Nachruf
Eine „Legende“ ist von uns gegangen
Adolf Spitzlei, de „Sching“, ist mit 80 Jahren verstorben
Ettringen. In Ettringen war er eine Institution, eine Legende. Ein Mann der überall Spuren. Augenblicke, Gefühle und Erinnerungen hinterlassen hat. Sein Humor, seine Offenheit, und seine Lebensfreude waren beispielhaft. De „Jung“ wie viele ihn liebevoll nannten, hat sich in seinem Leben durch alle Höhen und Tiefen durchgeboxt. Nichts konnte ihn erschüttern. Er war, und blieb immer der „Strahlemann“, aus dem „Kaiserhof“, der legendären Ettringer Gastronomie. Der Gesang und der Frohsinn wurden dem beliebten Metzgermeister quasi in die Wiege gelegt. Sport wurde von ihm immer praktiziert. Ob nun als erfolgreicher jugendlicher Boxer oder als Kicker im JSV Ettringen. Was de „Sching“ anpackte, machte er hundertprozentig. In seinem großen Freundeskreis war er als echter Kamerad sehr beliebt. Karneval war für Adolf Spitzlei eine „Passion“. Hatte er doch im elterlichen Unternehmen, im Kaisersaal, da wo der Atem der karnevalistischen Geschichte Ettringens wehte, von Kindesbeinen an, die Zeiten des Frohsinns in der fünften Jahreszeit hautnah mitbekommen. So gab es keine Veranstaltung, ohne die Auftritte mit seinem Gesang, sozusagen als „Sahnehäubchen“. Eine wahre Krönung erfuhr er im Jahre 1988, als er mit Tochter Claudia im „Dorf mit Herz“, als Prinzenpaar, unter dem Motto: „Janz Ettring faiert Faasenacht- Aamol em Johr“, fungierte. Die Liebe zu seiner Heimat, zu seinem Ettring wurde bei ihm großgeschrieben. Und die drückte er auch immer gesanglich in seinem Hit auf der Bühne aus: „Et jett ka schönres Fleckchen Erde, als Ettring hai, mai Heimatland. Bo Kenner schunn zo Noore wären, de Aale sain aus Rand un Band“. Die Ettringer werden ihren „Sching“, den sie ins Herz geschlossen hatten, wohl nicht vergessen. Denn Menschen wie er bleiben in der Erinnerung vieler der „Dilledäpp“ und weit über die Grenzen hinaus, erhalten. Jetzt wurde er von seinem, in letzter Zeit ertragenen Leiden erlöst. Viele die ihn kannten, liebten und bewunderten, nahmen Abschied, als Adolf Spitzlei in seinem geliebten Ettringen, die letzte Ruhestätte fand.Bernd Schmitz
