Allgemeine Berichte | 13.10.2023, 14:49 Uhr

Die ursprüngliche Stammlok „Vulkan-Expreß“ kehrt nach über 36 Jahren zurück ins Brohltal!

Eine Lok-Legende kehrt zurück

Im Mai 1977 ist Lok D4 mit dem seinerzeit einzigen Personenwagen der Brohltalbahn im Bereich des ehemaligen Güterbahnhofs Schweppenburg mit dem „Vulkan-Expreß“ unterwegs gen Engeln. Foto: Rüdiger Balhar

Im Mai 1977 ist Lok D4 mit dem seinerzeit einzigen Personenwagen der Brohltalbahn im Bereich des ehemaligen Güterbahnhofs Schweppenburg mit dem „Vulkan-Expreß“ unterwegs gen Engeln. Foto: Rüdiger Balhar Foto: Ruediger Balhar;56575 Weissenthu

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Brohltal. Die Interessengemeinschaft Brohltal-Schmalspureisenbahn e. V. (IBS) hat einen bedeutenden Erfolg erzielt: Die ursprüngliche Stammlok des im Jahr 1977 eingeführten „Vulkan-Expreß“ kehrt nach über 36 Jahren aus der Schweiz ins Brohltal zurück.

Die Diesellok, die bei der Brohltalbahn als „D 4“ bekannt ist und 1958 als Einzelstück bei MaK in Kiel gebaut wurde, kam 1972 aus der Kreisbahn Leer – Aurich – Wittmund ins Brohltal und unterstützte den Schienengüterverkehr. Als die Brohltal-Eisenbahn GmbH (BEG) im Jahr 1977 den touristischen Ausflugszug „Vulkan-Expreß“ einführte, wurde die D4 von Anfang an zum Symbol des Zuges. In den 1980er Jahren wurde der Zug um einen offenen Cabriowagen erweitert und erfreute sich wachsender Beliebtheit. Heute fährt der Zug, nun als „Vulkan-Expreß Classic“ bezeichnet, immer mittwochs und freitags im Oktober durch das Brohltal, allerdings mit einer anderen Diesellok.

Im Jahr 1987 wurde die D4 von der BEG verkauft, da der Güterverkehr zurückging und die Lokomotive aufgrund ihres komplizierten Getriebes nicht mehr beliebt war. Dies geschah kurz vor der Gründung der IBS, ohne dass der Verein informiert wurde. Im November 1987 wurde die Lok vor den Augen der Vereinsmitglieder abtransportiert und gelangte schließlich zur Rhätischen Bahn (RhB) in der Schweiz.

Bedürfnisse angepasst

Die RhB passte die Lokomotive an lokale Bedürfnisse an und setzte sie erfolgreich im Bauzug- und Rangiergeschäft ein. Mit neuen Lokomotiven wurde die D4 jedoch überflüssig, und die RhB plante, sie abzustellen.

Dank langjähriger Kontakte zur RhB und Verhandlungen in den letzten Monaten gelang es der IBS, die D4 zurückzuerwerben. Die Lokomotive wird in Kürze zurück ins Brohltal überführt. Stefan Raab, Geschäftsführer der Betriebs-GmbH der IBS, spielte eine entscheidende Rolle bei dieser Rückholaktion.

Eine Delegation des IBS-Vorstands reiste im Oktober in die Schweiz, um die offizielle Übergabe der Lok durch die RhB zu feiern. Eine Probefahrt vor Ort steigerte die Vorfreude auf die Rückkehr der D4.

Vor dem Besuch in der Schweiz wurden bereits erste Anpassungsarbeiten für den Einsatz im Brohltal vereinbart. Die Lokomotive wurde in den typischen Grün/Beige-Farben der Brohltalbahn neu lackiert.

Rückkehr im Herbst

Die Rückkehr der D4 wird für Ende Oktober oder Anfang November erwartet. Es werden jedoch weitere technische Anpassungen erforderlich sein, bevor sie den „Vulkan-Expreß“ ab der Saison 2024 wieder auf die Höhen der östlichen Vulkaneifel ziehen kann, wie es vor 47 Jahren begann.

BA

Im Mai 1977 ist Lok D4 mit dem seinerzeit einzigen Personenwagen der Brohltalbahn im Bereich des ehemaligen Güterbahnhofs Schweppenburg mit dem „Vulkan-Expreß“ unterwegs gen Engeln. Foto: Rüdiger Balhar

Im Mai 1977 ist Lok D4 mit dem seinerzeit einzigen Personenwagen der Brohltalbahn im Bereich des ehemaligen Güterbahnhofs Schweppenburg mit dem „Vulkan-Expreß“ unterwegs gen Engeln. Foto: Rüdiger Balhar Foto: Ruediger Balhar;56575 Weissenthu

Frisch im Brohltaler Farbschema lackiert präsentiert sich die Lok D4 auf dem Betriebsgelände der RhB in Landquart. Foto: Stephan Pauly, IBS.

Frisch im Brohltaler Farbschema lackiert präsentiert sich die Lok D4 auf dem Betriebsgelände der RhB in Landquart. Foto: Stephan Pauly, IBS.

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