Allgemeine Berichte | 01.08.2017

Gemeinnütziger Förderverein „Wir für Heimersheim“ offiziell vorgestellt

„Eine Kultur der Selbstverantwortung“

Junger Verein stemmt mit dem „Historischen Weinfest“ sein erstes Großprojekt

Das Team des Fördervereins „Wir für Heimersheim“ stellte sich und seine Arbeit im Weingut Nelles vor. Bürgermeister Guido Orthen (r.) ist nicht nur selbst Mitglied, im Namen der Stadt überbrachte er auch einen großzügigen Scheck.  FIX (1), DU (1)

Heimersheim. Als der Ahrtal-Tourismus Bad Neuenahr-Ahrweiler e.V. ankündigte, nach mehr als zwei Jahrzehnten aus Verantwortlichkeitsgründen das „Historische Weinfest“ in Heimersheim nicht mehr durchführen zu wollen, reagierte man in dem traditionsreichen Weinort mit bürgerschaftlichem Engagement und hob im September vergangenen Jahres durch die Initiative der Ortsvereine von Heimersheim und Ehlingen, im Rahmen eines Projekts zum Erhalt des historischen Weinfestes Heimersheim, den Förderverein „Wir für Heimersheim“ aus der Taufe. Inzwischen hat der als gemeinnützig anerkannte Förderverein, dem neben den Heimersheimer und Ehlinger Ortsvereinen auch Kreisstadt-Bürgermeister Guido Orthen angehört, 25 eingetragene Mitglieder. Natürlich freut sich das Team von „Wir für Heimersheim“ um den rührigen ersten Vorsitzenden Patrick Hartwig über weiteren Zuwachs, stehen doch mit der einfachen Mitgliedschaft oder der Fördermitgliedschaft gleich zwei attraktive Mitgliedsmodelle zur Verfügung.

Mit der Organisation und Trägerschaft des kommenden 21. Historischen Weinfest Heimersheim (18. bis 20. August ) hat der noch junge Zusammenschluss gleich eine wahre Mammutaufgabe zu bewältigen. Die Veranstaltung zieht alljährlich tausende Besucher an und benötigt ein Budget von rund 100.000 Euro, das durch Standgelder, Sponsoren, Eintrittsgelder und Spenden generiert wird. Schon immer sind die Ortsvereine am Historischen Weinfest in besonders aktivem Maß beteiligt und erwirtschaften dabei einen nicht unerheblichen Teil ihres Jahresetats. Der Ahrtal-Tourismus wird das Event zudem weiterhin unterstützen.

„Plattform der Gemeinnützigkeit“

Mittel- und langfristig möchte sich „Wir für Heimersheim“ jedoch nicht nur um das Historische Weinfest, sondern auch um andere Bereiche und Projekte des Ortes kümmern. Dabei soll Bewährtes erhalten und Neues auf den Weg gebracht und so eine Plattform der Gemeinnützigkeit geschaffen werden. Die eine oder andere Neuerung in Sachen Historisches Weinfest hat der Förderverein schon initiiert. So werden den Besuchern in diesem Jahr erstmals Shuttle-Busse zur Verfügung stehen. All dies wurde kürzlich auch bei einem Vorstellungsnachmittag im „Weinhaus Nelles“ kommuniziert, zu dem sich rund 100 Bürger und Interessierte eingefunden hatten. Ein echtes Heimspiel für Bürgermeister Guido Orthen, der in seiner Ansprache den Heimersheimern für „eine Kultur der Selbstverantwortung“ dankte. „Aus einer Krise ist etwas Neues entstanden. Nicht ‚Ihr für Heimersheim‘, sondern ‚Wir für Heimersheim‘“, so Guido Orthen, der einen Scheck der Stadt über 3.000 Euro an den Vorsitzenden Patrick Hartwig überreichte. Auch die Heimersheimer Ortsvorsteherin Angelika Lüdenbach begrüßte die Gründung von „Wir für Heimersheim“. „Heimersheim stellt sich oft unter seinen Möglichkeiten dar. Daher ist es gut, dass wir selbst anpacken. Ich freue mich, dass junge Leute mit guten Ideen angetreten sind, um unser historisches Weinfest zu erhalten“, so Lüdenbach. Weitere Informationen über „Wir für Heimersheim“ finden sich auch im Internet unter www.wir-für-heimersheim.de.

Vorsitzender Patrick Hartwig (l.) führte durch die Veranstaltung.

Vorsitzender Patrick Hartwig (l.) führte durch die Veranstaltung.

Das Team des Fördervereins „Wir für Heimersheim“ stellte sich und seine Arbeit im Weingut Nelles vor. Bürgermeister Guido Orthen (r.) ist nicht nur selbst Mitglied, im Namen der Stadt überbrachte er auch einen großzügigen Scheck. Fotos: FIX (1), DU (1)

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