Zehn Spatenstecher sorgten für den offiziellen Baubeginn der hochwasserfreien Anbindung von Niederwerth. Fotos: HEP

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