Yvonne Reich aus Volkesfeld: Große Liebe zum Hundeschlittensport
Eine Hundeschlittenfahrt durch die herrliche Landschaft der Region
Natur- und Hundeliebhaberin liebt und lebt ein außergewöhnliches Hobby
Volkesfeld. Eine Schlittenfahrt mit Huskys ist nicht unbedingt ein alltägliches Erlebnis, aber mit Sicherheit eine unvergessliche Erfahrung für jeden Naturfreund. Während man die Musher (Hundeschlittenführer) mit ihren Schlittenhunden im süddeutschen Raum und sogar in der tiefen Eifel (Daun) hautnah erleben kann, gibt es im Kreis Mayen-Koblenz offensichtlich nur eine junge Frau, die dieses außergewöhnliche Hobby gemeinsam mit ihrem Sohn und ihrem Lebensgefährten schon seit einigen Jahren liebt und lebt.
Dabei handelt es sich um Yvonne Reich aus Volkesfeld. Während die Hundeliebhaberin, die übrigens in Mayen auch einen Hundesalon betreibt, ursprünglich gar nicht wusste, dass sie für die Fahrten mit ihren acht Huskys durch die herrliche Landschaft der Region eine Genehmigung der jeweiligen Ortsgemeinde benötigt, wurde sie von einer Jagdpächterin, die ihr bzw. ihrem Hobby offensichtlich nicht besonders wohlwollend gegenüber stand, mit Nachdruck darauf hingewiesen.
Nachdem die zuständigen Behörden der Sache zunächst skeptisch gegenüber standen, konnte Frau Reich sie jedoch davon überzeugen, dass sie der Natur mit ihren Schlittenfahren absolut keinen Schaden zufügt. Inzwischen ist die ausgebildete Musherin voll des Lobes ob der aufgeschlossenen Haltung der zuständigen Mitarbeiter in den Verbandsgemeinden Brohltal (Ortsgemeinde Weibern), VG Mendig (Ortsgemeinde Volkesfeld) und Hausten/Morswiesen, da diese ihr nach eingehender Prüfung der Sachlage eine Sondergenehmigung für ihre Schlittenfahrten auf eigens hierfür festgelegten Feldwegen ausstellten.
Sondergenehmigung für Schlittenfahrten
Blick aktuell bemühte sich erfolgreich um eine Stellungnahme des Verbandes Deutscher Schlittenhunde, in der es unter anderem heißt: „Schlittenhunde sind Rudelhunde und fühlen sich nur zusammen wohl. Das Laufen und Ziehen ist ihnen in die Wiege gelegt, sie brauchen diese ‚Arbeit‘, um ein hundegerechtes Leben zu führen. Ein ‚arbeitendes‘ Gespann ist nicht zu hören, auch wenn die Freude beim Start mitunter etwas lautstark zum Ausdruck gebracht wird. Während der ‚Arbeit‘ sind die Tiere absolut still! Der Schlittenhundesport ist als naturnahe Sportart anerkannt und in einigen Bundesländern auch im Landessportbund vertreten. Eine immer wiederkehrende Befürchtung ist die Wildflucht, die evtl. durch die Trainingsfahrten ausgelöst werden könnte. Dazu ist anzumerken, dass es zum Beispiel im Harz eine ausgeschriebene und seit Jahren genehmigte Trainingsstrecke rund um eine Wildfütterungsstelle gibt, die dadurch nichts an ihrer Anziehungskraft für Reh, Hirsch und Co. verloren hat. Das Wild gewöhnt sich ganz schnell an das Erscheinen des Gespanns und lässt sich dadurch nicht vertreiben. Zahlreiche Fotos von Wildrudeln, die vom Trainingswagen aus geschossen wurden, können das belegen.“
Weiter führt Sonja Merbach in ihrer Eigenschaft als Beauftragte für Umwelt-, Natur und Landschaftsschutz des deutschlandweiten Verbandes der Schlittenhundevereine (VDSV) aus: „Ich versuche bereits seit Jahren, eine friedliche Koexistenz aller Waldbenutzer zu unterstützen. In der Regel findet sich selbst bei schwierigen Fällen immer eine Lösung zum Beispiel durch die Vereinbarung einer festen Trainingsstrecke und eine Festlegung auf bestimmte Trainingszeiten.“
Yvonne Reich kann sich heute freuen, dass sie bei den für die Wegestrecken verantwortlichen Entscheidern auf großes Verständnis für ihre Liebe zum Hundeschlittensport gestoßen ist.
FRE
Foto: Sonja
Das Gespann von Yvonne Reich aus Volkesfeld. Fotos: privat Foto: Sonja
