Allgemeine Berichte | 13.05.2016

Über 100 Teilnehmer genossen das traditionelle Bikerwochenende in Schönstatt

Eine Handbreit Asphalt und Gottes Segen

Die einzigartige Atmosphäre, die Begeisterung der Motorradfahrer und der „fetzige Gottesdienst“ machten die Bikerwallfahrt zu einem besonderen Erlebnis

Gottes guter Segen und ein gutes Wort für jeden. privat

Vallendar. Mehr als 100 Motorräder machen sich auf den Weg nach Schönstatt. Am Wochenende nach Christi Himmelfahrt ist das traditionelle Bikerwochenende. Die Biker haben sich aus ganz Deutschland am internationalen Wallfahrtsort in Vallendar am Rhein eingefunden. Benzingespräche und Gebet, Live-Musik und Lagerfeuer, Motorradsegnung und Gottesdienst, die Stunden verfliegen im Nu und die Biker sind sich einig: Ein wirklich tolles Erlebnis.

Ein starkes Team

Seit 2005 sind sie mit dabei, das Team, das alljährlich die MOWA vorbereitet hat: Pfarrer Stefan Schaaf, Walter Spannagel, Klaus Eckerle, Ulli Assmann mit seiner Frau Rosi und die Schwestern der Schönstatt-Wallfahrt. Walter Spannagel erzählt gerne die Geschichte, wie es zu der Bikerwallfahrt kam. Von einem Motorrad hatte er schon lange geträumt. Seine Frau Hannelore hatte Bedenken. Ein Deal mit ihr machte es möglich: 2003 konnte er sich seine Harley Davidson kaufen. Ein Zusammentreffen mit Pfarrer Schaaf ließ die Idee keimen: Wir holen andere Biker mit. Seither sind sie ein eingeschworenes Team, wenn es um Bikerwallfahrt und Motorradsegnung geht. Sie haben darin ihre gemeinsame Mission entdeckt. Motorrad, unterwegs sein und Gottes Segen erfahren, das gehört ganz selbstverständlich zu ihrem Leben dazu.

„Jeder Biker, jede Bikerin ist ein Original, kostbar und wertvoll für Gott.“

In diesem Jahr sind wieder einige neue Gesichter bei der Wallfahrt dabei. Einer der Biker wurde im Schönstattzentrum in Borken auf den Flyer aufmerksam. Prompt meldete er sich an. Ein anderer kam erstmals mit seinem Sohn. Viereinhalb Stunden Fahrzeit von Süddeutschland aus. Es war die erste Tour für Andreas. Und wie war es für ihn, erstmals auf dem Motorrad, stundenlang und bei brennender Sonne? „Ganz schön heiß“, sagt der Motorrad-Junior. Aber es hat sich gelohnt. Manche sind Jahr für Jahr dabei. Die Atmosphäre an diesem besonderen Ort, die Begeisterung der Motorradfahrer, der „fetzige Gottesdienst“, aber auch das Bewusstsein, ohne Gottes Segen läuft nichts, das hält die Biker in Schönstatt zusammen. In jedem Jahr gibt es noch etwas Besonderes. Diesmal ist es das Durchschreiten der Heiligen Pforte des Urheiligtums. Jeder Einzelne wird mit all dem, was ihn ausmacht gesegnet. Dieser stille Moment berührt ganz innen. Auch dafür lohnt sich die Fahrt. Pfarrer Schaaf kommt es auf diese Momente an. „Es ist wichtig, meine Tour zu fahren, meinen Weg im Leben zu gehen. Gott möchte, dass wir das entfalten, was er in uns hineingelegt hat. Er möchte, dass es uns gut geht. Denn: „Jeder Biker, jede Bikerin ist ein Original, kostbar und wertvoll für Gott.“ Das ist die Botschaft, die er in Variation immer wieder ins Wort bringt. Die Biker sind von seiner Art und seiner Predigt bewegt. Doch nicht nur sie. An diesem Sonntag, es ist Muttertag, sind viele Mütter mit ihren Familien zum Gottesdienst dazu gekommen. Etwa 650 Gottesdienstbesucher freuen sich an dem besonderen Ambiente der Bikerwallfahrt. Am Ende dankt Pfarrer Schaaf sehr herzlich allen, die zur Planung, Vorbereitung, Durchführung, Gestaltung der Wallfahrt beigetragen haben. Die Musikgruppe METANOIA aus Unna ist erstmals dabei. Der anhaltende Applaus macht deutlich, dass sich alle Teilnehmer als Beschenkte erlebt haben.

Eine Handbreit Asphalt und Gottes Segen

Eine Handbreit Asphalt und Gottes Segen

Eine Handbreit Asphalt und Gottes Segen

Gottes guter Segen und ein gutes Wort für jeden. Fotos: privat

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