Allgemeine Berichte | 19.03.2018

Ausstellung „Forum Historicum“ im Bürgerhaus in Wirges

Eine Militaria-Börse der Superlative

Gutgelaunte Händler warten auf Kundschaft.WR

Wirges. Der Geschichtsverein Siershahn hatte zur 42. Internationalen Militaria-Börse für zeitgeschichtliche und militärhistorische Objekte und Sammlerwaffen in das Bürgerhaus von Wirges eingeladen. Der Begriff „International“ ist nicht übertrieben, denn es kommen Sammler und Liebhaber aus den Benelux-Staaten, Österreich, Holland, Schweiz, Frankreich, Skandinavien, Polen Tschechien und die Slowakei. Regelmäßige Gäste sind Sammler aus den USA, die dieses Mal jedoch verhindert waren, weil in Baltimore selbst eine riesige Ausstellung und Börse stattfindet. Die erste Ausstellung fand im Jahre 1997 statt, deshalb kann man das „Forum Historicum“ bereits mit dem Prädikat „traditionell“ auszeichnen. Im Bürgerhaus war praktisch jeder m² mit Ständen belegt, das spricht für das enorme Interesse, sogar im Keller des Bürgerhauses waren Verkaufsstände aufgestellt. „Forum Historicum“ hat so einmal mehr eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass es zu den drei größten Militaria-Börsen in der BRD gehört; daneben finden noch ähnlich große Veranstaltungen in Kassel und in Ingolstadt statt. „Forum Historicum“ findet wegen des großen Erfolges zweimal im Jahr statt. Die 43. Veranstaltung ist für den 7./8. September wieder in Wirges geplant. „Forum Historicum“ ist für Wirges, und Umgebung, auch ein wirtschaftlicher Faktor, da viele Gäste, die von weit her angereist sind, an beiden Tagen die Ausstellung besuchen, demzufolge in der Region übernachten und sich versorgen. Breites Angebot an historischen und militärischen Raritäten: Der Verfasser dieses Artikels wurde beim Rundgang durch die Ausstellung vom Vorsitzenden des Geschichtsvereins Siershahn, Herrn Christoph Schäfer, begleitet, der unermüdlich, und sehr freundlich, viele Fragen beantwortete. Dem Besucher und Betrachter der Ausstellung wurde ein farbenfrohes, hochinteressantes Spektrum an Waffen, Orden, Uniformen, Säbel, Helmen und anderen zeithistorischen zivilen und militärischen Gegenständen geboten, die vom Mittelalter über die napoleonische Zeit bis zu den beiden Weltkriegen reichten. An den einzelnen Ständen wurden besondere Gegenstände genauestens unter die Lupe genommen, daran anschließend mit dem Anbieter ausgiebig gefachsimpelt. Man kann davon ausgehen, dass die Interessenten und Käufer über genau so viel Fachwissen verfügten, wie die Anbieter. Beim Rundgang erklärte Herr Krämer glaubhaft, dass er, und die Freunde vom Geschichtsverein, genauestens darauf achten würden, dass keine Utensilien mit verfassungswidrigen Symbolen angeboten würden, die Börse sei kein Platz für Leute mit rechter Gesinnung. Darüber hinaus betonte Herr Krämer, dass der Geschichtsverein Siershahn großen Wert auf die Militärgeschichte des Westerwaldes, und dabei insbesondere auf das damalige Gefangenenlager „Am Berggarten“ in Siershahn legt. Die meisten Sammler hätten sich auf ein Gebiet spezialisiert, zum Beispiel Uniformen, Waffen oder Orden (Phaleristik), weil eine Privatperson alleine die Gesamtbreite der militärischen Gegenstände normal nicht abdecken kann. Die Stimmung im Bürgerhaus war bestens, viele Besucher saßen im Foyer des Bürgerhauses, ließen es sich bei Kaffee und Kuchen, oder einem leckeren Imbiss schmecken. Dabei wurden manchmal ganz stolz gerade frische erworbene Utensilien zur Schau gestellt, die dann vom Tischnachbarn beäugt und begutachtet wurden.

Gutgelaunte Händler warten auf Kundschaft.WR
Ein Prunkstück der Börse, eine Kampfmaske aus dem 16. Jahrhundert, Zentralanfertigung um 1850.

Ein Prunkstück der Börse, eine Kampfmaske aus dem 16. Jahrhundert, Zentralanfertigung um 1850.

