Allgemeine Berichte | 13.12.2024

Bad Neuenahr-Ahrweiler will wieder führender Kurort in Rheinland-Pfalz werden

Eine Heimstatt für Gesundheit und Wellness

Auf einen Blick: Die Beteiligten am Projekt Kurortentwicklungskonzept in der Kleinen Bühne im Kurpark von Bad Neuenahr.  Foto: GS

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Es gibt viel zu tun. Wie soll sich der Gesundheitsstandort Bad Neuenahr-Ahrweiler aufstellen, um sich künftig am Markt behaupten zu können? Dieser Frage hatte sich die Ahrtal und Bad Neuenahr-Ahrweiler Marketing GmbH (ABMG) in Kooperation mit der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler, Branchenvertretern sowie der ift Tourismus- und Freizeitberatung GmbH in 2024 angenommen. Das Ergebnis dieser Zusammenarbeit ist ein Kurortentwicklungskonzept, das Jan-F. Kobernuß und Katja Stefanis von der ift den Projektbeteiligten in der Kleinen Bühne im Kurpark vorstellte.

Der Startschuss für das Projekt fiel im vergangenen Frühjahr mit der Konstituierung eines Lenkungsgremium aus Vertretern von Gesundheitswirtschaft, Tourismus, Politik und Einzelhandel. Auf Basis von Expertenrunden, Gäste-Onlinebefragungen und Workshops wurden daraufhin Ziele, Visionen, Projekte und Maßnahmen für den Gesundheitsstandort erarbeitet.

Leitbild entwickelt

Ergebnis ist ein Leitbild, das Kobernuß wie folgt definierte: „Bad Neuenahr-Ahrweiler wird wieder führender Kurort, qualitativ und quantitativ.“ Denn vor Corona und Flut war die Kreisstadt Spitzenreiter bei den Übernachtungszahlen in Rheinland-Pfalz. Es wird ein langer Weg, denn noch fehlen für die einstigen Zahlen von 700000 bis 800000 Übernachtungen pro Jahr die Kapazitäten. Große Hotels und Frequenzbringer wie das Seta-Hotel gibt es nicht mehr und das Dorint-Hotel ist im Dornröschenschlaf. Und auch die Ahrthermen fehlen als Standbein.

Dem zum Trotz: Dania Münch, Referentin Gesundheitswirtschaft bei der ABMG, freut sich: „Mit dem Kurortentwicklungskonzept haben wir einen wichtigen Leitfaden entwickelt, mit dessen Hilfe wir den Gesundheitsstandort hinsichtlich Infrastruktur, Betriebs- und Angebotsstruktur sowie im Bereich Marketing zukunfts- und wettbewerbsfähig ausrichten können.“, Ihr Dank galt dem Mainzer Wirtschaftsministerium, „das die Erarbeitung des Konzeptes finanziell erst ermöglicht hat.“

Jan Ritter, Geschäftsführer bei der ABMG, ergänzte „Uns war wichtig, dass ein Konzept mit konkreten und realistischen Maßnahmen und eben kein Konzept für die Schublade entwickelt wird. Vor der Flut war Bad Neuenahr-Ahrweiler, unter anderem gemessen an Gäste-, Übernachtungs- und Klinikzahlen, führender Kurort in Rheinland-Pfalz. Dieses Standing wollen wir für Bad Neuenahr-Ahrweiler ganz klar wieder erreichen sowie mit attraktiven Highlights weiter ausbauen.“ Dabei sollen laut Kobernuß und Stefanis die Themen „Mentale Gesundheit“, „Resilienz“ und „Wasser“ künftig eine übergeordnete Rolle spielen.

Betrachte man die Infrastruktur-Projekte, die am Gesundheitsstandort bereits in der Planung oder auch Ausführung sind, blicke man bereits jetzt in eine attraktive Zukunft, ergänzte Ritter weiter. Gemeint sind der Wiederaufbau der Ahr-Thermen, für den es allerdings laut Bürgermeister Guido Orthen noch keinen konkreten Zeitpunkt gibt, der mit der Grundsteinlegung schon begonnene Neubau der Kurparkrandbebauung, der Wiederaufbau des Kurparks sowie die Errichtung von Deutschlands erster Heilwasser-Erlebniswelt als wesentliche Schlüsselinfrastrukturen für einen zukunftsfähigen Kurort.

Bundesweites Marketing

Daneben sieht das Konzept weitere wichtige Maßnahmen für die Entwicklung des Kurortes vor, beispielsweise die Ansiedlung von Wellnesshotels, die Erweiterung der Kliniklandschaft, die Erarbeitung weiterer gesundheits- und wellnessbezogener Angebote im Bereich Kur und Gesundheitsurlaub, den Ausbau eines starken Gesundheitsnetzwerkes vor Ort sowie die Entwicklung von bundesweiten Marketing-Kampagnen. Die sukzessive Umsetzung des Kurortentwicklungskonzeptes wird ab Anfang 2025 starten.

Und auch bei der Präsentation kamen neue Ideen hinzu. So zum Beispiel die Installation einer Physiotherapeuten-Schule. Wobei Orthen aber auch klarmachte: „Wir können als Stadt die Rahmenbedingungen schaffen, alles andere muss aber von außen kommen.“ Und auch sonst sind die Betriebe in der Stadt gefragt. Denn sie tragen mit ihren Angeboten zur Aufenthaltsqualität bei, machen die Stadt auch interessant für Tagesgäste. Denn eines machten Kobernuß und Stefanis klar: „Bad Neuenahr-Ahrweiler ist binnen einer Stunde von sechs Millionen Menschen im Umkreis zu erreichen.“ Diese Chance zu nutzen, dazu soll das Kurortentwicklungskonzept beitragen. Das Kapital Landschaft ist bereits da. GS

Auf einen Blick: Die Beteiligten am Projekt Kurortentwicklungskonzept in der Kleinen Bühne im Kurpark von Bad Neuenahr. Foto: GS

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