Gutgelaunte Händler warten auf Kundschaft.Fotos: WR

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare

Die alte Ockenfelser Linde soll fallen

  • Claudia W. : Ich bin in der Bergstraße aufgewachsen, meine Großeltern lebten dort. So traurig das ein einzelner so etwas durchsetzt! Ich hoffe das es noch abgewendet wird und dieser schöne alte Baum erhalten bleibt.
  • Iris Arens : Es wiederholt sich immer und überall: Auswärtige ziehen in Kenntnis der Sachlage zu und klagen anschließend gegen die bei Zuzug bereits bestehenden und bekannten Umstände. Hoffentlich bleibt die Linde...

Verschiebung wegen Planungsunsicherheit

  • Sabine Weber-Graeff: Da werden Abermilliarden in die Aufrüstung der Bundeswehr,respektive die Landesverteidigung gesteckt und dann wird seitens von Grün ernsthaft erwogen in den Sichtbereich des militärischen Radars zwei...
  • Joschi Hund: Leider kann man nicht mehr von einem Antik und Trödelmarkt sprechen, warum ? Wenn über die Hälfte der Händler Neuware anbieten und Ihre Waren mit Festpreisen ausgezeichnet haben. Man kann sagen über 80 % der Aussteller waren Händler.
Kreishandwerkerschaft
Industriemechaniker
10 Jahre NoWi
Tag der offenen Tür FFW Königsfeld
Vorabrechnung, Nr. AF2025.000354.0, April 2026
Media-Auftrag 2026/27
Aktionstage 5.-7. Mai
Biergarteneröffnung
Empfohlene Artikel
Symbolbild.
42

Die Woche vom 11. bis 17. Mai bringt Bewegung in viele Lebensbereiche. Gefühle klären sich, Entscheidungen rücken näher und im Alltag zeigen sich neue Chancen. Rund um den Vatertag am 14. Mai zieht es viele Menschen ins Freie. Gemeinsame Aktivitäten sorgen für Ausgleich, können aber auch Spannungen offenlegen. Wer aufmerksam bleibt, erkennt früh, wo es sich lohnt, innezuhalten oder aktiv zu werden.

Weiterlesen

Verleihung Ehrenamtspreis Stadt Andernach am 29. April 2026 (v.l.n.r.): Bürgermeister Claus Peitz, Gerd Kaul, Vorsitzende des Vereins Freundschaftskreis Dimona-Andernach e.V. Barbara Söhngen, Oberbürgermeister Christian Greiner)Foto: Sebastian Waluga
16

Andernach. Im Historischen Rathaus der Stadt Andernach sind am 29. April 2026 zwei besondere ehrenamtliche Engagements mit dem Ehrenamtspreis der Stadt ausgezeichnet worden. Im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung ehrte Oberbürgermeister Christian Greiner den Miesenheimer Bürger Gerd Kaul sowie den Verein Freundschaftskreis Dimona-Andernach e. V. für ihren langjährigen Einsatz.

Weiterlesen

Symbolbild.
211

Region. Ein Spielteilnehmer oder eine Spielteilnehmerin aus dem Westerwald hatte am vergangenen Freitag allen Grund zur Freude: Mit einem Tippschein für die europäische Lotterie Eurojackpot, den er oder sie in einer Annahmestelle von Lotto Rheinland-Pfalz gespielt hatte, gewann er oder sie in der Gewinnklasse 2 über 681.000 Euro.

Weiterlesen

Weitere Artikel
7

Ab dem 28. Mai auf dem Unkeler Sportplatz

Deutsches Sportabzeichen in Unkel erwerben

Unkel. Es ist wieder so weit: Ab Donnerstag, dem 28.05.2026, besteht die Möglichkeit, zwischen 18:00 Uhr und 20:00 Uhr nach telefonischer Absprache das Deutsche Sportabzeichen auf dem Unkeler Sportplatz zu erwerben. Dies erfolgt im Rahmen von Training und Abnahme.

Weiterlesen

Dauerauftrag 2026
Dauerauftrag
Daueranzeige
Dauerauftrag 2025
Rund ums Haus
Dauerauftrag 2026
Dachdecker (m/w/d)
Innovatives rund um Andernach
Azubispots Bad Neuenahr 2026
Anzeige "Rund ums Haus"
AZ_Gelenk 2026
10 Jahre NOWI
10 Jahre Nowi
Zukunft trifft Tradition KW 18
Betriebsferien Mai 2026
Azubispots Bad Neuenahr 2026